Allgemeine Berichte | 29.03.2022

Pfarreiengemeinschaft Plaidt-Miesenheim-Saffig

„Kreuzweg“ in Wort und Klang

Andernach.Am Freitag, den 8. April, wird um 20.00 Uhr in der Pfarrkirche St. Kastor, Andernach-Miesenheim, ein „Kreuzweg“ in Wort und Klang zu Gehör gebracht. Zur Aufführung wird der Kreuzweg („Le Chemin de la Croix“, op. 29) von Marcel Dupré – in Verbindung mit Texten von Paul Claudel – kommen. Diese Verbindung ist sozusagen authentisch : Marcel Dupré (1886 – 1971, Organist an Ste. Sulpice, Paris, Professor am dortigen Conservatoire, Interpret, Improvisator, Komponist und Pädagoge von Weltruhm) hatte 1931 in einem Konzert in Brüssel über die 14 Kreuzwegstationen (erregende Texte) von Paul Claudel – jeweils nach einer vorgetragenen „Station“ – über diese eine Art Kommentar improvisiert. Nach dem grandiosen Erfolg dieses Improvisationskonzertes schrieb Dupré das zunächst frei erfundene Werk Station für Station nieder. Die Stationen reagieren jeweils auf die sehr aussage- und ausdrucksstarken Texte Claudels, es kommt zu dramatischen Eklats (bspw. 1.Jesus wird zum Tode verurteilt, 9.Jesus fällt zum dritten Male unter dem Kreuz, 11. Jesus wird ans Kreuz genagelt, 12. Jesus stirbt am Kreuz) genauso wie zu „introvertierten“, meditativen Stimmungsbildern (4. Jesus begegnet seiner Mutter, 6. Veronika reicht Jesus das Schweißtuch, 8. Jesus begegnet den weinenden Frauen) ; zum anderen gibt es „programmatische“ Umsetzungen gewisser Handlungen in die Musik (5. Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen, 2. und 7. Jesus fällt zum ersten / zum 2. Male unter dem Kreuz, 13. Jesus wird vom Kreuz abgenommen und in den Schoss seiner Mutter gelegt, 14. Jesus wird zu Grabe getragen).

Insgesamt gesehen kann man den Kreuzweg von Marcel Dupré als ein genial angelegtes und umgesetztes, aber auch erschütterndes und geradezu atemberaubendes Werk betrachten, das durch Mark und Bein geht und dem Zuhörer in vielen Farben die ganze entsetzliche Brutalität und Grausamkeit des Leidensweges Jesu Christi vor Augen stellt – so z.B. auch den tauben, zerreißenden Schmerz Mariens, die all das mit ansehen musste. Gereon Krahforst spielt das große Werk Duprés an der Orgel; Benedikt Röhn aus Sinzig übernimmt den Sprecher-Part für die Texte von Claudel. Dauer: ca. 55 Minuten; der Eintritt ist frei; am Ende wird eine Türkollekte gehalten.

Herzliche Einladung zur dieser besonderen Veranstaltung.

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