Führungswechsel in der katholischen Kirchengemeinde Wachtberg
Michael Maxeiner übernimmt Amt des leitenden Pfarrers in Wachtberg
Auch Pater Pious Alex CMI als Subsidiar und Gemeindereferentin Brigitte Schmidt traten ihre neuen Ämter an – Pfarrer Michael Hoßdorf nach drei Jahren verabschiedet
Grafschaft. Mit einem stimmungsvollen Gottesdienst feierte die katholische Kirchengemeinde St. Marien Wachtberg die Amtseinführung von gleich drei neuen Seelsorgern. Die Pfarrkirche St. Maria-Rosenkranzkönigin war bis zum letzten Platz gefüllt, sogar Bürgermeisterin Renate Offergeld fand nur noch einen Stehplatz in der letzten Reihe. Grund für den Andrang war die Amtseinführung von gleich drei neuen Seelsorgern. Zum 1. September übernimmt Michael Maxeiner das Amt des leitenden Pfarrers nach nur drei Jahren von Michael Hoßorf, der nach Monheim wechselt.
Maxeiner zur Seite stehen Pater Pious Alex CMI als Subsidiar und Gemeindereferentin Brigitte Schmidt. Die bewährten Kräfte Pfarrer i. R. Manfred Häuser als weiterer Subsidiar und Kaplan Joseph Chelamparambath komplettieren das Pastoralteam der Katholiken im Drachenfelser Ländchen. Der bisherige Kaplan Pater Francis Antony wechselt turnusgemäß in eine neue Pfarrei, während Gemeindereferentin Claudia Schütz-Großmann in den wohlverdienten Ruhestand ging.
Tätigkeit auf höchstens acht Jahre begrenzt
Allerdings, so Professor Dr. Norbert Neu vom Kirchenvorstand, laste auf der Berufung des neuen Pfarrers auch eine Hypothek, denn die Tätigkeit in Wachtberg sei auf maximal acht Jahre begrenzt – „eine außergewöhnliche Situation, die wir so noch nicht hatten.“ Doch Resignation oder gar Frust sei hier fehl am Platze, „warten wir doch ob, was sich wirklich tut, denn acht Jahre sind eine lange Zeit. Deshalb sollten wir im Hier und Jetzt leben.“ Die Katholiken in Wachtberg freuten sich jedenfalls aufrichtig, dass Maxeiner jetzt hier sei und hießen ihn herzlich willkommen in seiner neuen Heimat. Letztlich gelte auch hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Wachtberger Pfarrgemeinde die alte kölsche Weisheit: „Et kütt wie et kütt.“
Er dankte aber auch dem scheidenden Pfarrer Michael Hoßdorf, der zur gleichen Zeit schon seine Einführung in seiner neuen Gemeinde in Monheim absolvierte, für sein Engagement in Wachtberg. „Sie haben das Leben hier in den letzten Jahren geprägt, wir sind dankbar für alles, was wir mit Ihnen erleben durften.“ Dennoch sei es erfreulich, dass es so schnell einen Neuanfang gebe, das sei wahrlich nicht selbstverständlich. Marion Hartzsch-Zöll vom Pfarrgemeinderat gab zu, dass es keine leichte Aufgabe sei, Seelsorger in Wachtberg zu sein. Aber sie machte den drei Neulingen Mut: „Hut ab, Kopf hoch und Gottes Segen für Ihre Aufgabe.“
„Et het noch imme joot jejange!“
Der neue Leitende Pfarrer Michael Maxeiner wurde 1982 in Dernbach (Westerwald) geboren und wuchs in Ransbach-Baumbach auf. Von 2002 bis 2007 studierte er Theologie in Bonn und Freiburg im Breisgau, besuchte anschließend das Pflichtenseminar in Köln und den Pastoralkurs in Leverkusen-Opladen. 2008 wurde er zum Diakon und 2009 zum Priester geweiht, war anschließend an der Oberen Sieg, in Leverkusen-Opladen und im Pfarrverband Overath als Kaplan und Pfarrvikar tätig. „Ich bin froh, jetzt hier zu sein“, signalisierte er große Einsatzbereitschaft für seine neue Gemeinde. Er schaue zuversichtlich auf die Zukunft der Kirchengemeinde in Wachtberg und antwortete Professor Dr. Neu schmunzelnd: „Et het noch imme joot jejange!“
Auch die neue Gemeindereferentin Brigitte Schmidt stellte sich kurz vor, der Tag sei auch für sie ein neuer Aufbruch in die pastorale Arbeit. Sie sei fest entschlossen, ihre Talente in den Dienst der Pfarrei einzubringen und Kirche für die Zukunft zu gestalten. Der in Indien geborene Pater Pious Alex CMI vom Orden der Karmeliter der unbefleckten Empfängnis Mariens musste eingestehen, dass er einige Jahre in Düsseldorf Dienst geleistet hatte, danach aber nach Bonn-Ennert und jetzt nach Wachtberg berufen worden sei. Er hoffte auf eine freundliche Aufnahme in der Gemeinde und sagte: „Ich bin auf ihre Unterstützung angewiesen.“ Im Anschluss an den Gottesdienst traf sich die Gemeinde noch zu einem Empfang vor dem Pfarrheim. JOST
