Allgemeine Berichte | 05.08.2016

Persönlichkeit der Woche

Mascha M. Fisch

Der quirlige Krimi Fan stellte ihr drittes Buch mit einer Neuen Krimi-Geschichte vor - Und dies genau an ihrem 85. Geburtstag

Auf einer Parkbank im Mayener Sankt Veit Park fand Pia Engel das „Tagebuch einer Toten“Bernd Schmitz

Mayen. Was hat wohl die Mayener Straße „Im Trinnel“ mit der Journalistin, dem Sprachgenie und der Autorin Mascha M. Fisch zu tun ? Nun, diese Frage ist wohl schnell beantwortet. Denn das nunmehr 85 jährige Temperamentbündel stellte wieder, nach ihren großen Bucherfolgen der letzten Jahre, „Die Nacht als der Fremde kam“ und „Der Tag an dem Sybille verschwand“, im Alten Mayener Arresthaus, einen neuen für die Mayener kriminalistisch sehr wertvollen „Knüller“ vor, der sozusagen unter anderem auch wieder in der Straße „Im Trinnel“ spielt. „Der Morgen an dem sie das Tagebuch fand“, ein Eifel-Krimi der besonders spannenden Art. Hier ein kurzer Ausschnitt der Handlung: Auf einer Bank im Mayener Sankt Veit-Park findet Pia Engel ein seltsames Buch. „Tagebuch einer Toten“ kann sie gerade noch darin lesen, bevor es ihr von einem Unbekannten aus den Händen gerissen wird. Nur ein Zettel mit einer Adresse bleibt zurück. Da erwacht Pias detektivische Ader, die ihr den Spitznamen „Miss Marple von Mayen“ einbrachte. Kurzerhand fährt sie zu dem Haus und macht dort eine grausige Entdeckung. Die Ereignisse überstürzen sich. „In allen drei meiner Bücher gibt es verschiedene Mordfälle. Aber die Rahmenfiguren, wie die im Trinnel mit kleiner Tochter, Hund und Katze wohnende Hauptperson „Pia“ sind gleich. Aber da gehören zu der im Dreiecksverhältnis lebende Frau noch ihr, aus dem Moselort Ediger Eller stammender Exfreund, der kriminal Oberkommissar Martin Borchert und Sven Trondson, der Sohn eines südnorwegischen Speditionskaufmanns“, so Mascha Fisch zu „Blick aktuell“. Und hierzu beginnt auch die ureigene Geschichte eines jeden ihrer Krimis. Nun, am Nachmittag des 7. August 2016, dem 85. Geburtstag von Mascha Fisch gab´s ab 14 Uhr, mit geladenen Gästen, darunter auch Vertretern der Stadt, die von Leo E. Kröll musikalisch umrahmte Buchvorstellung des „Neuen Werkes“, im Alten Mayener Arresthaus. Und den Original Wein aus ihren Buchgeschichten, Rebensaft aus Ediger Eller, vom höchsten Weinberg, dem berühmten „Calmont“ konnten die Gäste auch genießen. Die Autorin war ganz besonders glücklich. Denn viele Menschen sprachen ihr ihren Dank und ihre Anerkennung aus. In 20 Jahren hatte Mascha Fisch über 2000 ausländische Schüler, denen sie die Deutsche Sprache beibrachte. Einige zeigten sich dem Geburtstagskind gegenüber erkenntlich, und hatten als Dank für Sie das „Catering“ engagiert. Die quirlige Frau hat ja auch einiges erlebt in ihrem bewegten Leben. Als sie im Jahre 1958 nach Deutschland umsiedelte, um über Stationen wie Berlin und Bonn im Eifelort Gamlen zu landen, war die gelernte Journalistin und Übersetzerin beim rheinischen Merkur in Bonn sehr aktiv. Bemerkenswerte Artikel über soziale Themen stammten aus ihrer Feder. Aber auch Buchveröffentlichungen, Filmarbeiten für den WDR oder das Moskauer Fernsehen, Drehbücher vorbereiten oder Interviews führen, waren an der Tagesordnung. Mit 65 Jahren ging sie in die wohlverdiente Rente. Bis zu dem Zeitpunkt als Josef Brodam sie überredete, doch nach Mayen zu kommen um Sprachkurse für Ausländer zu übernehmen. Und sie sagte zu und kam. Nun, wer Mascha M. Fisch kennt, weiß, das sie sich dann in diese, ihr liegenden, Arbeit mit ihrer ganzen Kraft „hineinkniete“. So leitete sie die vielen Kurse, unterstützt von 9 Dozenten aus Russland. Nebenbei war sie auch noch fünf Jahre lang, die Vorsitzende des Ausländerbeirates der Stadt Mayen. Außerdem hat sie ihre ganzen gesammelten Erfahrungen in einem Buch mit dem Titel: „Deutsche Sprach – schwere Sprach“. zusammen gefasst. Während der Mayener Buchwoche wird Schauspieler Lorenz Schirren in der Mayener Bücherstube, bei Beate Härig, aus ihrem 3. Krimi-Buch, das es übrigens dort schon gibt, rezitieren. Übrigens wird noch etwas auf sie zu kommen. Denn Mascha M. Fisch hat schon die Idee für ihr nächstes Buch parat. Und ihre Geburtstagsgäste waren sich sicher: „Das wird genau so spannend wie ihre anderen“.

BS

Mascha M. Fisch

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Auf einer Parkbank im Mayener Sankt Veit Park fand Pia Engel das „Tagebuch einer Toten“Foto: Bernd Schmitz

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