Brassband des Polizeiorchesters Rheinland-Pfalz brilliert
„Men in Blue“ retten Kaifenheimer Konzert
Kaifenheim. Einer unerwarteten Schrecksekunde sahen sich die Offiziellen des Musikvereins Kaifenheim am vergangenen Wochenende ausgesetzt, als die Akteure des Landespolizeiorchesters Rheinland-Pfalz ihr bereits ausverkauftes Konzert in der Kaifenheimer Gemeindehalle kurzfristig absagen mussten. Grund hierfür war bei deren Anfahrt ein kleiner Unfall mit großer Wirkung, denn der Tourbus des Polizeiorchesters war im Anschluss nicht mehr einsatzbereit. Anlässlich des 60. Gründungsjubiläums des gastgebenden MV Kaifenheim wollten die Mainzer Profimusiker hier ihr neues Programm vorstellen. Doch auch in dieser Situation blieb die Polizei Freund und Helfer. Spontan erklärten sich nämlich die Akteure der Brassband des Orchesters, die „Men in Blue“, dazu bereit, ersatzweise ein flottes Konzert mit ihrem zehnköpfigen Ensemble zu übernehmen. Dafür zeigte man sich in Kaifenheim äußerst dankbar, und die beim Alternativ-Konzert anwesenden Besucher waren von den Beiträgen der „Men in Blue“ schlichtweg begeistert. Weltbekannte Weisen aus eigener Feder arrangiert präsentierten die versierten Aktiven und animierten diesbezüglich das Publikum immer wieder zu anhaltendem Beifall. Passend zum Berufsbild Polizei startete die Brassband mit der Titelmusik der TV-Tatortserie, bevor sie Aretha Franklin mit „Respect“ klangvolles Gehör verschafften. Bill Ramsey und „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ sorgte ebenfalls für Begeisterung wie Coolios „Gangsta`s Paradise“, Carly Simons „Nobody does it better“ aus James Bond, die Titelmelodie von „Beverly Hills Cop“, „Hello“ von Adele, „At the car wash“ von Rolls Royce, sowie eine Eigenkreation von Britney Spears` „Toxic“. In der zweiten Konzerthälfte zeigte die Band, wo der Ursprung des Ensembles zu finden ist. Im Dixieland und New Orleans Jazz. Auch hier zeichneten sich die Solisten mit veredelten Arrangements von Bandleader Joachim Lösch aus. Doch nicht nur Jazz und fetzige Rhythmen beherrschen die „Men in Blue“. So kam auch die „Ode an die Freude“ von Ludwig van Beethoven zu Wort. Neu arrangiert und hervorragend auf das Ensemble abgestimmt, waren ebenso die leisen und ruhigen Töne der Musiker ein Genuss. „Stand by me“ war hier ein Titel, den Joachim Lösch im Stil der Lucky Chops arrangiert hatte. Eine tolle Hommage an jene Formation aus New York. Zum Konzertfinale erklang mit „Niemals geht man so ganz“, ein Evergreen von Trude Herr. Trotz fehlender Vorbereitungszeit überzeugte das Mainzer Ensemble auf ganzer Linie und hinterließ begeisterte Konzertbesucher. „Aller guten Dinge sind drei“ und so nimmt das Landespolizeiorchester mit seinem Dirigenten Stefan Grefig im kommenden Jahr einen neuen Anlauf für einen Auftritt in Kaifenheim. Angestrebt ist diesbezüglich ein Open-Air-Platzkonzert vor der Gemeindehalle.
TE
