Allgemeine Berichte | 04.09.2023

Sommerklausur des Fördervereins für das Ignatius-Lötschert-Haus

Kritische Zukunftsaussichten in der Altenpflege

Der Vorstand des Fördervereins und die Heimleitung freuen sich mit Vertretern des BWHW und Heimbewohnern über fünf neue rustikale Holzbänke für den Dementengarten des Seniorenzentrums. Foto: privat

Buchfinkenland/Horbach.In der traditionellen Sommerklausur des Fördervereins für das Seniorenzentrum Ignatius-Lötschert-Haus in Horbach wurde die zukünftige Lage der Altenpflege kritisch diskutiert. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass ohne grundlegende Veränderungen ein Kollaps droht, spätestens wenn die Boomer-Generation pflegebedürftig wird. Faktoren wie hohe Arbeitsbelastung und oft ungünstige Arbeitsbedingungen machen die Branche unattraktiv, was den Betrieb von Seniorenzentren für viele Träger wirtschaftlich riskant macht. Der Förderverein der Einrichtung will sich daher für gesellschaftliche Veränderungen und die Weiterentwicklung der eigenen Einrichtung einsetzen.

Der Förderverein ist jedoch optimistisch hinsichtlich des eigenen Seniorenzentrums. Starke Träger wie die Dernbacher Gruppe Katharina Kasper und die Alexianer planen, das Haus zukunftssicher zu gestalten. Ein Campus-Konzept sieht vor, das bestehende Gebäude zu sanieren und möglicherweise durch einen Teilersatzneubau zu erweitern. „Wir hoffen, dass erste notwendige bauliche Schritte bald umgesetzt werden“, kommentierte Vorsitzender Uli Schmidt.

Chris Martin, der Heimleiter, berichtete über eine positive Entwicklung der Tagespflege, die derzeit zu 73 % ausgelastet ist. Erwähnenswert ist die Einstellung von zwei Fachkräften aus den Philippinen durch die Alexianer. Eine Investition von ca. 450.000 Euro für eine neue Heizung und Aufzüge ist ebenfalls geplant. Der Wunsch, die Küche im Haus zu behalten und vor Ort für die Bewohner zu kochen, wurde von allen Anwesenden geteilt. Vor der Klausur wurden fünf neue Holzbänke für den Dementengarten übergeben. Diese wurden von Rehabilitanden des Bildungswerkes der Hessischen Wirtschaft in Montabaur hergestellt. „Insbesondere für ältere Arbeitssuchende können wir die Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern“, erklärte der Projektleiter Peter Bill. Vereinskassierer Hubert Kleppel informierte, dass der Verein derzeit von 153 Mitgliedern unterstützt wird. Die Beiträge ermöglichen zahlreiche Veranstaltungen, wie einen Infoabend zum Thema Demenz und eine Gemeinschaftsfahrt zur Gedenkstätte in Hadamar. Zukünftige Pläne des Fördervereins umfassen auch ein Neujahrsfeuer und die Mitgliederversammlung im Jahr 2024.BA

Der Vorstand des Fördervereins und die Heimleitung freuen sich mit Vertretern des BWHW und Heimbewohnern über fünf neue rustikale Holzbänke für den Dementengarten des Seniorenzentrums. Foto: privat

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