Neue Majestät kommt erstmals seit 21 Jahren wieder aus der Niederhut
Lars Terporten ist neuer Junggesellen-Schützenkönig in Ahrweiler
Ahrweiler. Auftakt der Schützenfestfeierlichkeiten in Ahrweiler, die noch bis zum 13. Juni andauern werden: nach dem samstäglichen Zapfenstreich der Junggesellen-Schützen auf dem Marktplatz, folgte tags darauf mit dem Königsvogelschießen gleich ein weiterer, von der ganzen Stadt mit großer Spannung erwarteter Höhepunkt. Wie eh und je zog es die Menschen am Calvarienberg vorbei in die Quarzkaul, um Augenzeugen dieses alten Brauchtums zu werden. Und das hatte erneut einiges zu bieten, konkurrierten mit Nico Brenner, Stefan Jacobs und Lars Terporten doch gleich drei Kandidaten um die Königswürde. Nach knapp dreistündigem Wettkampf verkündeten um exakt 17:53 Uhr Böllerschüsse das Ende des Königsvogelschießens: Lars Terporten war es, dem mit dem 62. Schuss der entscheidende Treffer gelungen war und der sich damit zum neuen Schützenkönig krönte. Auf den Schultern der Schützenkameraden ging es anschließend zum Festzelt, wo Hauptmann Niklas Sebastian, Bürgerschützenkönig Dieter Zimmermann, Bürgerschützenhauptmann Jürgen Knieps, der erste Beigeordnete Peter Diewald, Pastor Jörg Meyrer, Ortsvorsteher Ferdi Heuwagen sowie die Abordnungen der Aloisiusjugend und der Junggesellen-Schützen aus Lantershofen die ersten von unzähligen Gratulanten waren. Als äußere Zeichen der Königswürde erhielt die neue Majestät aus den Händen des scheidenden Königs Niklas Eudenbach Interimsschild, Zepter und Königskette.
Unvergessliche Gänsehautmomente
Mit dem 27-jährigen Lars Terporten, der bereits im vergangenen Jahr am Königsschießen teilgenommen hatte, kommt 2026 der Schützenkönig der St. Laurentius Junggesellen-Schützen-Gesellschaft nach langen 21 Jahren erstmals wieder aus der Niederhut. Als Betriebswirt sowie als selbständiger Finanzdienstleistungsberater tätig, bekleidete Lars Terporten schon verschiedene Vorstandsposten bei den Niddehöde Jonge und im Tambourcorps, unter anderem als 2. Vorsitzender, Schriftführer und Kassierer. Dem großen Jubel in der Quarzkaul folgten dann mit dem traditionellen Einzug der neuen Majestät durch das Ahrtor zu den Klängen von „Tochter Zion“ und durch das heimische Niedertor noch zwei weitere, unvergesslichere Gänsehautmomente.
Es war einiges los in der Quarzkaul.
