Benefizkonzert in der Pfarrkirche St. Gertrud in Schuld
Menschlichkeit, die etwas bewirkt
Chor „Fortsetzung folgt“ trat zugunsten der leukämiekranken 16-jährigen Mickaya aus Madagaskar auf
Schuld. „In diesen unsicheren und kriegerischen Zeiten ist es die Menschlichkeit, die etwas bewirkt, und es ist das Miteinander und die gelebte Liebe, die unsere Stärke ausmacht und unserem Leben einen Sinn gibt“, sagte Frank Burbach, Vorsitzender der Freilichtbühne und Leiter des Chors „Fortsetzung folgt“, beim Konzert in der Pfarrkirche St. Gertrud in Schuld.
Der Grund des Benefizkonzertes war die an Leukämie erkrankte 16-jährige Mickaya aus Madagaskar. Mickayas ältere Schwester Oni absolviert im Bonner Johanniter-Krankenhaus eine Ausbildung zur Krankenschwester. Und Oni ist ihrerseits mit Marcel Mauer aus Fuchshofen befreundet. Marcel und seine ganze Familie sind Mitglieder der Freilichtbühne Schuld, und im letzten Jahr hat auch Oni schon bei den Vorstellungen am Kiosk mitgeholfen. Dadurch lernte sie Frank Burbach als Vorsitzenden der Freilichtbühne kennen. Bei einer Zusammenkunft hat Oni Frank Burbach von ihrer Schwester Mickaya aus ihrer Heimat Madagaskar erzählt. Mickaya ist 16 Jahre jung und an Leukämie erkrankt und soll in Indien behandelt werden, weil es in Madagaskar keine geeigneten Krankenhäuser und Mediziner gibt. Zudem sind medizinische Leistungen in Indien wesentlich günstiger als zum Beispiel in Deutschland. Eine Behandlung hierzulande würde allerdings für hier Lebende dank Krankenversicherung kaum finanzielle Probleme mit sich bringen. In Madagaskar mit seinem maroden Gesundheitssystem bekommt ein an Leukämie erkrankter Mensch nur mit sehr viel Geld die Möglichkeit einer guten Behandlung, sonst hat er keine Chance zu überleben. So ist die Familie auf Spenden und öffentliche Mittel angewiesen und versucht damit, die medizinische Versorgung, die Anreise nach Indien und den Verdienstausfall der Familie während der Behandlungszeit mit zu finanzieren. Die Mutter verdient als Lehrerin und der Vater als Busfahrer einige Ariary (so heißt die madegassische Währung). Wenn man aber bedenkt, dass ein Ariary einem Gegenwert von 0,00025 Euro entspricht, so kommen dabei keine Reichtümer zusammen. Vater und Bruder müssen aber mit nach Indien, weil sie potenzielle Stammzellspender sind.
Frank Burbach handelte sofort, und kurzentschlossen gab der Chor am Sonntag in der Schulder Kirche ein fantastisches Chorkonzert mit Gospels, Pop und kölschen Liedern. Das Publikum in der vollbesetzten Kirche war begeistert, und die Spendenboxen füllten sich rasch.
Wer auch für Mickaya spenden möchte, kann dies gerne bei der Kreissparkasse Ahrweiler, wo ein Spendenkonto eingerichtet ist: IBAN DE 47 5775 1310 0000 2241 47, Verwendungszweck „Spende für Mickaya“.
SES
Frank Burbach (links) veranstaltete spontan ein Benefizkonzert für Mickaya, nicht nur zur Freude von Schwester Oni und deren Freund Marcel mauer. Foto: HEINZ TONI SESTERHEIM
