Die Aktion STADTRADELN war in Höhr-Grenzhausen ein großer Erfolg

Mehr als einmal um die Erde

214 angemeldete Radlerinnen und Radler haben in drei Wochen 40.862 Kilometer mit dem Rad zurückgelegt

03.08.2020 - 13:10

Höhr-Grenzhausen. Die Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen ist erstmalig für ein gutes Klima geradelt und bei der Klima-Bündnis Kampagne STADTRADELN angetreten. Alle, die in der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen leben, arbeiten, einem Verein angehören oder eine (Hoch-)Schule besuchen waren aufgefordert, im Kampagnenzeitraum möglichst viele Radkilometer zu sammeln und damit ein deutliches Zeichen für mehr Radverkehr zu setzen. Das Ergebnis macht alle Beteiligten stolz: 214 angemeldete Radlerinnen und Radler haben in drei Wochen 40.862 Kilometer mit dem Rad zurückgelegt und damit die Erde entlang des Äquators noch ein gutes Stück weiter umrundet. Hier sind durchaus noch Veränderungen nach oben möglich, im Kampagnenzeitraum geradelte Kilometer können angemeldete Radlerinnen und Radler noch bis zum 11.07.2020 nachtragen. Zur Abschlussveranstaltung am vergangenen Samstag haben sich über 50 Radlerinnen und Radler zu einer gut 20 km langen Tour am Rathaus getroffen. Bürgermeister Thilo Becker begrüßte die Radlerinnen und Radler: „Ich freue mich sehr über die große Teilnehmerzahl an unserem diesjährigen STADTRADELN und bin stolz auf das Ergebnis. Wir möchten die Radmobilität in der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen weiter stärken und so die Rahmenbedingungen schaffen, um insbesondere Alltagswege mit dem Rad sicher erledigen zu können. Die große Teilnehmerzahl und unsere aktuelle Platzierung auf Rang 3 der rheinland-pfälzischen Kommunen mit 10.000 bis 49.999 Einwohner*innen zeigt, dass wir hier viel Radfahrerpotential haben. Außerdem freut es mich besonders, dass heute so viele Kinder und Jugendliche dabei sind!“ Im Rahmen der Abschlussveranstaltung wurde auch das erste Dienstfahrrad der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen offiziell übergeben. Mit freundlicher Unterstützung von AB Rad-Sport, Holler steht für die Bediensteten der Verbandsgemeindeverwaltung zur Wahrnehmung von Außendienstterminen ab sofort ein E-Bike zur Verfügung. Bürgermeister Thilo Becker kündigte an „Wundern Sie sich also nicht, wenn ich demnächst bei einem Termin mit dem Fahrradhelm unter dem Arm anrücke.“ Zur Abschlusstour wurde das Dienstfahrrad dann auch direkt durch die Gemeindeschwesterplus, Michaele Meudt, getestet, auf deren Initiative auch die Anschauung zurückgeht.

Schlusspunkt der Tour war am Samstag der AWO-Pavillon. Dort wurden die Radlerinnen und Radler bei einem kleinen Imbiss und Getränken über die bisher bei der Meldeplattform RADar! eingegangenen Meldungen informiert und hatten die Möglichkeit, weitere Meldungen einzutragen. Die Erstellung des Mobilitätskonzeptes durch das beauftragte Planungsbüro läuft derweilen. Nach der Sommerpause wird das Konzept vorgestellt werden und in den kommenden Jahren Grundlage für die Verbesserung der Radinfrastruktur in der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen sein. Beim Wettbewerb STADTRADELN geht es um Spaß am Fahrradfahren und tolle Preise, aber vor allem darum, möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf das Fahrrad im Alltag zu gewinnen und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid- Emissionen in Deutschland entstehen im Verkehr, sogar ein Viertel der CO2-Emissionen des gesamten Verkehrs verursacht der Innerortsverkehr. Wenn circa 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würden, ließen sich etwa 7,5 Millionen Tonnen CO2 vermeiden. Alle Beteiligten freuen sich auf das nächste Jahr und sind wieder dabei, wenn es heißt: „Die Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen radelt für ein gutes Klima – STADTRADELN 2021.“

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Kommentare
Walter Becker:
Kirmes mit einer Handvoll Gästen wird abgesagt! Bei Formel I der besonders "klimafreundlichen Sportart" werden 20000 Gäste zugelassen
Jean Seligmann:
Wir leben in einer Republik in der populistische Ideologen regieren, der gesunde Menschenverstand ist offensichtlich in Ruhestand gegangen, anders kann man den Unsinn, der hier seit Jahren, von Menschen die über sich selbst denken sie wären Unfehlbar, produziert wird, nicht mehr erklären. Und das mir keine Beschwerden kommen wenn nun die "Schottergärten" entfernt werden müssen, ihr habt diese Leute gewählt, ich sag nur: Geliefert wie bestellt!
juergen mueller:
Warum immer so kompliziert - 30 Grad Differenz - wen interessiert`s. Steingärten sind optisch monoton und ökologisch = 0. Die NACHTEILE - Teuer in Anschaffung und Pflege, Insekten,Vögel u.andere Gartentiere finden weder Nahrung noch Lebensraum, Schnell unansehnlich durch Algen und Pflanzenaufwuchs, Regelmäßiges Reinigen nötig - Einsatz von Laubbläsern, Hochdruckreiniger kostet Energie und schädigt Kleinlebewesen, Einsatz von Pestiziden tötet Lebewesen, Schotter heizt sich im Sommer auf, Feinstaub wird nicht gefiltert, Staubbelastung steigt, Lärm wird verstärkt, Boden wird verdichtet u.zerstört, später aufwendige Renaturierung nötig, Wasser kann gar nicht oder nur schwer versickern. Das muss reichen, um dagegen zu sein, oder?
S. Schmidt:
Hauptverantwortlich für dieses Dilemma ist dass EEG und deren Urheber, welches die Verstromung von Biomasse belohnt, welche aktuell aber fast nur durch die Monokulturen der Raps- Maisanpflanzungen bestückt werden. Wobei Raps vor allem zur Herstellung von Biokraftstoffen herangezogen wird. Weiterhin tragen die Rotoren der Windkraftanlagen erheblich zur Dezimierung von Fluginsekten bei! Zu Verantworten haben das die gleichen Politiker, die jetzt den Schuldigen für diesen, von ihnen herbeigeführten Wahnsinn, suchen!
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