Großer Andrang auf 35. Herbstausstellung im „Offenen Atelier“ des Elgerter Malers Uwe Langnickel
Kühe an Wänden und auf Tischen
Andernach-Ansichten mit den Augen des Künstlers
Elgert. Langsam wird es eng im Wohn- und Atelierhaus des Malers Uwe Langnickel. Bei der Vernissage seiner neuesten Herbstausstellung war kaum noch hereinzukommen in die Ausstellungsräume, wo der Hausherr gemeinsam mit seinem Freund, dem Musiker und Musiklehrer Alexander Reffgen die aktuelle Schau vorstellte. Alexander Reffgen gab mit auf dem Saxophon vorgetragenen Melodien sein musikalisches Urteil über die neuesten Bilder von Uwe Langnickel ab: einfach ein Genuss, wenn auch nicht in akustischer, so doch in visuell-ästhetischer Sicht. Wobei, diesmal konnte man mit Uwe Langnickels Kunst auch mehr anfangen, als sie nur zu bewundern (und zu kaufen): Man konnte sich auch auf sie setzen! Denn seit einiger Zeit arbeitet der Künstler mit dem schwedischen Möbelkonzern Ikea zusammen und gestaltet einen der niedrigen, quadratischen Tische mit seinen variatonsreichen Kuh-Motiven.
Jetzt steht in vielen Wohnungen also nicht nur ein Pferd auf dem Flur, sondern auch eine Kuh im Wohnzimmer. Die originellen Einrichtungsgegenstände sind bei Langnickel und im Handel für 165 Euro zu erwerben. Für einen „großen“ Langnickel, zum Beispiel den großen Olivenbaum, muss man aber schon deutlich tiefer ins Portemonnaie greifen. 1.600 Euro ist der Preis des Gemäldes in Öl auf Leinwand.
Sylt, Griechenland und die Normandie sind die Landschaften, die den Künstler wieder zu neuen Werken inspiriert haben. Und, etwas außerhalb dieser geografischen Reihe: Andernach. Der Stadt am Rhein hat Uwe Langnickel einen großen Teil seiner Aufmerksamkeit und seiner künstlerischen Fähigkeiten geschenkt. Nicht zuletzt dank eines Auftraggebers in Andernach, der sein gastronomisches und Wellness-Unternehmen in der Stadt mit echten Langnickels dekoriert.
Im Gespräch mit „BLICK aktuell“ sagte der Künstler: „Es ist sicher bereits meine 35. Herbstausstellung. Neu ist die große Serie mit Andernach. Da sind 20 große Arbeiten entstanden. Die Idee mit den Kuhtischen hatte meine Druckerei. Es stellte sich schnell als ein großer Renner heraus. Besonders junge Leute kaufen das gerne. Dann habe ich aber auch sehr viel in Griechenland gemalt, Olivenbäume und Schafe – Reisebilder eben.“
1970 begann Uwe Langnickel ein Studium der Kunst und Kunstwissenschaft an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf für das Lehramt an Gymnasien. 1978 legte er das 2. Staatsexamen ab. Von 1971 bis 2010 war er Kunstlehrer am Martin-Butzer-Gymnasium Dierdorf. 2004 wurde ihm die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz verliehen.
Außer seiner eigenen Arbeit ist Uwel Langnickel aktuell noch ausgelastet mit den Malkursen, die er anbietet. Aktuell sind das drei, die aber alle schon ausgebucht sind. Das „Offene Atelier“ des Malers ist noch geöffnet bis zum 9. Dezember, jeweils sonntags von 11 bis 18 Uhr.
Alexander Reffgens musikalischer Kommentar zu den Bildern seines Freundes Uwe Langnickel war eindeutig: Spitzenklasse!
Langnickels Kuh-Motive zieren jetzt auch Tische. Das Möbelstück ist besonders bei jungen Leuten sehr beliebt, sagt der Künstler. Seine Tochter Isabella (links) kann das bestätigen.
