Allgemeine Berichte | 04.06.2019

DRK-Kreisverband Ahrweiler zeigt sich stolz

Mehr Sicherheit rund um den Nürburgring dank neuer Bedarfs-Leitstelle des DRK

Bei den rund zwei Dutzend Großveranstaltungen am Nürburgring kommt die neue Bedarfs-Leitstelle zum Einsatz - Fünf Arbeitsplätze stehen zur Verfügung

Von der Leistungsfähigkeit der neuen Bedarfs-Leitstelle am Nürburgring überzeugten sich (stehend v.li.) Kreisfeuerwehrinspekteur Michael Zimmermann, DRK-Präsident Achim Haag, Polizeihauptkommissar Heiko Schmitz, Nürburgring-Geschäftsführer Mirko Markfort und DRK-Rettungsdienstleister Armin Link.Fotos: JOST

Nürburgring. „Das Thema Sicherheit wird rund um den Nürburgring professionell bearbeitet, vom Ordnungsamt bis zur Polizei, von der Feuerwehr bis zum DRK“, freute sich Achim Haag, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), bei der Einweihung der neuen internen Bedarfs-Leitstelle des DRK am Nürburgring. „Denn wenn eine mittlere Stadt von 80.000 Menschen wie bei Rock am Ring auf den Nürburgring zieht, ist das Thema Sicherheit besonders wichtig.“

Mit der Investition in die neue interne Bedarfs-Leitstelle am Nürburgring habe der DRK-Kreisverband Ahrweiler eine hochmoderne Kontakt-, Koordinations- und Hilfeeinrichtung an der Rennstrecke geschaffen, die allerdings nur bei den rund zwei Dutzend Großveranstaltungen pro Jahr zum Einsatz kommt. Dann jedoch steht diese allen Besuchern und Gästen, aber auch aktiven Rennfahrern und Teammitgliedern, Rockstars und Roadies für ihre Hilfegesuche zur Verfügung. Die Leitstelle koordiniert sämtliche Sanitäts- und Rettungseinsätze und ist im Rahmen von Großveranstaltungen für alle, die sich am und um den Nürburgring befinden, unter Tel. (0 26 91) 30 21 12 zu erreichen.

Für effektiven und schnellen Einsatz

„Für den effektiven und schnellen Einsatz der Hilfskräfte kommt hier ein hochmodernes System zum Einsatz, welches beispielsweise auch Berufsfeuerwehren in Großstädten verwenden“, berichtete Armin Link, der Leiter des DRK-Rettungsdienstes am Nürburgring. Bei Veranstaltungen wie „Rock am Ring“ könnten darüber hinaus alle Sanitätsstellen angebunden werden. „So wird eine direkte Kommunikation ohne Funkverkehr oder Telefonate ermöglicht - allein per Push Button erfolgt die Übermittlung der Patientendaten sowie die Alarmierung des Rettungsdienstes.“ Mit fünf optimal ausgestatteten Arbeitsplätzen könne man mehrere gleichzeitig einlaufende Hilfeersuchen aller Couleur auch gleichzeitig abarbeiten.

Für die Annahme und die Bearbeitung von Notrufen sowie die Einteilung von Rettungsmitteln gibt es in der internen Bedarfs-Leitstelle nämlich nicht nur drei feste Disponentenplätze. Zwei weitere mobile Plätze können darüber hinaus im Bedarfsfall flexibel auf dem Veranstaltungsgelände eingesetzt werden. Bei den Großveranstaltungen sei darüber hinaus auch die Einsatzleitung des Nürburgrings an die Leitstelle angebunden. So können beispielsweise auch die eingesetzten Ordner schnell und effektiv Hilfe anfordern.

Deutliche Verbesserung der DRK-Technik

„Die Investitionen in die technische Infrastruktur stellen eine deutliche Verbesserung der bisherigen DRK-Technik dar“, freute sich Link. Zumal demnächst auch noch 35 Smartphones dazu kämen, mit denen die Kommunikation zwischen den Einsatzkräften vor Ort und der Leitstelle noch zügiger und effektiver vonstattengehen werde. „Mit der internen Bedarfs-Leitstelle haben wir in Zusammenarbeit mit dem Nürburgring einen weiteren Baustein in der Versorgung Erkrankter, Verletzter oder generell Hilfesuchender am Nürburgring und in der Verbandsgemeinde Adenau geschaffen.“ Und für den Fall, dass wider Erwarten doch einmal die digitale Kommunikation zusammenbreche, sei immer noch der analoge Funk im Hintergrund aktiv.

Die Inbetriebnahme der neuen Bedarfs-Leitstelle sei auch für den Nürburgring als Veranstaltungsstätte immens wichtig, bestätigte Mirco Markfort, der Geschäftsführer der Nürburgring GmbH. „Das Deutsche Rote Kreuz ist für uns ein kompetenter Ansprechpartner und vor allem ein zuverlässiger Dienstleister, wenn es um die Sicherheit und die Versorgung unserer Besucher geht“, sagte er. „Mit der Investition des DRK wird genau das nun langfristig an einem festen Standort gesichert.“

Permanente Einrichtung ersetzt mobile Leitstelle

Bislang musste eine mobile Leitstelle der Berufsfeuerwehr Koblenz für die Großveranstaltungen zum Nürburgring gebracht werden. Um dies mit einer permanenten Einrichtung abdecken zu können, habe der DRK-Kreisverband Ahrweiler jetzt in das „Haus C“, dem ehemaligen Polizeigebäude direkt an der Bundesstraße, investiert und könne diese Aufgabe nun vom zentral gelegenen Gebäude aus bewältigen. Wobei DRK-Präsident Haag darauf hinwies, dass an solch einem Großveranstaltungs-Wochenende bis zu 1000 ehrenamtlich tätige Rotkreuzler viele Stunden für die Sicherheit ihrer Mitmenschen opferten.

JOST

Das „Haus C“ am Nürburgring, in dem bislang die Polizei ihren Sitz hatte, dient jetzt als interne Bedarfs-Leitstelle des DRK.

Das „Haus C“ am Nürburgring, in dem bislang die Polizei ihren Sitz hatte, dient jetzt als interne Bedarfs-Leitstelle des DRK. Foto: Volker Jost

Von der Leistungsfähigkeit der neuen Bedarfs-Leitstelle am Nürburgring überzeugten sich (stehend v.li.) Kreisfeuerwehrinspekteur Michael Zimmermann, DRK-Präsident Achim Haag, Polizeihauptkommissar Heiko Schmitz, Nürburgring-Geschäftsführer Mirko Markfort und DRK-Rettungsdienstleister Armin Link.Fotos: JOST Foto: Volker Jost

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