Allgemeine Berichte | 10.12.2021

Stadt Koblenz

Koblenz zeigt Flagge gegen Antisemitismus

Oberbürgermeister David Langner, der Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde Avadislav Avadiev und PD Dr. Margit Theis-Scholz, Dezernentin für Bildung und Kultur.Quelle: Stadt Koblenz

Koblenz. Gemeinsam haben sie direkt vor dem Rathaus ein deutliches Zeichen gesetzt: Oberbürgermeister David Langner, der Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde Avadislav Avadiev und PD Dr. Margit Theis-Scholz, Dezernentin für Bildung und Kultur. Mit der Aktion „Flagge zeigen für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus“ ruft der Kölner Verein, der das diesjährige Jubiläumsjahr „1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland“ koordiniert, dazu auf, sich klar zu positionieren. Für Langner eine Selbstverständlichkeit. „In Koblenz ist kein Platz für Antisemitismus“, betont er. „Wir wollen den Dialog in unserer Stadt weiter ausbauen, um Vorurteile abzubauen. Projekte und Veranstaltungen, die dies ermöglichen und dazu ermutigen, sich für demokratische Werte einzusetzen und Zivilcourage zu zeigen, spielen dabei eine wichtige Rolle.“ Die Aktion reiht sich ein in eine Reihe von Initiativen in diesem Jahr. „Die vielen Projekte und Veranstaltungen sind Ausdruck einer gut funktionierenden und fruchtbaren Zusammenarbeit mit der jüdischen Gemeinde, die auch unabhängig von dem diesjährigen Jubiläum besteht“, erklärt Theis-Scholz. Avadiev bestätigt diesen Eindruck: „Wir freuen uns, dass wir in Koblenz auf viele aufgeschlossene und interessierte Bürgerinnen und Bürger treffen und mit ihnen ins Gespräch kommen. Dabei geht es uns nicht nur um eine kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Der Holocaust darf nicht vergessen werden, doch ist es gerade heute umso wichtiger, auch auf das gegenwärtige jüdische Leben zu blicken und die Gemeinsamkeiten hervorzuheben, die wir als Religionsgemeinschaften und als Menschen haben.“ Am 11. Dezember 321 erließ der römische Kaiser Konstantin ein Edikt, das besagt, dass Juden städtische Ämter bekleiden dürfen. Damit ist belegt, dass jüdische Gemeinden bereits seit der Spätantike wichtiger integrativer Bestandteil der europäischen Kultur sind. 1700 Jahre später, im Jahr 2021, wird dieses Jubiläum gefeiert – bundesweit mit zahlreichen Veranstaltungen und Projekten, die die Vielfalt jüdischen Lebens präsentieren, Begegnung ermöglichen und helfen wollen, Vorurteile abzubauen.Auch in Koblenz wurden einige Projekte im Zusammenhang mit dem Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ umgesetzt, z.B. digitale Stolperstein-Gedenkrouten in der Koblenz App, ein jüdisch-christliches Konzert auf dem Florinsmarkt oder ein Vortrag über das Jungsein als Jude in Deutschland aus der Perspektive eines jüdischen Studenten. Die jüdische Kultusgemeinde öffnete eine ganze Woche lang im September ihre Pforten für interessierte Bürgerinnen und Bürger, um gemeinsam das jüdische Laubhüttenfest SUKKOT zu feiern und Einblicke in jüdische Traditionen und Festtage zu geben. Die Ausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung – Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach“ zeigte auf dem Clemensplatz Biographien von deutschen jüdischen Profiathleten und -athletinnen, neue Stadtführungen nehmen jüdisches Leben in Koblenz in den Blick. Beim literarischen Kammerkonzert mit dem Ensemble OPUS 45 und Schauspieler Roman Knižka wurden Spenden für den Bau der neuen Synagoge in Koblenz gesammelt. Das Stadtarchiv hat eine Publikation über das jüdische Leben in Koblenz und Umgebung erstellt, die insbesondere als praktische Unterrichtshilfe für Lehrkräfte gedacht ist und im Januar erscheint.

Basis für diese Programmvielfalt sind die vielen zivilgesellschaftlichen Initiativen und Vereine, wie die Christlich-Jüdische Gesellschaft für Brüderlichkeit und der Förderverein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus, das Katholische Forum sowie zahlreiche Kooperationspartner wie der Sportbund Rheinland, das Bundes- und das Stadtarchiv. Viele Angebote ermöglicht das Bundesprogramm „Demokratie leben!“, durch welches die Stadt Koblenz für die Umsetzung lokaler Projekte gefördert wird.

