Leserbrief: Brandgefahr auf der Paradieswiese: Bürger sind besorgt
Leider auch im negativen Sinne. Vermehrt mussten aufmerksame Waldbesucher in den letzten Wochen im Bereich der Paradieswiese oberhalb von Bad Neuenahr verwundert feststellen, dass einige Besucher „bewaffnet“ mit einem Holzkohle-Grill, gerade an den Wochenenden, sich von Mittags bis in die Abendstunden gemütlich eingerichtet hatten. Eines
Vorweg: Keiner möchte Menschen das Zusammensein und den Spaß am Grillen nehmen! Wenn jedoch, wie in diesen Fällen, schattensuchend mit einem Holzkohle-Grill direkt und unmittelbar neben den trockenen Bäumen, teilweise in einem Abstand von weniger als drei Metern die Grillflamme lodert und Funkenflug entsteht, endet der Grillspaß, denn hier beginnt ein unnötiges Waldbrandrisiko. Der Deutsche Wetterdienst weist für weite Teile von Rheinland-Pfalz die zweithöchste Waldbrand-Gefahrenstufe (Stufe 4 von 5) aus. Man stelle sich folgendes Szenario vor: Im unmittelbar benachbarten, bei Outdoor-Fans und Familien gleichermaßen beliebten Waldkletterpark – einer wichtigen Attraktion unserer Region – befinden sich Kinder und Erwachsene in den Bäumen des angrenzenden Waldbereichs. Im Falle eines durch Funkenflug ausgelösten Brandes könnten sich die Flammen innerhalb kürzester Zeit ausbreiten und die Menschen im Kletterpark in eine lebensgefährliche Situation bringen.
Im Sinne der Sicherheit für Mensch und Natur könnten verstärkte Kontrollen (gerade an den Wochenenden) durch das Ordnungsamt und ggf. der Polizei ein wirksames Mittel sein, um Verstöße gegen das Verbot offenen Feuers im Wald zu unterbinden und eine akute Waldbrandgefahr deutlich zu reduzieren. Denn auch nur ein in Teilen zerstörter Wald wäre für unsere Kur- Fitness- und Gesundheitsregion ein verheerender Einschnitt, ökologisch, touristisch und für die Lebensqualität der Menschen vor Ort.
Björn Friedrich,
Bad Neuenahr
Symbolbild. Foto: pixabay.com