Vortrag über Indonesien im Dr. F. X. Michels-Institut der DVG
„Leben zwischen Hölle und Paradies"
Nächster Vortrag am 1. April
Mendig. So können Vorträge der Zukunft aussehen, denn in Full-HD-Projektion werden sogar Vulkane greifbar. Über 40 Besucher waren trotz Schnee und Glätte ins Dr. F. X. Michels-Institut der DVG in der Mendiger Brauerstraße gekommen und erlebten auf Großleinwand eine digitale Präsentation von Hans-Jürgen Knoblauch aus Dresden zum Thema „Indonesien - Im Reich der Vulkane“. Mit einem populärwissenschaftlichen Vortrag von Walter Reis geht es weiter am 1. April um 19 Uhr zum Thema: „Leben zwischen Hölle und Paradies“.
Es gehören schon Mut, Kraft und Ausdauer dazu, als Vulkanfan mit nur zwei Begleitern auf Trekkingtouren auf Sumatra, Krakatau, Java, Nordsulawesi und Halmahera die Schönheit indonesischer Vulkane zu erleben.
DVG-Mitglied Knoblauch ist begeistert vom Land und seinen überaus einfachen, freundlichen und lebensfrohen Menschen. „Bei der Mitfahrt auf Fahrrädern und Motorrollern mit Kamera habe ich mehr gezittert als bei den Rauch und Lava ausspeienden Vulkanen, an deren
Krater wir uns mit unseren Mitgliedsausweisen von der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft bis auf wenige hundert Meter nähern durften.“ Das Ergebnis dieser einmaligen Aufnahmen sahen die Vortragsbesucher und DVG-Geschäftsführer Wolfgang Kostka mit der Feststellung: „Heute haben wir die besten Aufnahmen von phreatomagmatischen Eruptionen sehen dürfen und sind außerordentlich begeistert! So schön kann Vulkanologie sein.“
Bei dem Institutsvortrag am 1. April können Besucher hautnahe Beobachtungen an verschiedenen Eruptionsformen des aktiven Vulkanismus erleben. Walter Reis wird die Präsentation mit eigenen Filmen und Fotos, die er bei einer „Vulkanreise“ nach Hawai und zu Teilen des „Pazifischen Feuerrings“ aufnehmen konnte, anschaulich belegen. Heinz Lempertz ist als ehrenamtlicher Institutsleiter auf diesen Vortrag besonders gespannt, weil Autor Reis gerade erst vor wenigen Wochen vom höchsten Vulkan der Erde, dem 6.893 Meter hohen Ojos del Salado in Chile, mit vielen Eindrücken und fünf Kilo leichter zurück- gekehrt ist.