Hinweis:

Die Handflaggen können bei der Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie Koblenz, angesiedelt im Kultur- und Schulverwaltungsamt, auch für zukünftige Aktionen ausgeliehen werden.

Pressemitteilung der

Stadt Koblenz

Oberbürgermeister David Langner, der Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde Avadislav Avadiev und PD Dr. Margit Theis-Scholz, Dezernentin für Bildung und Kultur.Quelle: Stadt Koblenz

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Gitta Meyer: Ehrlich,die ganze Idee Buga im Mittelrhein ist falsch. Die Gemeinden sind verschuldet. Schauen sie sich Lahnstein an. Hier ist nichts los. Die Brücke wird bestimmt toll,aber sonst.....
  • Oliver Burggraf: Sehr schöne Vorabinfo vor dem Festival. Freuen uns schon drauf

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 3

  • Claus Wiest: Das Foto zeigt die Rheinfähre Linz-Remagen, aufgenommen von der Anfahrt auf der Linzer Seite mit Blick auf den Ort Kripp.
Dauerauftrag 2026
Dienstleistungen
Imageanzeige Werbeplan 2026
Schulhausmeister
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Maifest in Dedenbach
Angebotsanzeige (April)
100 Jahre Eifelverein Dernau
Empfohlene Artikel
Nico Luo (rechts) und Julian Luo.  Foto: Fei Luo
33

Bendorf. Beim Landeswettbewerb Jugend musiziert in Mainz am 19./20. März haben die beiden Brüder Nico und Julian Luo aus Bendorf in der Wertung „Klavier solo“ große Erfolge erzielt. Die beiden hatten sich beim Regionalwettbewerb Ende Januar in Neuwied durch erste Preise für den Landeswettbewerb qualifiziert und ihr Programm in monatelanger Arbeit mit ihrem Lehrer, dem Pianisten Thomas Mombaur aus Ettringen, einstudiert und immer weiter verfeinert.

Weiterlesen

Mara Hermes ist überzeugt von der Bedeutung des Ehrenamts.  Foto: privat
29

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Blutspenden, Karnevalsumzüge oder auch Großveranstaltungen wie Rock am Ring wären ohne sie kaum denkbar: die Ehrenamtlichen des Deutschen Roten Kreuzes. Sie engagieren sich in ihrer Freizeit, helfen Menschen in Not und leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Gesellschaft. In der Reihe „HeimatHelden“ stellt BLICK aktuell Menschen vor, die diesem Engagement ein Gesicht geben.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
17

Blaulichtmeile Koblenz am 09.05.2026

Thementag Kriminalprävention und Karriere in Koblenz

Koblenz. Die Polizei Koblenz lädt gemeinsam mit dem Ordnungsamt der Stadt, der Berufsfeuerwehr und dem Deutschen Roten Kreuz am Samstag, den 09.Mai 2026, ab 10:00 Uhr zu einem abwechslungsreichen Thementag am Löhrrondell in Koblenz ein.

Weiterlesen

Symbolbild.
75

Flucht trotz ausgelöstem Airback: Polizei stoppt Autofahrer unter erheblichem Alkoholeinfluss

22.04.: Kontrollverlust auf der B260: Alkoholisierter Fahrer flieht nach Unfall

Nievern. Am Abend des 22. April 2026, etwa um 20:15 Uhr, ereignete sich auf der B260 in Fahrtrichtung Bad Ems ein Unfall. Ein Fahrzeug geriet auf Höhe des Überfliegers im Nievern-Bereich außer Kontrolle, begann zu schleudern und stieß schließlich an den Bordstein. Der Schaden an der Felge war beträchtlich, und die Airbags des Autos wurden ausgelöst. Trotz dieser Umstände entfernte sich der Fahrer zunächst unerlaubt von der Unfallstelle.

Weiterlesen

Dauerauftrag
Imageanzeige
Hausmeister, bis auf Widerruf
Kleinanzeigen
Heizölanzeige
Anzeige Uhren Vintage
Anzeige Jaadeporz 2026
Maibaumstellen in Heimersheim
Maifest in Gönnersdorf
Stellenanzeige Kaufmännische/r Angestellte/r
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0253#
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Industriemechaniker
Gesundheit im Blick // Anzeige Kinder
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Innovatives rund um Andernach
Gesundheit im Blick
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr