Allgemeine Berichte | 31.03.2025

33. Koblenz Guitar Festival & Academy findet erstmals auf der Sayner Hütte statt

Konzerte, Seminare und Workshops

David Russel erhält in diesem Jahr von der Koblenz International Guitar Academy den Preis für das Lebenswerk.  Foto: David Russel

Bendorf-Sayn. Das Koblenz Guitar Festival & Academy wechselt in diesem Jahr nicht die Saiten, aber die Seiten – und zwar die des Rheins: Die Konzerte der 33. Ausgabe des renommierten Musikfestivals werden in diesem Jahr erstmals auf der Sayner Hütte stattfinden, die laut Festivaldirektor Georg Schmitz für diese Musik prädestinierte Konzertstätten bietet: „Die Krupp’sche Halle eignet sich akustisch besonders für die Solorezitals, die Gießhalle für die Orchesterkonzerte.“ Bislang fanden die in der Rhein-Mosel-Halle statt; die früher im Koblenzer Schloss veranstalteten Meisterkurse ziehen jetzt in die Landesmusikakademie auf Schloss Engers.

Als „absoluter Fan der Sayner Hütte“ hatte Schmitz, der als Professor an der Hochschule für Musik in Mainz lehrt, ohnehin schon länger ein Auge auf das Bendorfer Industriedenkmal mit seiner faszinierenden Architektur geworfen und rannte bei Geschäftsführer Dr. Björn Rodday offene Türen ein. Der betont: „Die Sayner Hütte vereint Geschichte und Gegenwart und bietet als lebendiger Resonanzraum für künstlerische Fragestellungen den idealen Rahmen für das Koblenz Guitar Festival. Inmitten der historischen Industriekulisse kann die Musik hier neue Perspektiven eröffnen, den Dialog zwischen Tradition und Innovation fördern und das kulturelle Erleben intensivieren.“ Die nahe Landesmusikakademie in Engers biete zudem beste Möglichkeiten für den Unterricht sowie die Verpflegung und Unterbringung der Teilnehmer und Dozenten, freut sich der Schmitz: „Man ist da jetzt ganz nah am Puls.“

Und der dürfte bei Freunden der Gitarrenmusik zwischen dem 1. und 9. Juni höherschlagen, denn dann trifft sich auf der Sayner Hütte alles, was in der internationalen Szene Rang und Namen hat. Zu erleben sind Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland und zahlreichen europäischen Ländern sowie aus Übersee. Sie treten solistisch und in unterschiedlichen kammermusikalischen Besetzungen auf. Dazu begrüßt das Festival unter anderem auch das Orchester und den Chor der Hochschule für Musik Mainz, das Oxalis Quartett, das Joscho Stephan Trio, das Koblenz Guitar Festival Chamber Orchestra und den französischen Flötisten Patrick Gallois.

Das Programm umfasst neben dem Konzertangebot spannende Seminare, Workshops und Meisterkurse sowie den alljährlichen Wettbewerb in Schloss Engers, Gesprächskonzerte und die Verleihung des Festivalpreises für das Lebenswerk an den Gitarristen David Russel. Während des Festivals präsentieren Instrumentenbauer ihr Portfolio an Zupfinstrumenten und laden zum Ausprobieren ein. Zusätzliche Attraktionen sind Klangkunst-Installationen von Studierenden der Abteilung Klangkunst-Komposition der Hochschule für Musik Mainz auf dem gesamten Denkmalareal der Sayner Hütte sowie tägliche Konzerte in der Kapelle des Heinrich-Hauses in Engers. Der Umzug der Reihe und die neuen Spielstätten hätten weltweit große Begeisterung hervorgerufen: „Es gibt bereits Anmeldungen aus Japan und Australien.“

Das Publikum kann bereits jetzt unter www.koblenzguitarfestival.de Tickets für alle Veranstaltungen erwerben und sich detailliert über die einzelnen Konzertprogramme informieren. Dort sind auch alle auftretenden Künstler vorgestellt.

David Russel erhält in diesem Jahr von der Koblenz International Guitar Academy den Preis für das Lebenswerk. Foto: David Russel

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