Allgemeine Berichte | 24.06.2024

382 Teilnehmer an Freibad-Umfrage und 91 Prozent sind für Erhalt

Linzer Freibad soll erhalten bleiben

Bürger wollen beim Freibad Linz nicht vor verschlossenen Toren stehen. Fotos: AWI

Linz. 382 Teilnehmer haben an der Umfrage zum Freibad Linz teilgenommen. 91 Prozent finden den Erhalt wichtig, 63 Prozent würden sich zum Erhalt des Bades auch aktiv einbringen oder unterstützen, um den Erhalt sicherzustellen. Auch höhere Eintrittspreise würden akzeptiert. Und 124 Vorschläge wurden eingereicht.

Dies hat eine Umfrage im Rahmen des Smart City Projektes ergeben. Vom 19. April bis 27. Mai konnten die Bürger auf der Internetseite https://mitmachen.smarte-region-linz.de/ an der Umfrage teilnehmen. Auch die detaillierten Ergebnisse der Umfrage mit elf Fragen sind dort unter dem Projekt „Freibad“ zu finden. Obwohl die 382 Teilnehmer an der Freibad-Umfrage gerade einmal etwas über fünf Prozent der rund 6.500 Einwohner Linz‘ abbilden, ist man mit der Beteiligung zufrieden. „Insbesondere hat mich beeindruckt, dass viele auch etwas zum Erhalt beitragen wollen“, sagte Noch-Bürgermeister Dr. Hans Georg Faust bei der Vorstellung der Ergebnisse der Umfrage im Sitzungssaal des Rathauses.

Schwimmverein, Förderverein und Stadt sehen das Umfrageergebnis als Bestätigung, sich für den Erhalt des Schwimmbades einzusetzen. 1933 ist das Linzer Freibad aus einem Froschteich, der Teil des Altenbachs war, entstanden. In den vergangenen Jahren wurden regelmäßig Erhaltungsmaßnahmen für die Aufrechterhaltung des Freibadbetriebs durchgeführt. Betrieben wird das Bad durch einen externen Dienstleister, Grundstückseigentümer der bebauten Fläche ist der Schwimmclub Linz 1922 e.V. Der im Januar 2023 gegründete Förderverein will die Instandhaltung, Sanierung und Ausstattung des Freibads zu fördern und unterstützen.

Sanierung kostet über drei Mio. Euro – ein Luxusbad wird es aber nicht geben

Die Sanierung des Bades würde nach ersten Untersuchungen über eine Million Euro kosten, mit notwendigen Ertüchtigungen käme man auf 3,2 Millionen Euro, die aber nicht auf einen Schlag, sondern Zug um Zug über einen längeren, modularen Sanierungs-/ Modernisierungszeitraum gestreckt aufzubringen sind. „Eine Luxusvariante würde 6,5 Millionen kosten. Das ist aber keinesfalls geplant und ließe sich auch baurechtlich gar nicht umsetzen“, sagte Dr. Faust. Es werde in Linz kein Luxus-Spaßbad geben, so Faust weiter. In den Haushalt eingestellt seien für das nächste Jahr bereits 500.000 Euro zur Sanierung des Kinderbereiches, sagte Michael Schneider, Beigeordneter. Fördermittel für weitere Investitionen seien bei Kreis, Land und einer Privatstiftung zunächst grundsätzlich angefragt worden, „wenn Summen durch Kostenermittlung feststehen, sollen wir dort erneut vorstellig werden“, führte Faust aus.

Viele Umfrageteilnehmer wollen aktiven Beitrag leisten

Der designierte Bürgermeister, Helmut Muthers, hob die im Rahmen der Umfrage von den Umfrageteilnehmern angebotenen Eigenleistungen hervor, die jetzt geprüft würden. Rund 100 Personen hätten für Nachfragen ihre Daten hinterlassen. Und diese Unterstützungsangeboten können durchaus als ernst gemeint zu werten sein. Michael Schneider berichtete von zwei Feuerwehrleuten, die neben ihrem Job im Freibad als Rettungsschwimmer Dienst leisten, ebenso, wie ein weiblicher Freibad-Gast, bereits 60 Jahre alt. Die hätte letztes Jahr im Freibad den Rettungsschwimmer gemacht und würde nun auch Rettungsschwimmerdienst leisten.

Die Ergebnisse der Umfrage würden nun an die politischen Entscheider und Gremien weitergegeben, sagte die Projektleiterin des Modellprojektes Smarte Region Linz. Sie verwies auch darauf, dass auf der Beteiligungsplattform https://mitmachen.smarte-region-linz.de/ in Kürze die nächsten Umfrageprojekte starten. Für nicht Internet-affine Bürger gibt es auch die Möglichkeit, analog und vor Ort im Rathaus an den Umfragen teilzunehmen.

Auf Linzer Bürger begrenzt ist die Teilnahme an den Umfragen auf der Plattform übrigens nicht. Auch Bürger aus der Umgebung der Verbandsgemeinde z.B. Neustadt (Wied), Buchholz (WW), von der anderen Rheinseite und sogar aus Bornheim im Vorgebirge haben sich an der Freibad-Umfrage beteiligt.

Weitere Informationen

Das Freibad Linz hat folgende öffentlichen Badezeiten: Montag: 6 bis 12 Uhr, Dienstag: geschlossen, Mittwoch: 6 bis 18 Uhr, Donnerstag und Freitag: 12 bis 18 Uhr (in den Sommerferien ab 10 Uhr) sowie Samstag, Sonntag, an Feier- und Brückentagen: 10 bis 18 Uhr. Bei Temperaturen unter 18 Grad und/oder Dauerregen schließt das Freibad bereits früher bzw. um 14 Uhr.

Pflege, Betrieb und Instandhaltung ihres Freibades würden die Linzer aktiv unterstützen.

Pflege, Betrieb und Instandhaltung ihres Freibades würden die Linzer aktiv unterstützen.

Bürger wollen beim Freibad Linz nicht vor verschlossenen Toren stehen. Fotos: AWI

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