innogy und Stadt Meckenheim vergaben Klimaschutzpreise
Klimaschutz von klein auf
KGS Merl mit umfassenden Projekten auf Platz Eins
Meckenheim. Ein großer Stromerzeuger sei die innogy, erklärte Bürgermeister Bert Spilles dem Nachwuchs aus den Kindergärten und der Katholischen Grundschule (KGS) Merl im Ratssaal. Anlässlich der Verleihung des von der innogy ausgeschriebenen Klimaschutzpreis hatten sich Vertreter der KGS Merl, der Kindertageseinrichtung Steinbüchel, der Kita Rappelkiste und der Villa Regenbogen mitsamt Kindern eingefunden. Sie alle hatten Projekte in Gang gesetzt und sich um den Klimaschutzpreis beworben.
„In Meckenheim gibt es viele kreative Ideen und Initiativen beim Klimaschutz.
Ich freue mich, dieses Engagement gemeinsam mit innogy zu würdigen und auszuzeichnen „, sagte Bert Spilles. Lydia Bauer von der innogy zeigte sich überrascht, wie vielfältig die Kinder in der Schule und den Betreuungseinrichtungen die Themen Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung umsetzten. „Der großartige Einsatz, der in den Projekten gezeigt wurde, ist sehr lobenswert“, meinte sie. Zusammen mit dem interkommunalen Klimaschutzmanager Tobias Gethke und dem Bürgermeister zeichnete sie die Preisträger aus. In der KGS Merl verfolgt man Umweltthemen nach der Sanierung sehr umfassend. Mit der Unterstützung einer Mutter, deren Kinder vor vielen Jahren diese Schule besucht hatten, wurde eine Naturschutz-AG eingerichtet. In Schulprojekten und im Rahmen der Naturschutz-AG kümmert man sich um die Neubepflanzung des Außengeländes mit insekten- und vogelfreundlichen Gewächsen und machen zudem das Ökosystem im vollständigen Jahresverlauf für die AG-Teilnehmer erlebbar.
So erkennen die Kinder die Entwicklungszyklen von Flora und Fauna, zu denen sie jeden Monat ein „Highlight des Monats“ aussuchen. Zu diesem Highlight, einer Pflanze oder einem Insekt, sammeln sie Informationen und stellen ein Plakat zusammen, das der gesamten Schule als Informationsgrundlage dient. Außerdem arbeitet man an Pflanzenschildern, Vogelnistkästen und Insektenhotels sowie kleinen Kräuterbeeten, deren Kräuter man vor Ort in der neuen Küche zu Leckereien verarbeiten kann. Mit einem Preisgeld von 1250 Euro wurde die Schule mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Den zweiten Preis, für den 750 Euro ausgelobt waren, erhielt die Kita Steinbüchel. Mit Hochbeeten, Weidentipis, Wildblumenbeeten und wöchentlichen Waldtagen haben die Kinder hier die Gelegenheit, mit allen Sinnen Natur zu erfahren und Insekten und kleine Tiere zu beobachten.
Die Kita Rappelkiste wurde von der innogy mit dem dritten Platz und damit mit 500 Euro Preisgeld bedacht. Dort ziehen die Vorschulkinder in einem Hochbeet junge Gemüsepflanzen, die sie selbst pflegen und hegen. Den Gruppen sind jeweils eigene Beete zugeordnet, in denen sie auch das Zusammenspiel von Nützlingen und Schädlingen beobachten können. Besonders die Nützlinge werden hier mit kleinen Insektenhotels eingeladen und angelockt. Das selbst gezogene Gemüse wird in der Kita gemeinsam zubereitet und gegessen.
Über einen Sachpreis durfte sich die Villa Regenbogen freuen. Sie erhielt zwei Baumbewässerungskissen, die jeweils etwa 60 Liter fassen und dieses Wasser im Ablauf von sechs bis acht Stunden wieder abgeben. An die Wurzeln von Bäumen gelegt, versorgen sie diese in langen Trockenphasen mit dem lebensnotwendigen Element Wasser. Gemeinsam mit der Edeka-Stiftung bepflanzen die jungen Naturschützer ein Hochbeet auf dem Kita Gelände und haben zusammen mit ihren Erziehern und der Unterstützung des städtischen Baubetriebshofs ein Insektenhotel aus Holz und Kaninchendraht gebaut. Dort können die Kinder im Jahresverlauf Wildbienen, Tauf und Goldfliegen sowie Wespen beobachten.
Der Klimaschutzpreis wurde erstmals von der innogy gemeinsam mit der Stadt Meckenheim ausgelobt. Vereine, Institutionen, Bürger und Firmen hatten die Gelegenheit, sich mit Projekten und Ideen zum Thema Klimaschutz zu bewerben.
Die ersten drei Preise waren mit insgesamt 2500 Euro dotiert. In den 24 Jahren des Bestehens des innogy-Klimaschutzpreises durften sich die Engagierten von mehr als 6000 Projekten schon über Geld- und Sachpreise freuen. Die Schulleiterin der KGS Merl Gabriele Vitt war sichtlich erfreut über die Auszeichnung und schlug vor, dass Preisgeld in die naturnahen Pflanzungen zu investieren.
(v.li.) Bürgermeister Bert Spilles, Lydia Bauer von der innogy, Schulleiterin Gabriele Vitt und die Kinder freuen sich über den ersten Preis. Foto: Petra Reuter
