Allgemeine Berichte | 19.12.2025

Arbeitskreis „Brand- und Katastrophenschutz“ thematisierte Planungen zu Bedarf, Entwicklung und Ziviler Alarmierung

Kreis-Katastrophenschutz für Ernstfall gerüstet

Auf seiner jüngsten Sitzung befasste sich der Arbeitskreis „Brand- und Katastrophenschutz“ mit dem aktuellen Sachstand der Planungen zu Bedarf, Entwicklung und Ziviler Alarmierung im Bevölkerungsschutz.  Foto: Thomas Herschbach

Kreis Neuwied. Der Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises Neuwied ist gut aufgestellt und auch für das kommende Jahr gerüstet. Auf diesen Nenner lässt sich die jüngste Sitzung des gleichnamigen Arbeitskreises mit Landrat Achim Hallerbach und Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) Holger Kurz im Verwaltungsstabsraum des Brand- und Katastrophenschutzzentrums des Landkreises Neuwied bringen.

„Die Herausforderung `Bevölkerungsschutz´ nimmt in unseren Planungen eine herausragende Stellung ein. Um unserer Verantwortung gerecht zu werden und für alles gewappnet zu sein, werden wir weiter proaktiv die Initiative ergreifen und den bisherigen Weg vorausschauenden Handelns fortsetzen“, betonte Landrat Achim Hallerbach nicht zuletzt mit Blick auf die Verantwortung, vor die sich auch der Landkreis Neuwied gestellt sieht.

Vom Land ist Katastrophenschutz nämlich per Gesetz (LBKG) als eine Auftragsangelegenheit für die Landkreise gewidmet. „Darin enthalten sind die Aufstellung eines Bedarfs- und Entwicklungsplanes bis 31. Dezember 2027 sowie die Ausarbeitung von Gefahren- und Risikoanalysen und Alarm- und Einsatzplänen, bei denen die Landkreise federführend sind. Hinzu kommen Aufgaben wie die Bildung von operativen und administrativen Führungskomponenten, die Schaffung einer Struktur zur Einbindung Spontanhelfender und die Katastrophenalarmierung“, erläuterte BKI Holger Kurz den Mitgliedern des Arbeitskreises. Im Übrigen ist in den eindeutigen Landesregelungen zur Gesamtleitung ebenfalls die Notwendigkeit fixiert, die Stelle eines Brand- und Katastrophenschutzinspekteurs vorzuhalten, der seine Aufgaben hauptamtlich wahrnimmt. Ebenso wie die Regelungen zum Einsatz der medizinischen Task Force zählt unter anderem auch die verpflichtende Durchführung von Übungen zu den wesentlichen gesetzlichen Neuerungen.

Die Pläne müssen bis zum 31. Dezember 2027 dem Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz vorgelegt werden; allerdings ist die Landesregierung derzeit noch dabei, die entsprechenden Vorgaben zu entwickeln. Insofern macht es durchaus Sinn, wenn die Landkreise sich erst dann an die Planerstellung begeben, wenn die Vorgaben bekannt sind.

„Klar ist bereits jetzt, dass der Landkreis Neuwied für das Jahr 2026 Investitionen in Höhe von rund 2,7 Millionen Euro in seinen Brand- und Katastrophenschutz veranschlagt. Den Löwenanteil nimmt dabei der Ausbau des Sirenennetzes mit einem Volumen in Höhe von rund 1,15 Millionen Euro ein, an dem sich das Land mit einer Förderung von voraussichtlich 750.000 Euro beteiligt“, verweist Landrat Achim Hallerbach auf Eckdaten.

Im zur Neige gehenden Jahr 2025 bildete wiederum die Fertigstellung und Inbetriebnahme des Brand- und Katastrophenschutzzentrums das herausragende Ereignis. Bereits kurz nach der Einweihung erweiterten dort Blaulicht-Einheiten im Landkreis mit über 200 Führungskräften aus allen Feuerwehren und Hilfsorganisationen im Landkreis -darunter THW, DRK, DLRG und Malteser- im Rahmen der Führungskräfte-Fortbildung ihren Wissensstand.

Ihr professionelles Können, ihre Motivation und ihre Einsatzbereitschaft konnte darüber hinaus die Technische Einsatzleitung des Landkreises Neuwied bei einer großangelegten Katastrophenschutzübung im nördlichen Rheinland-Pfalz bei Wissen unter Beweis stellen. Dabei hatte die überörtliche Bereitschaft aus dem Leitstellenbereich Koblenz mit lokalen Kräften den Ernstfall geprobt.

„Solche gemeinsamen Übungen sind immens wichtig. Nicht nur, dass die anrückenden Kräfte ihre Fähigkeiten für den Marsch und die Führung üben können. Vielmehr sind auch wir als aufnehmende Kommune in der Lage, unsere Konzepte zur Unterbringung von Einsatzkräften und die Zusammenarbeit mit auswärtigen Einheiten ebenfalls zu testen. Vom gegenseitigen Austausch profitieren wir alle“, betont BKI Holger Kurz.

