Kein Rost - Uli Stössel zeigte lieber Nordsee
Lust auf Landschaft
Wachtberg-Adendorf. Künstlerische Freiheit darf sein. Eigentlich hatte Uli Stössel seine Ausstellung mit „Rost und Farbe“ im Programmheft der 11. Wachtberger Kulturwochen angekündigt, aber dann war alles ganz anders gekommen. Er habe auf einmal Lust verspürt, eröffnete Stössel den Besuchern gleich zu Beginn, gegenständlicher und vor allem Landschaften zu malen.
Und so fanden sich unter seinen gezeigten Ölbildern viele neue Arbeiten, in denen er vorrangig Nordsee-Impressionen festgehalten hat. Wogende Wellen, die schaumbedeckt auf den Strand rollen, wie in „Seestück“ und „Nordsee“, sind darauf ebenso zu erkennen wie „Findlinge am Strand“, die in ruhiger Eintracht nebeneinander auf dem Sand liegen. Selten sind Personen wie die Wattwanderer auf „Im Watt“ involviert, zumeist beschränkt sich Stössel auf die reine Wiedergabe der Naturansichten. So wird ein von Prielen durchzogener Nordstrand bei ihm zu einem Abbild einer ganz eigenen Beschaulichkeit, in Erd- und Grautönen einnehmend einfühlsam umgesetzt.
Zeichneten sich seine Bilder bisher doch oft durch eine starke Farbigkeit aus, stellte Stössel dieses Mal nicht nur in der Farbe zurückgenommene Landschaften vor, sondern auch einzelne, nur auf Schwarz und Weiß reduzierte Werke aus. Auf großformatiger Leinwand hat er zum Beispiel ein Cross-Over einer Vielzahl von Szenen aus dem kubanischen Havanna zusammengefügt. Auch der Stadt Köln hat er sich zugewandt, aber mit etwas mehr Farbe. „Panorama Köln“ lässt deutlich die Domspitzen erkennen … alles in gedeckten Farbtönen. Wie von einem diesigen Schleier verhangen, wird das Stadtpanorama nur vereinzelt von farbigen Momenten belebt. Mal sehen, worauf der Künstler als Nächstes Lust hat. (Weitere Fotos auf www.wachtberg.de).
Pressemitteilung der
Verbandsgemeinde Wachtberg
Uli Stössel: „Priel Nordstrand“.
