Von Ellenz-Poltersdorf nach Uganda und zurück
Lisa Zappe und ihr Traum von Afrika
Moselanerin bleibt dem Kontinent weiterhin verbunden – In Kürze stehen eine Rückkehr und ein neues Projekt an
Ellenz-Poltersdorf. Lisa Zappe ist nun wieder zu Hause. Allerdings hat sie sich laut eigenen Aussagen nur schweren Herzens in das Flugzeug nach Deutschland gesetzt, weil sie ein liebgewonnenes Land, aber vor allem liebenswerte und ihr ans Herz gewachsene Menschen zurücklassen musste. Die engagierte Moselanerin, die im vergangenen Jahr zu einem 14 Monate andauernden Aufenthalt nach Uganda aufgebrochen war, um hier für die Organisation „OURS“ (Organised Useful Rehablitation Service) eine Kinderstation im Mbarara hilfreich zu unterstützen, sprach nach ihrer Rückkehr von einer lebensprägenden Erfahrung, wie sie schöner und bereichernder nicht hätte sein können. Natürlich war sie froh, ihre Familie wieder in die Arme schließen und Freunde treffen zu können, aber schon nach wenigen Tagen fehlte ihr Uganda. Zwischenzeitlich besucht die Medizinische Fachangestellte (MFA) wieder die Universität Münster, wo sie aktuell ein Studium für Soziale
Arbeit belegt. „Aber mein nächster Flug nach Afrika ist schon gebucht“, sagt sie mit freudigem Lachen beim Gespräch mit Blick aktuell. Demnach sitzt Lisa bereits Ende Dezember wieder im Flieger nach Uganda, wo sie sich mit Gleichgesinnten für ein Schulprojekt für behinderte Kinder einsetzen will. Auf die Frage, warum sie denn so schnell wieder nach Afrika zurück möchte, antwortet Lisa spontan: „Ich vermisse sehr die Offenheit, die Freundlichkeit und die Lebensfreude der Menschen, die mich in Uganda den ganzen Tag umgeben hat!“
„Das Herz ist noch in Afrika“
„Manchmal habe ich das Gefühl, das nur mein Körper zurück in Deutschland ist und mein Kopf und mein Herz einfach noch nicht angekommen sind. Der Abschied von meinen Kollegen auf der Arbeit sowie unseren kleinen Patienten, aber auch meinen Freunden und Nachbarn ist mir unheimlich schwer gefallen. Irgendwie konnte ich es selber nicht wirklich glauben, dass rund 14 Monate in Uganda vorbei waren! In meinen letzten Wochen in Uganda war ich im Seminarteam, um die neuen Freiwilligen anzuleiten und habe Freunde und Kollegen besucht. Bei einer Tauffeier mit rund 200 Gästen musste ich dann zu meinem Leidwesen allen etwas vortanzen“, erzählt Lisa und kann sich dabei eine Lachträne nicht verkneifen. Ihre Tätigkeit in Afrika sowie den Kontakt zu den Leuten vor Ort will sie auch künftig aufrechthalten. Vielleicht über ein DAAD-Stipendium (Deutscher Akademischer Austauschdienst) der deutsche Studierende, Graduierte, Doktoranden, Promovierte und Hochschullehrer
unterstützt, so wie Lisa es sich in absehbarer Zeit wünschen würde.
Dass sie am liebsten weiter in Mbarara und Uganda geblieben wäre, daraus macht die Moselanerin heute keinen Hehl: „Ich freue mich schon jetzt auf die lachenden Gesichter der Menschen, die mich demnächst wieder vor Ort begrüßen werden!“ Ihr Fazit: „Ich habe mich noch nie so wohlgefühlt und war noch nie so glücklich wie dort!“
-te
Ein tierischer Freund. Dieser kleine Elefant ist ein Waisenkind und wird vor Ort privat aufgezogen.