Seine Hausaufgaben macht der Landkreis Neuwied ebenfalls bei der Zivilen Verteidigung. Seit Jahren gibt es im Landkreis Neuwied den sogenannten „Verwaltungsstab“, in anderen Bundesländern als Krisenstab bekannt, der sich regelmäßig mit dem Ernstfall in seinen verschiedenen Ausprägungen auseinandersetzt. So wurden bei einer dreitägigen Schulung des Verwaltungsstabes im Frühjahr an der Bundesakademie für Bevölkerungsschutz und Zivile Verteidigung (BABZ) in Bad Neuenahr-Ahrweiler die weiterführenden Grundlagen des administrativ-organisatorischen Krisenmanagements thematisiert, erst kürzlich fand eine weitere interne ganztägige Übung des Verwaltungsstabes im Brand- und Katastrophenschutzzentrums statt.

„Wie im Sport führt nur das regelmäßige disziplinierte Training auf allen Leistungsebenen, in der gerade neue Erkenntnisse und Methoden eine Rolle spielen, zum Erfolg. Und der Erfolg ist umso wichtiger, wenn es nicht um ein Spiel, sondern um die Verantwortung für den Ernstfall des Bevölkerungsschutzes geht“, appellierte Landrat Achim Hallerbach an alle Verantwortlichen, in ihren diesbezüglichen Anstrengungen nicht nachzulassen.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Neuwied

Auf seiner jüngsten Sitzung befasste sich der Arbeitskreis „Brand- und Katastrophenschutz“ mit dem aktuellen Sachstand der Planungen zu Bedarf, Entwicklung und Ziviler Alarmierung im Bevölkerungsschutz. Foto: Thomas Herschbach

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Mirko Walden: Es ging doch darum, dass nicht gewarnt wurde und die Lage nicht erkannt wurde. Ebenfalls wurden keine Maßnahmen umgesetzt. Was ist hierzu passiert? Was bringen neue Sirenen, wenn nicht evakuiert wird?...
  • Dieter Borrmann: Der landschaftlich großartige Weg unterhalb Brauselay über den Conder Kreuzweg nach Cond ist teils unbefestigt, teils sehr glatt, teils steil. Sehr gutes, rutschfestes Schuhwerk (Profilsohle) wird unbedingt angeraten.
  • Bertram: Das ist mittlerweile der 4. Bus der von dieser Marke vollkommen ausbrennt. Des Weiteren berichte die Rhein Zeitung darüber, dass der VREM 37. Busse der ersten Generation vorsichtshalber außer betrieb...
  • Fabian F: Nichts Neues gefühlt ein Bus pro Woche
Imageanzeige
Titelanzeige KW 15
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
Anzeige KW 15
Stellenausschreibung Hausmeister/in
Aushilfskraft (w/m/d)
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
130 Jahre freiwillige Feuerwehr Bad Neuenahr und Tag der offenen Tür, 19.04.26
Empfohlene Artikel
Symbolbild.
399

Buchholz. Am Sonntag, dem 22.03.26 wurden im Rahmen eines Schadensfalls mit zwei toten und einem verschwundenen Damwild aus dem Gemeindegebiet Buchholz, Verbandsgemeinde Asbach (Kreis Neuwied) DNA-Abstriche genommen und an das Senckenberg Institut zur Analyse überstellt. Bei der Untersuchung der Proben wurde als Ergebnis „Wolf“ mit dem Haplotyp HW01 - daher zugehörig zur Mitteleuropäischen Flachlandpopulation - nachgewiesen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Maria Ginzler. Foto: privat
296

Die gebürtige Heimersheimerin hat sich im Kreisgebiet und darüber hinaus verdient gemacht.

Kreis Ahrweiler: Große Trauer um Maria Ginzler

Region. Nach kurzer Krankheit starb Maria Ginzler im Alter von 97 Jahren am Samstag, 11. April im Krankenhaus Mayen. Durch ihren ehrenamtlichen Einsatz hat sich die gebürtige Heimersheimerin im Kreisgebiet und darüber hinaus verdient gemacht.

Weiterlesen

Von links: Ortsvorsteher von Miesenheim, Stefan Kneib, gemeinsam mit Oberbürgermeister der Stadt Andernach, Christian Greiner.Foto: Stadtverwaltung Andernach / Elline Köckritz
15

Stadt Andernach verbessert Infrastruktur für Pendlerinnen und Pendler in Kooperation mit der Deutschen Bahn

Einfach umsteigen: Neue Fahrradabstellanlage am Bahnhof Miesenheim

Andernach. Die Stadt Andernach hat im Stadtteil Miesenheim eine neue Fahrradabstellanlage am Bahnhof errichtet. Das Projekt wurde in enger Abstimmung mit der Deutschen Bahn umgesetzt und stellt einen wichtigen Baustein für die Förderung nachhaltiger Mobilität dar.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Wir helfen im Trauerfall
Titelanzeige
Wohnträume
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
Koblenzer Kneipengeschichten
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
Wohnträume
Angebotsanzeige (April)
SO 2 - Wohnträume Sonderseiten- Modernisieren
Staplerfahrer (m/w/d)
Wir helfen im Trauerfall
Blütenfest Meckenheim
Titelanzeige
Rückseite