Rundgang auf dem Bartholomäusmarkt
Markteröffnung erstmalig mit Taufe und Gottes Segen
Bad Ems. Der Bartholomäusmarkt in Bad Ems ist das größte Volksfest an der Lahn. Am vergangenen Freitag war es dann auch wieder soweit. Zur diesjährigen Eröffnung, hatte Marktmeister Willi Willig eingeladen. Er ist dafür verantwortlich, dass alles reibungslos auf dem großen Gelände läuft. Einblicke hinter die Kulissen und die viele Arbeit, die dahinter steckt, so ein „Mammut Spektakel“ überhaupt auf die Beine zu stellen, erhielten nicht nur die fünf Kandidaten/innen, die sich um den Job als Verbandsbürgermeister bewerben, nein auch die Schausteller, Sicherheitsdienst, Majestäten, Vereinsvertreter, ehrenamtliche Helfer und Familien mit ihren Kids, die die tollen Fahrgeschäfte und alle anderen Kirmesangebote nach Herzenslust ausprobieren durften. Bevor es mit dem „Marktmeister Rundgang“ aber los ging, wurde zuerst das neue Gastrodorf begutachtet, dass anders aufgebaut wurde mit neuem Blick auf die Bühne Richtung Lahn. Stadtbürgermeister Berny Abt zeigte sich beim traditionellen Fassbieranstich treffsicher, während Kathrin Plaggenmeier ein letztes Mal ihrer Pflicht als Marktkönigin nachkam und den Bartholomäusmarkt für offiziell für eröffnet erklärte.
Die Truppe setzte sich in Bewegung und Willi Willig verteilte „Stenoblöcke“ an die Kandidaten, damit sie sich Notizen machen können über die Stellen, die nicht so ganz „rund laufen“. „Jedes Jahr kostet die Organisation des Marktes samt Blumenkorso den Bartholomäusmarktverein zwischen 200000 und 250000 Euro. Dieses Geld muss der Verein in vier Markttagen erst mal wieder reinbekommen. In anderen Städten macht das ein Verwaltungsmitarbeiter“,- so der Marktmeister.
Die Sicherheit steht an oberster Stelle. Hierfür müssen die Rettungswege sehr gut passierbar sein. Die Feuerwehr Bad Ems testet dies im Vorfeld. Eine Lampe z.B. am alten Rathaus stört. Aus diesem Grund kann dort nur ein kleines Fahrgeschäft aufgebaut werden. Willig erklärte, dass dieses Jahr das gesamte Gelände samt Randbereich in einen Sektorenplan aufgeteilt ist. Jeder Bereich hat eine Nummer, zum Beispiel G 7 oder D 5. In jedem Feld hängt ein Schild mit der Notrufnummer und dem entsprechenden Namen.
Zur ersten Karussellfahrt stiegen die Mutigen in den „Mambo“ der die Haare fliegen ließ.
„Wer bekommt die meisten Stimmen“, ein Ballwurf-Orakel am Wurfstand sollte es zeigen. Die fünf Kandidaten sollten ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen. Wer die meisten Bälle hat, hat auch die meisten Stimmen. Weiter ging es zu einer ganz besonderen Zeremonie. Einer echten Taufe! Das nagelneue und sehr schöne Fahrgeschäft „X-Force“ von Familie Mike Klinge aus Koblenz erhielt Gottes Segen durch den Pfarrer Sascha Ellinghausen. Er ist ganz offiziell ein Geistlicher für Zirkus und Kirmesangelegenheiten. „Ah, das ist ein bisschen wie Topspin, aber die Fahrbewegung ist anders“. Bevor das Fahrgeschäft mit Weihwasser gesegnet wurde, warf Willig noch ganz persönlich einen „Massel-Pfennig“ in die Kasse, damit diese immer voll gefüllt sein möge auf allen Reisen. Die VIPs und Jugendlichen testen dann sogleich auch den „X-Force“ in schwindeliger Höhe und waren sich einig: Eine tolle Fahrt mit viel Spaß.
Willi Willig ist es auch in diesem Jahr wieder gelungen, den „Großen und Kleinen“ Besucher tolle Attraktionen zu bieten wie die Cortinabahn, der Autoscooter, Breakdance, Kinderkarussells, Augaballs, und Illusionskino. Dazu ein breites Angebot an Speisen und Getränke sowie Verkaufsstände.
Fahrspaß mit dem „Mambo“.
