Schlossgarde Montabaur feierte Jubiläums-Gala zum 33-jährigen Bestehen
Let‘s swing and party on!
Montabaur. Die Karnevalisten haben es ja bekanntlich mit der Zahl 11, dabei wird diese Zahl entweder addiert, multipliziert oder dividiert. Die Schlossgarde Montabaur wurde am 3.10.1986 gegründet, besteht also auf den Tag 33 Jahre, 3 mal 11 ergibt 33, somit war ein triftiger Grund gefunden, ein rauschendes Fest zu veranstalten. Über der Gala stand das Motto des Abends: „Keep swinging, auch nach 33 Jahren noch voll in Schwung.“ Getreu diesem Motto waren viele weibliche Besucherinnen im Stil der 20/30 er Jahre gewandet, mit Federhütchen und Charleston-Kleid. Viele Männer trugen die für diese Zeit typischen Schiebermützen, dazu Knickebocker mit Hosenträger. Bei der Planung und Gestaltung des Programms hielt sich Kristine Sajzewa, als Hauptorganisatorin des Abends, an die Vorgaben des Mottos. „Zurück in die gute alte Zeit“, aber mir Swing und Schwung.
Das Programm der Schlossgarde erfüllte alle Ansprüche
Zur Einstimmung auf den Abend unterhielt „Piano Man“ Walter Born die in die Stadthalle strömenden Zuschauer mit virtuosem Klavierspiel und Gesang. Nach einem interessanten Schattenspiel, bei dem hinter einer beleuchteten Leinwand zwei Figuren Geschichten erzählten, betraten Carsten Irrgang und Patrick George die Bühne, 1. Und 2. Vorsitzende der Schlossgarde, die Bühne, um die Moderation zu übernehmen.
Vorab kann beiden eine kurzweilige, schlagfertige und unterhaltsame Moderation attestiert werden. Es stellte sich heraus, dass die Veranstaltung sich ganz von dem sonst üblichen karnevalistischen Trubel losgelöst hatte, und sich ganz dem Leitmotiv „Keep swinging“ der 20/30 er Jahre widmete. Die Jungkadetten der Schlossgarde stellten die Stunde der Geburt der Schlossgarde im legendären Gasthaus „Krolli“ in Montabaur nach, als sich am 3.10.1089 dort elf Männer trafen, um in bierseliger Stimmung die Gründung der Schlossgarde als Verein zu beschließen. Die jungen „Schauspieler//innen heimsten großen Applaus für ihre Darstellung ein. Dann folgte der umjubelte Auftritt von „Swinging eleven“, die meisten Besucher fragten sich, wer oder was ist „Swinging eleven“? die Antwort folgte auf dem Fuße, als das Männerballett der Schlossgarde, ergänzt um 2 Frauen, stilecht gekleidet in Swinging Style“ Hüften und Beine schwangen und kreisen ließen. Bei einer Karnevalssitzung wäre unweigerlich eine „Rakete“ fällig gewesen, weil die Vorstellung absolut begeisterte.
Im Anschluss betraten die Sänger des A-Capella - Ensembles „Cannibale Vocale“ die Bühne, die mit ihrem feinen Chorgesang überzeugten. Gespickt mit einigen Sketchen, holten sie einige bekannte Hits aus ihrem Repertoire hervor: „Muss i denn zum Städtele hinaus“, „Mad World“ oder von den „Ärzten „Westerland2 und „Junge“. Erst nach zwei Zugaben durften die Sänger die Bühne verlassen, um Platz für viele Gratulanten zu schaffen, die der Schlossgarde die Glückwünsche von Kommunen, Vereinen und Sponsoren überbrachten. Ohne Pause ging es Schlag auf Schlag weiter, zunächst zog der Zauberer Benjamin Fritz seine Show ab. Er verblüffte ein ums andere Mal mit seinen Tricks, mal waren es schwebende Tische, dann verknotete und entwirrte er Seile in verschiedenen Stärken, um sie dann wieder in viele Teile zu kürzen, und auch wieder zu verlängern.
Den Rest des Abends bestritt eine „Koblenz-Fraktion“, da alle folgenden Künstler/inne aus Koblenz, oder der näheren Umgebung kommen. Den Anfang machten die „Candy Cats“, ein bezaubernden weibliche Trio, welches den Saal mit Tanz, Comedy und Varieté genial in die 30er Jahre zurückversetzte. Nach dem beifallumrauschten Auftritt der drei Grazien enterten „Willi & Ernst“ nicht nur die Bühne, sondern auch den Saal. Zu den beiden Kowwelenzer Original viele Wort zu verliere, hieße Eulen nach Athen zu tragen.
Sie spielten mit sich und dem Publikum, ohne Eitelkeit, auch sich selbst veralbernd. Wahre Lachsalven jagten durch die Stadthalle, erbarmungslos wurde Kalauer auf Kalauer rausgehauen. Der Auftritt von „Willi & Willi“ war der vorläufige Höhepunkt eines Abends, der den Ausdruck „Gala“ auch wirklich verdient hatte. Dafür kann Kristine Sajzewa und ihren Helfern/(innen nicht genug gedankt werden. Die Big Band „Swing & More“ aus Koblenz hatte die Ehre, den Galaabend zu beschließen, die im typischen Big Band-Stil Jazz, Swing, Rock. Pop und Funk intonierten.
Die Jubiläums-Gala der Schlossgarde war der Auftakt zu einer Reihe von weiteren Feierlichkeiten und Events anlässlich der 33 Jahre des Bestehens.
Doch allzulange muss die Schlossgarde nicht auf das nächste Event zu warten: Am 11.11.2019 findet die Kürung des karnevalistischen Dreigestirns statt, ebenso wird Lina Marie Karg den Thron der Kinderprinzessin besteigen. Als Stargast konnte Bruce Kapusta, der „Clown mit seiner Trompete“ gewonnen werden, absolut sehenswert. Höhepunkt im Jahr 2020 dürfte die Veranstaltung am 27. Juni 2020 sein, wenn unter dem Motto „Kölsche Tön‘ unterm Schloss“ die Creme de la Creme des kölschen Karnevals in Montabaur auf der Eichswiese seine Visitenkarte abgibt: BRINGS, PAVEIER, DOMSTÜRMER und die RÄUBER. Es wäre sinnvoll, bereits heute Karten zu erwerben, vielleicht als Weihnachtsgeschenk geeignet?
Zum Schluss noch eine geheime Neuigkeit, die so geheimnisvoll war, dass jeder Bescheid wusste: Das närrische Dreigestirn bilden in der neuen Session Carsten Irrgang als Prinz Carsten I., Partick George als „Ihre Lieblichkeit Patricia“, sowie Thomas Heibel als „Seine Deftigkeit Bauer Thomas“.
Zauberer Benjamin Fritz „verzauberte“ das Publikum.
„Cannibale Vocale“ begeisterten auf ganzer Linie.
Die Kadetten der SG spielen die Gründungsversammlung nach.
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