Allgemeine Berichte | 09.10.2019

Nachwuchs probt den Ernstfall

Malteserjugend fährt Übungseinsätze

Notfälle mit Unfalldarstellern nachgestellt

Matthias (l.) und Peter (r.) sorgen dafür, dass der Patient (Darsteller Dennis Paulig) wieder seine Jacke anzieht.Fotos: CEW

Meckenheim. Nicht einen, sondern knapp 30 Notfälle gab es im Lauf der knapp 24 Stunden, in denen die Jugendlichen der Meckenheimer Malteser in Begleitung erfahrener Betreuer zu Einsätzen fuhren, wie sie auch in der Realität vorkommen können.

„Heute sind knapp 20 Jugendliche dabei“, berichtete Pressesprecher Carten Möbus. Für die hatten die Aktiven eine eingehende Einweisung vorbereitet, nach der dann Alarmbereitschaft für die Jugendlichen im Alter zwischen 12 und siebzehn Jahren galt. „Beim Alarm gibt es immer schon ein Stichwort, damit man ungefähr weiß, worum es geht“, erklärte Carsten Möbus. Um die Notfallsituationen so realistisch wie möglich zu gestalten, arbeite man mit sogenannten „Realistischen Unfalldarstellern“ aus dem Malteserteam. Dazu wurden selbst Wunden lebensecht nachgeschminkt. Das Spektrum bildete nicht nur Haushaltsunfälle ab, sondern auch Heimwerkerunglücke. So hatte der Nachwuchs in einem Fall einen Mann zu versorgen, dem beim Reifenwechsel der Wagenheber weggekippt war, woraufhin das Auto auf seinem Bein gelandet war. In einem anderen Fall gab es in einer engen Wohnung einen Oberschenkelhalsbruch zu versorgen und den Transport ins Krankenhaus sicher zu gestalten. Auch einen Vergiftungsunfall meisterten die Jugendlichen.Besonderen Anspruch hatte ein Einsatz, bei dem eine hilflose Person in der Nähe eines Altenheims gemeldet wurde. „Ihr habt Ruhe ausgestrahlt, geschickt gefragt und das Vertrauen des Patienten gewonnen“, lobte Carsten Möbus nach dem Einsatz die erst zwölf und 14 Jahre alten Einsatzkräfte. Nur so hatten sie es geschafft, die Situation richtig einzuschätzen, und den Mann dazu bewegt, in den Krankenwagen zu steigen. Gerade orientierungslose oder demente Menschen gerieten in solche Situationen, weil sie beispielsweise beim Spazierengehen vergessen, wo sie sind, erklärte der Pressesprecher. Weil sie einfach nur noch nach Hause wollten, liefen sie oft in irgendeine Richtung los. Diese Richtung sinnvoll zu lenken und so viele Informationen wie möglich zu bekommen, damit man den Betroffenen sinnvoll versorgen und in sichere Obhut könne, sei dann das erste Ziel für die Einsatzkräfte.

Matthias (l.) und Peter (r.) sorgen dafür, dass der Patient (Darsteller Dennis Paulig) wieder seine Jacke anzieht. Fotos: CEW

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