Deutliche Effizienzsteigerungen durch Erneuerung der Belüftungseinrichtung auf der Kläranlage Selters
Klimaschutz auch auf kommunaler Ebene
Neue Belüftungseinrichtung setzt weniger Kohlenstoffdioxid frei
Selters. Auch für kommunale Einrichtungen sind die nationalen Klimaschutzziele von Bedeutung: „Es gilt langfristig den weltweiten Temperaturanstieg durch die Minderung von Treibhausgasen einzuschränken. Gerade im Bereich der Abwasserbeseitigung bestehen Potenziale, um Klimaschutz aktiv umzusetzen, wie bei diesem Projekt“, so Werkleiter Achim Linder.
Die Kläranlage Selters wurde daher im Rahmen einer Potenzialstudie unter diesem Aspekt untersucht und Optimierungsmaßnahmen herausgearbeitet. Dabei wurde deutlich, dass sowohl eine energieoptimierte Betriebsführung als auch eine energieeffiziente Aggregatetechnik erforderlich sind, um weitere Energieeinsparungen zu erreichen.
Energiebedarf bereits zu 85 Prozent selbst erzeugt
Seit 2013 wird auf der Kläranlage Selters ein kommunales Klärschlammbehandlungszentrum betrieben. Sowohl die eigenen als auch Nachbarklärschlämme werden dort im Rahmen eines Kooperationsprojektes zentral behandelt und verwertet. Ein Großteil der im Klärschlamm gespeicherten Energie wird in Form von Faulgas nutzbar gemacht und zur Energiegewinnung in einem Blockheizkraftwerk herangezogen.
Mit den zusätzlich errichteten Photovoltaikanlagen auf den Dächern des Rechen- und Betriebsgebäudes sowie der Schlammlagerhalle wird der Energiebedarf der gesamten Kläranlage Selters bereits zu 85 Prozent selbst erzeugt. Diese Quote soll durch eine Steigerung der Energieeffizienz noch erhöht werden.
Die Belüftung im Belebungsbecken der Kläranlage stellt den größten Stromverbraucher der Kläranlage Selters dar. Aus der Potenzialstudie war eine große Abweichung zwischen den spezifischen Kennzahlen und den Idealwerten zu erkennen, weshalb Maßnahmen zur Optimierung umzusetzen waren.
Zur energetischen Optimierung musste die Belüftungstechnik erneuert werden. Dazu wurden energieeffiziente großflächige Belüfterplatten eingebaut. Durch intermittierenden Betrieb erfolgt parallel eine ausreichende Umwälzung, weshalb die bestehenden Tauchmotorrührwerke entfallen konnten. Zudem wurde durch die Anpassung der Belüftertechnik die Leistungsfähigkeit des Belebungsbeckens erhöht. Um das volle energetische Potenzial auszuschöpfen, haben die Verbandsgemeindewerke zusätzlich die bestehenden Gebläse durch FU-geregelte energieeffiziente Turbogebläse ersetzt.
Effizienzsteigerungen von mehr als 16 Prozent
Die Situation vor Ort zeigt, dass mit den neuen energieeffizienten Gebläsen und den neuen Belüftereinheiten mehr als 16 Prozent der bisher verbrauchten Energie eingespart werden. Bürgermeister Oliver Götsch und die Werkleitung freuten sich, dass sich bezogen auf die Nutzungsdauer der Aggregate (15 Jahre), Einsparungspotenziale von immerhin 599.000 kWh ergeben. Dies entspricht einer zu erwartenden CO2-Reduktion von 321,6 Tonnen.
Bundesumweltministerium fördert das Vorhaben
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit fördert über die Zukunft-Umwelt-Gesellschaft (ZUG) gGmbH die Maßnahmen der Verbandsgemeinde Selters zur „Erneuerung der Belüftungseinrichtung einschließlich Gebläse und Steuerungstechnik auf der Kläranlage Selters“.
Die Förderung für die Kläranlage Selters ist unter folgendem Kennzeichen registriert: 67K15719.
Die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben betragen 346.364 Euro. Bewilligt wurde im Rahmen der Projektförderung eine nicht rückzahlbare Zuwendung von 40 v.H.. Dies entspricht einer Förderung von maximal 138.564 Euro.
Mehr über die Nationale Klimaschutz Initiative ist auf deren Homepage unter https://www.klimaschutz.de zu finden. Dort wird auch ein umfangreicher Service-Bereich angeboten, der von Veranstaltungen über aktuellen Meldungen bis zu einem Newsletter reicht. In einem kurzweiligen Erklär-Video werden zudem Ziele und Engagement-Möglichkeiten der Initiative erläutert.
Pressemitteilung VGW Selters
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