Spendenübergabe an die Feuerwehr Waldorf
Löschrucksack erleichtert die Arbeit
Waldorf. Dank einer persönlichen Spende durch den Vorsitzenden des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Waldorf, Klaus Hameyer, konnte noch rechtzeitig vor der großen Trockenheit ein Löschrucksack mit zusätzlicher Ausrüstung beschafft werden. Umgehend organisierte die Wehrführung eine theoretische und praktische Ausbildungseinheit im Rahmen des turnusmäßigen Übungsplanes um den Umgang mit diesem Gerät, zu erlernen.
Gleichzeitig übergab der Förderverein sechs wendige D-Schläuche mit den entsprechenden Strahlrohren und Verteilern die besonders, wegen des Gewichts, für die Ausbildung in der Jugendfeuerwehr benutzt werden können. Tenor aller Beteiligten: Eine sehr sinnvolle Anschaffung, die einen schnellen, effektiven Einsatz im Außenbereich ermöglicht.
So entsteht ein Waldbrannt
Allgemein wird in der Bevölkerung davon ausgegangen, dass Flächenbrände primär durch Glasscherben, weggeworfene Zigaretten oder abgestellte Autos mit heißen Katalysatoren entfacht werden. Dies alles können Ursachen sein, doch viel gefährlicher ist eine achtlos in der Natur entsorgte PET-Flasche, die mit Flüssigkeit gefüllt ist. Die wichtigsten Utensilien im Kampf gegen die Flammen sind zum einen die Löschrucksäcke und zum anderen die sogenannten Feuerpatschen mit einem breiten, flachen Ende, mit dem die Bodenbrände ausgedrückt werden können.
Der Löschrucksack ist jedoch zehn Mal effektiver als die Feuerpatsche und funktioniert so ähnlich wie eine Wasserpistole. Mit wenig Wasser wird hier eine große Wirkung erzielt. Denn in der freien Natur ist die nächste Wasserstelle oft weit entfernt. Löschrucksäcke sind kein unnötiger Luxus, sondern eine sinnvolle Ergänzung der Ausrüstung für die Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung. Dies hat der Deutsche Feuerwehrverband bereits 2009 in seiner Fachempfehlung „Sicherheit und Taktik im Waldbrandeinsatz“ ausdrücklich erwähnt. Allerdings sind sie in Deutschland noch nicht weit verbreitet.
In Kombination mit den wendigen D-Leitungen ist das Einsatzpersonal äußerst beweglich und für das typische deutsche Bodenfeuer optimal ausgerüstet. Auch gerade kleine Feuerwehren, die den Erstangriff vortragen und vielleicht nur über 500 l Wasser verfügen, können mittels Löschrucksack dort ihr Wasser einsetzen, wo es gebraucht wird. Im Sinne eines Erstangriffes kann der Löschrucksack auch dann bereits eingesetzt werden, bevor die Angriffsleitung steht. Die sogenannten Backpacks können speziell für kleine Feuerwehren, eine deutliche Einsatzwertsteigerung bewirken. Wenn die 19 Liter Wasser dann noch mit Schaummittel versetzt werden, und das Löschmittel als Netzwasser ausgebracht wird, ist die Löschwirkung noch einmal stark erhöht.
Pressemitteilung Förderverein
Freiwillige FeuerwehrWaldorf
Bei den derzeitigen heißen Temperaturen wurde die Übung mit dem Löschrucksack als angenehme Abwechslung empfunden. Foto: Cremer
