Rund 20 engagierte Leser/Innen halfen im Kloster-Wingert mit
Klostertrauben in konzertierter Aktion gerettet
Cochem./Kloster Ebernach. Er wollte nach eigenem Bekunden der größte und beste Winzer an der Mosel werden. Doch was der Möchtegern-Kellermeister aus „Down Under“ bei seiner Nacht- und Nebelflucht hinterließ, war nichts als Enttäuschung. Die machte sich speziell bei den Verantwortlichen vom Kloster Ebernach breit, die dem Wingert-Flüchtigen in jüngster Vergangenheit ihre gesamte Rebenfläche zwecks Vermarktung anvertraut hatten. Die ließ besagter Herr verwaist zurück. Nun war für die Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz guter Rat teuer, denn der Pachtvertrag mit o.g. Pächter war eigentlich auf 25 Jahre ausgelegt und jetzt galt es den in Sachen Quantität und Qualität hervorragenden Jahrgang zu retten. Leider sah das Kloster zunächst selbst keine Möglichkeit, die Trauben zu ernten und zu verarbeiten. Peter und Thomas Göbel vom Weingut Göbel-Schleyer (Ernst) sprangen dafür kurzfristig in die Bresche und erklärten sich nach Rücksprache und finanzieller Einigung mit der Klosterverwaltung dazu bereit, die Klostertrauben zu retten. Dazu blieb den beiden Profis allerdings nur ein schmales Zeitfenster und überdies mussten zusätzliche Traubenleser eingebunden werden. Per Mundpropaganda wurde daher kurzerhand ein Klostertraubenlesetag ausgerufen, an dem sich spontan 20 Helfer/Innen beteiligten. Zu deren Entlohnung, für eine Erntemenge von rund 30 Fuder Wein, gehörten überdies Federweißer und Zwiebelkuchen, sowie Kaffee und Kuchen. Die geernteten Trauben will Peter Göbel zu einem besonderen „Klosterwein“ ausbauen. TE
Elin und Alva Erichsen aus Flensburg waren mit Mama Berit und Papa Björn ebenfalls mit Freude bei der Sache.
