Kreisverwaltung Mayen-Koblenz
„Man kann inzwischen gar nicht ‚nicht präsent sein‘ sein."
Social-Media-Präsenz soll ausgeweitet und perfektioniert werden
Kreis Mayen-Koblenz. Seit drei Jahren ist die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz auf Facebook aktiv. 1400 Nutzer haben seit November 2013 den „Gefällt mir“-Button gedrückt. Wichtige Infos aus der Verwaltung gehören zu den Inhalten. Aber was interessiert die Nutzer besonders, welche Inhalte wünschen sie sich? Das will man jetzt abfragen. Muss man als Verwaltung in Social Media präsent sein? „Man kann inzwischen gar nicht ´nicht präsent sein` sein. Die Frage ist, ob man sich aktiv beteiligen möchte und dem Dialog mit den Bürgern stellen will“, sagt Landrat Dr. Alexander Saftig. „Erinnern wir uns: Die seinerzeit diskutierte Frage, ob wir eine Homepage benötigen, würde heute auch niemand mehr stellen.“ Der Landrat selbst hat kein eigenes Facebook-Profil, lässt sich aber regelmäßig und umfangreich berichten. Social Media sieht er zwar auch als Kanal zur Informationsverbreitung, fügt jedoch ein großes „Aber“ ein: „Interaktion und Kommunikation ist das entscheidende Element. Wir wollen Neues nicht lediglich an die Zielgruppe verbreiten: Spannend und aufschlussreich ist der offene Dialog. Den möchten wir gern intensiver gestalten.“
Laut Facebook-Statistik besteht die Fangemeinde zu 53 Prozent aus Männern und zu 47 Prozent aus Frauen. Die meisten sind in der Altersgruppe zwischen 25 und 34 Jahren, gefolgt von den höheren Altersstufen. Immerhin 13 Prozent der Nutzer sind zwischen 18 und 24 Jahren alt, der Anteil der Jugendlichen beträgt nur 1,5 Prozent. Nicole Erlemann, die die Seite betreut, wundert das nicht: „Junge Leute erwarten von einer Verwaltung wohl nicht die spannenden Themen, zum anderen gibt es mittlerweile andere Kanäle wie Snapchat, wo sie aktiv sind.“ Sie und Saftig sind sich jedoch einig, dass auch diese Altersgruppe stärker erreicht werden soll. Die Reichweite der Beiträge variiert natürlich in ihren Themen. Spitzenreiter war ein Video-Aufruf des Landrats, sich typisieren zu lassen, um einem an Leukämie erkrankten Mädchen zu helfen: Es wurde über 16.000 Mal angeklickt. „Die Aktion hatte eine riesige Resonanz und das ist natürlich großartig, wenn man auch auf diesem Weg für eine gute Sache werben kann“, so Saftig. In den nächsten Wochen will man die Nutzer noch stärker einbinden: „Wir wollen wissen, über welche Themen sie mehr erfahren wollen und uns mit ihnen aktiv austauschen. Wir sind schon gespannt“, so Nicole Erlemann.
Der Kreischef ist sicher: „Die sozialen Medien sind Teil des Alltags geworden und wir werden uns noch mehr darauf einstellen.
Pressemitteilung
Kreisverwaltung Mayen-Koblenz
