Allgemeine Berichte | 06.12.2016

„Generation 40-plus“ im Spagat

Leben zwischen Pflege, Familie und Beruf

Veranstaltung des Vereins Bündnis für Familie beleuchtete Aspekte der alternden Gesellschaft und zeigte Lösungsmöglichkeiten auf

Freuten sich über eine gelungene Veranstaltung zu einem hochaktuellen Thema: Staatssekretär David Langner (2. v.r.), Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig (Mitte), Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein (2. v.l.), Bündniskoordinatorin Minka Bojara (r.) und Vereinsvorsitzender, Bernhard Dostert (li.).

Koblenz. Wer sich in einer „Sandwich-Position“ befindet, hat selten das große Los gezogen. Tatsächlich drückt die bildliche Umschreibung meist sehr treffend den Druck aus, der von mehreren Seiten auf die Betroffenen wirkt. Für die „Generation 40-plus“ ist das oft der Spagat zwischen Familie, Haushalt, Beruf - und den älter und hilfsbedürftiger werdenden Eltern oder Schwiegereltern. Im Gegensatz zur breit diskutierten Nachwuchsbetreuung wird die Pflege älterer Angehöriger jedoch bislang eher am Rande wahrgenommen, fand man beim Koblenzer Bündnis für Familie e.V. und organisierte eine Veranstaltung, die viele Informationen und Anregungen, aber auch konkrete und sehr individuelle Lösungsmöglichkeiten für die Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf bot. Für den Part „Informationen und Visionen“ hatte der Verein hochkarätige Referentinnen und Referenten gewonnen, die das, was sie zu sagen hatten, kurzweilig auf den Punkt brachten - und für manches Aha-Erlebnis sorgten. Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass 15 Prozent aller Koblenzer Haushalte bereits heute von alleinstehenden Senioren bewohnt werden? Ein Trend, der sich in den letzten Jahren beobachten ließ, wie Daniela Schüller von der kommunalen Statistikstelle deutlich machte.

So lange wie möglich in der vertrauten Umgebung bleiben

Eine Grundlage, auf der die nachfolgenden Experten ihre Beiträge aufbauen konnten. Adelheid von Stösser vom Vorstand des Pflegeselbsthilfeverbandes zeigte zum Beispiel konkrete Möglichkeiten auf, die es leichter machen, einen der größten Wünsche alter Menschen zu beachten: so lange wie möglich in der ihnen vertrauten Umgebung zu bleiben.

Mit der Alltagstauglichkeit technischer Assistenzsysteme befasste sich der Diplom-Physiker und Medizinphysiker Dr. Thomas Wenisch. Was über weite Strecken wie ferne Zukunftsmusik klang, ist technisch vielfach bereits heute möglich, betonte er.

Die Rechte von Arbeitnehmern, die Angehörige pflegen wollen, wurden durch die Bundestagsabgeordnete Gabi Weber erläutert. Die neuen Pflegegrade und Unterstützungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige stellte Gerd Strunk vom Sozialamt der Stadt vor.

Das Alter simulieren

Wer sich bei den Vorträgen mit den für ihn wichtigen Informationen versorgt hatte, der konnte nebenan auf der Messe individuellen Rat einholen – etwa bei den Koblenzer Pflegestützpunkten, der Demenzberatung, mehreren ambulanten Diensten oder bei der Demonstration technischer Hilfsmittel, die das tägliche Miteinander der Generationen deutlich erleichtern können. Sehr erhellend war in diesem Zusammenhang für viele Besucher das Tragen des Alters-Simulationsanzuges, der sie hautnah erleben ließ, wie sich „Altsein“ anfühlt.

Gelungener Mix

Es war die Kombination von allgemeinen Informationen und sehr persönlichen Gesprächen über die eigene Lebenssituation, die die Besucher überzeugte und die Veranstalter zufrieden zurückließ.

„Das Konzept ist aufgegangen“, freute sich Vereinsvorsitzender Bernhard Dostert, der die Veranstaltung gemeinsam mit Bündniskoordinatorin Minka Bojara, Schirmherr und Oberbürgermeister Professor Dr. Joachim Hofmann-Göttig, Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein und Staatssekretär David Langner begleitete. Unterhaltsam, aber niemals seicht griff das Stadtteiltheater Karthause das Thema immer wieder in kleinen, pointierten Sequenzen auf.

Pressemeldung

Bündnis für Familie e.V. Koblenz

Freuten sich über eine gelungene Veranstaltung zu einem hochaktuellen Thema: Staatssekretär David Langner (2. v.r.), Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig (Mitte), Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein (2. v.l.), Bündniskoordinatorin Minka Bojara (r.) und Vereinsvorsitzender, Bernhard Dostert (li.).

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