Allgemeine Berichte | 30.09.2024

Landrat Achim Hallerbach eröffnet Ausstellung mit phantastischen Bildnissen von Lars Ulrich Schnackenberg aus Unkel

„Life is an open work“ wird im Neuwieder Roentgen-Museum anhand von farbenintensiven Bildcollagen dargestellt

Künstler und Veranstalter. Foto: Jürgen Grab

Neuwied. Eine eindrucksvolle Sonderausstellung anlässlich der zwanzigjährigen Schaffensphase des Unkeler Künstlers Lars Ulrich Schnackenberg stellt eine unnachahmliche künstlerische Retrospektive dar und bildet eine wunderbare Brücke zu allen Kunstfreunden der Region, die die Werke des Unkeler Künstlers, nicht zuletzt wegen der verwendeten farbenfrohen Enkauistik-Technik besonders lieben (in Wachs gebundene Farbpigmente heiß auf den Maluntergrund aufgetragen). Diese und etliche weitere Informationen gab Professor Dr. Dieter Ronte, der als ehemaliger Leiter des Bonner Kunstmuseums Lars Ulrich Schnackenberg und seinem künstlerischen Werk immer wohlwollend begleitete.

Eine zweifellos eindrucksvolle Bilderschau unter dem Titel „Life is an open work“ im Neuwieder Roentgen-Museum ist unbedingt ein Grund diese Exposition im Roentgen-Museum zu besuchen und wird die jeweiligen Gäste, nicht zuletzt aufgrund der zu sehenden phantastischen Farbenpracht, unbedingt faszinieren. Die Einführungsrede bei dieser Vernissage am vergangenen Sonntag hielt wie gewohnt in Anwesenheit des vormaligen Museumsdirektors Bernd Willscheid Landrat Achim Hallerbach, der neben dem renommierten Künstler aus Unkel, dem Laudator und den musikalischen Künstlern eine Vielzahl interessierter Museumsfreunde , u.a. auch die Fürstinnen „zu Wied“, begrüßen konnte.

Hallerbach berichtete, dass es der Museumsleiterin Jennifer Stein gelungen ist, den multi-befähigten Künstler Lars Ulrich Schnackenberg aus Unkel „an Land zu ziehen“, der mit Freude etliche seine unnachahmlichen Kunstwerke mit der selten gewordenen Kunsttechnik Enkauistik gestaltet hat und nunmehr , im Röntgenmuseum bis zum 3. Oktober während der üblichen Öffnungszeiten des Röntgenmuseums präsentiert. Es war der Kunsthistoriker, Prof. Dr. Dieter Ronte, der gemeinsam mit der Museumsleiterin Jennifer Stein und einer weiteren bekannten Kunstkennerin einen Katalog über diese phantastische Bilderschau des Künstlers erstellt hat.

. Umrahmt wurde die Vernissage mit einem musikalischen Dialog zwischen Alexander Reffgen mit dem Saxophon und auf dem Klavier und Ralf Grottian mit seinen diversen Mundharmonikas, wobei der Künstler etwa 100 dieser Mini-Instrumente mitgebracht hat, die er mit besonderer Intenstät und eindrucksvoller Musikalität beherrscht. Beide Künstler konnten sich des Beifalls der Gäste im Festsaal des Museums sicher sein.

Seit mehr als zwanzig Jahren ist der in Unkel lebende Künstler Lars Ulrich Schnackenberg nun schon seinem speziellen Medium treu. Professor Dr. Dieter Ronte erläuterte zur Arbeitsweise des Künstlers:

„Mit einer Kombination von Fotografie und der heute selten verwendeten Technik der Enkauistik, bei der mit einer Schicht aus Leimen, Wachsen, Ölen und Farbpigmenten eine haptische Auflage auf die Bilder angebracht wird, erhalten die Bilder eine eindrucksvolle Ansicht, die fasziniert“, thematisiert der Künstler gleichsam Themen des Weltgeschehens wie auch Eindrücke aus seinem alltäglichen Leben. So setzen sich Schnackenbergs Werke der letzten zwei Jahrzehnte zu einer Art Tagebuch zusammen, das sowohl von persönlicher als auch von umfassender Bedeutung ist und den Betrachter mit seiner subtilen und doch gewaltigen Ästhetik gefangen nimmt“, erläuterte der universitäre und praktische Fachmann der diffizilen Kunstrichtung. . Die umfangreiche Ausstellung im Roentgen-Museum Neuwied bildet eine Retrospektive von Schnatkenbergs Schaffen in letzten mehr als zwanzig Jahren. Geöffnet: Di. bis Fr. 11 - 17 Uhr, Sa., So. und feiertags 14-17 Uhr. Montags geschlossen, Sa. freier Eintritt.

Künstler und Veranstalter. Foto: Jürgen Grab

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