Mehrtagesfahrt des Feuerwehrvereins
Mit Bergmannskittel und Helm hinab auf 800 Meter
22 Teilnehmer besichtigten das Erlebnis-Salzbergwerk in Merkers und verbrachten zwei Tage in Fulda
Oberhonnefeld-Gierend. Einer bereits über 40-jährigen Tradition folgend übernimmt der Feuerwehrverein Oberhonnefeld-Gierend alle zwei Jahre eine Mehrtagesfahrt. In diesem Jahr ging es Mitte Mai in die Barockstadt Fulda. Erstmalig waren es diesmal einem Mehrheitsbeschluss der Jahreshauptversammlung folgend nur zwei Übernachtungen. Nachdem am Freitagmorgen alle Mitfahrer in den Bus eingestiegen waren, ging es auf der A3 in Richtung Limburg. Der erste Vorsitzende Reiner Henn konnte 22 Teilnehmer begrüßen. Weiter über die B49 ging es bis Gießen, wo man auf die A5 wechselten. Unser erster Halt war dann kurz vor Mittag die Gaststätte „Zur Rumpelkammer“ in Vacha/Thüringen, wo gemeinsam Mittag gegessen wurde.
Im Salzbergwerk hinab auf 800 Meter
Gestärkt ging es danach in die nur wenige Kilometer entfernte Ortschaft Merkers wo eine Besichtigung eines Erlebnis-Salzbergwerkes anstand. Nach einer kurzen theoretischen Einweisung und dem Anlegen von Bergmannskitteln und Helmen ging es in einen dreistöckigen 100-Personen fassenden Förderkorb, der die Teilnehmer auf eine Tiefe von rund 550 Meter beförderte. In Gruppen aufgeteilt wurde man Mannschaftstransportern zugeordnet. Es begann dann eine etwa 20 Kilometer lange Reise unter der Erde. Bei den ersten Haltepunkten wurden ein Museum besichtigt und eine Lasershow in dem größten unterirdischen Eventsaal, mit einem Fassungsvermögen von bis zu 1.400 Personen. Einige Kilometer weiter wurde auf einer großen Videoleinwand ein Film vom Ablauf einer Sprengung mit aktueller Bergwerkstechnik gezeigt. Weiter ging es hinunter auf eine Tiefe von 800 Matern, wo die Gruppe am wärmsten Punkt den Durst an der Kristallbar stillen konnte. Gleich nebenan war eine Kristallgrotte mit herrlichen Natriumchlorid-Kristallen zu bewundern.
Der nächste Halt war vor einem großen massiven Tor mit dem Schild „Goldraum“. Hier lagerten bei Ende des 2. Weltkrieges die gesamten Gold- und Devisenbestände der Deutschen Reichsbank, sowie unzählige Kunstwerke von unschätzbarem Wert, die nach Kriegsende von den Siegermächten abtransportiert wurden. Als man mit den Bergwerk-Cabrios wieder Richtung Wetterschleuse einbog, passierte man nochmals die kleine Grotte mit der lebensgroßen Figur der Hl. Barbara, der Schutzfrau der Bergleute. Beim Einsteigen in den Aufzug bewähren sich nochmals die Schutzhelme, denn es ging dort unten wirklich oft ganz niedrig zu. Als sich die Tür des Transportkorbes öffnet, hatte die Gruppe das Tageslicht und die Realität wieder. Anschließend ging es nach Fulda ins Altstadthotel, wo dann die Zimmerverteilung stattfand. Der Rest des Tages stand jedem zur freien Verfügung.
Interessante Stadtführung durch Fulda
Am nächsten Morgen warteten nach dem Frühstück zwei Stadtführerinnen, die den zwei Gruppen während der Führung wissenswertes über Fulda erzählten, und auf die vielen Fragen der Teilnehmer keine Antworten schuldig blieben. Hierbei erfuhr man auch warum Fulda den Beinamen „die Barockstadt“ trägt. Den Rest des Tages konnte jeder Teilnehmer wieder nach eigenem Ermessen gestalten. Am Sonntagmorgen unternahm man gemeinsam einen Fußmarsch ins deutsche Feuerwehrmuseum. Hier zeigte der Museumsführer ebenso übersichtlich wie kurzweilig die historische Entwicklung der Brandbekämpfung, angefangen vom Löscheimer über die dampfbetriebene Spritze bis zu modernen Löschfahrzeugen. Durch die Fuldaauen wanderten die Teilnehmer zum Brauhaus Wiesenmühle, wo zu Mittag gegessen wurde. Gegen 15 Uhr traten die Teilnehmer die Heimreise an. Alle Teilnehmer waren sich trotz der nur zwei Übernachtungen einig, dass dies wieder einmal eine gelungene Mehrtagesfahrt war.
