Allgemeine Berichte | 14.12.2016

Landkreis MYK ehrt Jugendbetreuer in Hilfsorganisationen

Tag des Ehrenamts - Landrat: Nachwuchsarbeit für die Zukunft von Mayen-Koblenz

In der Plaidter Hummerichhalle standen beim Tag des Ehrenamts die Jugendbetreuer der Katastrophenschutz- und Hilfsorganisationen im Fokus. Der Kreisbeigeordnete Rolf Schäfer, Jörg Perscheid von der Sparkasse Mayen-Koblenz, Landrat Dr. Alexander Saftig (2. bis 4.v.l.) und erster Kreisbeigeordneter Burkhard Nauroth freuten sich, dass die Jugendarbeit unterstützt wird. Einen Scheck der Sparkasse in Höhe von je 800 Euro nahmen (v.l.) Horst Klee vom Kreisjugendfeuerwehrverband Mayen-Koblenz, Alexander Ghabour von den Maltesern, Anja Baerwindt vom THW, Alexander Krämer vom DLRG Jugendbezirk Rhein-Mosel und Linda Stein vom DRK-Jugendrotkreuz entgegen.

KREIS MYK. Es war die letzte große eigene Veranstaltung für Landrat Dr. Alexander Saftig in diesem Jahr. Und doch war sie ihm deutlich mehr Herzenssache als bloße Pflicht: Beim Tag des Ehrenamts in der Plaidter Hummerichhalle standen die Jugendbetreuer der Katastrophenschutzeinheiten und Hilfsorganisationen im Fokus.

Bei einer Feierstunde dankt der Landkreis Mayen-Koblenz jährlich einer Personengruppe stellvertretend für die vielen unterschiedlichen Bereiche ehrenamtlicher Arbeit. Feuerwehr, Rotes Kreuz, Technisches Hilfswerk, Malteser und die Retter des DLRG leisten jedes Jahr unschätzbare Arbeit. Ein dauerhaftes Engagement wäre jedoch ohne eine organisierte Nachwuchsarbeit unmöglich: „Mit über 210.000 Einwohnern ist der Landkreis Mayen-Koblenz der bevölkerungsreichste Landkreis in Rheinland-Pfalz. Im Alter von 10 bis 16 Jahren leben bei uns insgesamt rund 12.000 Kinder und Jugendliche. Im Alter von 16 bis 20 Jahren rund 9.000. Das sind stolze Zahlen. Bei jedem einzelnen dieser 21.000 jungen Menschen stehen wir in der Pflicht und in einer gewissen Bringschuld“, so Saftig.

Die Vielzahl von Vereinen und Verbänden bilden laut Saftig das starke Fundament der Jugendarbeit, da sie, insbesondere auch im ländlichen Raum, von der Freizeitgestaltung bis zu den unterschiedlichsten Fortbildungen ein facettenreiches Angebot für junge Menschen schaffen: „Die Kinder und Jugendlichen lernen Verantwortung für sich selbst, ihr Team und für andere Menschen zu übernehmen.“ Das Engagement in den Katastrophenschutz- und Hilfsorganisationen trage zur Sicherheit der Gesellschaft bei: „Es ist mehr als ein Hobby.“

Eine sinnvolle Unterstützung und Ausbildung der Jugendlichen funktioniere nur, wenn flächendeckend und in jeder Gemeinde Menschen zu finden seien, die den Nachwuchs mit Verantwortungsbewusstsein betreuen und ausbilden. Man sei sich in Mayen-Koblenz dieser Leistungen bewusst: „Sie bilden das Fundament, auf das wir aufbauen können. Als Jugendbetreuer kümmern Sie sich um unser aller Zukunft. Sie begeistern mit innovativen Projekten und sinnvollen Maßnahmen zur Förderung von jungen Menschen. Ich möchte allen Ehrenamtlern ´Danke´ sagen für ihren tollen Einsatz für unsere jungen Menschen in der Region.“

Dass viele Ehrenamtler so gute Arbeit leisten, bedeute nicht, dass die Verwaltung sich „lächelnd zurücklehne“ und komplett aus der Verantwortung zurückziehe. „Wir sind uns bewusst, dass aktive Jugendarbeit ein hohes Maß an Aufwand mit sich bringt. Zeitlichen Aufwand und vor allem auch finanziellen Aufwand. Wir als Landkreis sind im Rahmen unserer Möglichkeiten sehr bemüht, zu unterstützen, wo es nur geht.“ Diese Unterstützung konnte beim Ehrenamtstag durch eine Spende realisiert werden: Jörg Perscheid, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Sparkasse Koblenz, überreichte Checks in Höhe von je 800 Euro an die fünf Organisationen. Die Finanzspritze soll in der täglichen Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen unterstützen. Man sei sicher, dass das Geld an geeigneter Stelle eingesetzt werde, um die Zukunft im Bereich des Katastrophenschutzes und der Hilfsorganisationen zu sichern.

Es werde zunehmend schwieriger, Jugendliche für sich zu gewinnen und für etwas zu begeistern, so der Landrat. Das gehe nicht nur den ehrenamtlichen Hilfsorganisationen so, das sei auch häufig in Sport- und Musikvereinen der Fall: „Einerseits liegt dies mit Sicherheit am rasanten technischen Fortschritt und auch an einem Überangebot an Freizeitmöglichkeiten.

Mit dieser Entwicklung geht auch ein Wertewandel in den Generationen einher. Was meiner Generation wertvoll erscheint, das kann möglicherweise den Jugendlichen heutzutage ziemlich egal sein. Das ist aber nicht schlimm. Im Gegenteil, das ist völlig normal. Werte und Lebensweisen ändern sich nun mal.“ Was erfolgreiche Jugendarbeit ausmache, sei eine gewisse Wandelbar- und Anpassbarkeit. Manchmal erforderten neue Wege auch Mut: „Jugendförderung ist eine Daueraufgabe, für die es kein Patentrezept gibt. In Mayen-Koblenz haben wir eine gesunde Anzahl an Jugendhilfsorganisationen. Gemeinsam müssen wir alles daran setzen, dass dies so bleibt, oder dass wir die Zahl im Idealfall noch ausbauen.“

In der Plaidter Hummerichhalle standen beim Tag des Ehrenamts die Jugendbetreuer der Katastrophenschutz- und Hilfsorganisationen im Fokus. Der Kreisbeigeordnete Rolf Schäfer, Jörg Perscheid von der Sparkasse Mayen-Koblenz, Landrat Dr. Alexander Saftig (2. bis 4.v.l.) und erster Kreisbeigeordneter Burkhard Nauroth freuten sich, dass die Jugendarbeit unterstützt wird. Einen Scheck der Sparkasse in Höhe von je 800 Euro nahmen (v.l.) Horst Klee vom Kreisjugendfeuerwehrverband Mayen-Koblenz, Alexander Ghabour von den Maltesern, Anja Baerwindt vom THW, Alexander Krämer vom DLRG Jugendbezirk Rhein-Mosel und Linda Stein vom DRK-Jugendrotkreuz entgegen.

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