Oberwinterer Viertage-Kirmes nach zwei Jahren Pause zum 175-jährigen Jubiläum der Junggesellen ein absoluter Erfolg

Mit Musik, Tanz, Geselligkeit ausgiebig die Wölle-Kirmes gefeiert

Tim Wiest gelang am Kirmesmontag der präzise Schlag zum neuen Hahnekönig der Junggesellen

09.08.2022 - 10:31

Oberwinter. Es war schon etwas Besonderes: die Kirmes des katholischen Junggesellenvereins Oberwinter von Freitag bis Montag. Nach zwei Jahren Corona-Pause konnten die Junggesellen Oberwinter wieder zur Wölle-Kirmes auf den Schulhof einladen. Pünktlich zum 175-jährigen Jubiläum gelang den Mannen um Vorsitzenden Kai Gantz der große Griff. Der Vorsitzende, der zum ersten Mal als Vorsitzender, obwohl er schon vor zwei Jahren gewählt worden war, die Wölle-Kirmes mit veranstalten und feiern konnte, zeigte sich auch entsprechend stolz. „Mit so vielen Gästen haben wir nicht gerechnet. Alle Veranstaltungen waren über vier Tage mehr als sehr gut besetzt. Es kamen doppelt so viele Kirmesgäste, wie wir uns vorgestellt haben. Wir sind überrascht und glücklich“, so Kai Gantz noch am Kirmesmontag. Der Kirmesmontag als letzter Tag der Viertagekirmes markiert einen ganz besonderen Tag für die Junggesellen, denn dann wird der neue Hahnekönig der Junggesellen ermittelt. Schon am Morgen zogen die Junggesellen um den Vorsitzenden Kai Gantz, den zweiten Vorsitzenden Tom Gabler und Ehrenvorsitzenden Heinz Holthoff gemeinsam mit dem Tambourcorps um Katja Pertz unter der Stabführung von Hans Georg Gymnich in einem Festzug durch den Hafenort. Dabei wurde natürlich auch das Fähndel durch René Elbern geschwenkt bei den Senioren des Franziskushauses, die sich sichtlich freuten, und vor dem Rathaus bei Ortsvorsteherin Angela Linden-Berresheim. Weiter ging es zum Festzelt, wo die vielen Gäste, Jung, Alt und Junggeblieben schon warteten auf das Spektakel um die Ermittlung des Hahnekönigs. Ehrenvorsitzender Heinz Holthoff übernahm nach einem Ständchen des Tambourcorps, auch für Geburtstagsmusikerin Karin Schmickler, das Mikrofon und hieß die vielen Gäste herzlich willkommen. Sein besonderer Gruß galt Präses Pastor Frank Klupsch, dem eigens zur Kirmes angereisten Ehrenpräses und ehemaligen Pastor Herbert Lonquich, dem evangelischen Pfarrer Michael Schankweiler, der Ortsvorsteherin Angela Linden-Berresheim und dem Fähnrich René Elbern, der eindrucksvoll bewiesen habe, dass er auch nach zwei Jahren Pause nichts verlernt habe. Zum 25. Mal mit dabei waren auch die Musiker Ebi Keiner und Hans. Nach einer Reihe von Ehrungen innerhalb der Junggesellen lag es dann an Glücksfee Margarete Euskirchen die Reihenfolge der Bewerber um die Hahnekönigswürde zu ermitteln. Mit Tobias Monjau, Carsten Monjau, Christian Kessel,Tim Wiest und Tom Seidenberg gab es denn auch fünf Bewerber, die in jedem Fall Ferdinand Jonen als amtierenden Hahnekönig ablösen wollten. Allerdings gab es noch Präses Pastor Frank Klupsch, Vorsitzenden Kai Gantz und Ehrenvorsitzenden Heinz Holthoff, die nicht nur ihre Ehrenschläge absolvierten, sondern sich dann auch mitbeteiligten am Hahnekönig-Wettbewerb. Die launige Moderation oblag natürlich Fred Jonen, der sich in diesem Jahr, zwar wie gewohnt wortreich, allerdings nicht am „Zielwasser-Trinken“ beteiligte, denn er hatte erst am Freitag das Krankenhaus verlassen können. Für die richtige Anordnung des Hahnekorbs, das Verbinden der Augen der Aspiranten und die Versorgung mit dem Säbel sorgte wie gewohnt Dirk Assenmacher. Die Anfeuerung der Aspiranten kamen lautstark aus dem Publikum und auch Pastor Frank Klupsch ergab sich letztlich dem Modus des „Zielwassers“. Mit dem 21. Schlag von Tim Wiest kam dann der Aufschrei aus dem Publikum, der Hahn war erlegt und Tim Wiest der neue Hahnekönig im Jubiläumsjahr wurde auf den Schultern seiner Vereinskameraden mächtig gefeiert. Ihm zur Seite steht die Hahnekönigin Jessica Schmickler, die mit ihrem Hahnekönig den Tanz unter der Junggesellenfahne mit Bravour absolvierte. Beim Königsball am Abend wurde das neue Königspaar groß im Festzelt gefeiert. Der herzliche Gruß des Hahnekönigs Tim Wiest galt Martin Schlimpen von den Schützen, die momentan nicht mit dabei sein können. Sein Dank galt für die Unterstützung den Junggesellen um Vorsitzenden Kai Gantz und Ehrenvorsitzenden Heinz Holthoff sowie der Kirchengemeinde Sankt Laurentius.

Angefangen hatte die Kirmes am Freitag mit der OW-Dancenight, bei der DJ André Merken-Schönebeck mit Musik der 80er und 90er dem riesigen Publikum mächtig einheizte. Am Samstag war dann die offizielle Kirmeseröffnung mit dem Fasstanstich durch Ortsvorsteherin Angela Linden-Berresheim. Böller der Junggesellen verkündeten lautstark im Hafenort den offiziellen Kirmesbeginn. Vor den Toren des Festzeltes herrschte denn auch schon Hochbetrieb, denn die Kinder konnten sich amüsieren mit Entenangeln, Dosenwerfen, auf der Hüpfburg, Malen, Karussellfahren und Kinderschminken. Wenn auch der Kirmesplatz durch die Schulcontainer etwas kleiner ausfiel, so hatte es auch den Vorteil, dass der kleinere Kirmesplatz deutlich gemütlicher wahrgenommen wurde. Natürlich war für Speis und Trank durch die Junggesellen an allen Tagen bestens gesorgt. Dafür stets in Schichten rund 25 Junggesellen im Einsatz. Proppenvoll war das Festzelt auch wieder am Abend, als die Musiker der Sunny Raindrops zum Tanzen einluden. Der Kirmessonntag begann mit der Sankt Laurentiusmesse, zelebriert durch Präses Frank Klupsch. Zu seinen Ehren wurde im Anschluss das Fähndel durch René Elbern geschwenkt. Am Ehrenmal gedachten die Junggesellen im Anschluss der Verstorbenen, bevor im Festzelt mit den Goldbach-Musikanten aus Kempenich ausgiebig der Frühschoppen gefeiert wurde. Währenddessen konnten die Kinder sich auf dem Kirmesplatz gut amüsieren und auch ein Kinderschminken wurde angeboten. Der Tambourcorps sorgte erneut für ein tolles Kuchenbuffet, so dass auch die Versorgung für den Nachmittag gesichert war. Und wer dann noch länger bleiben wollte, und das waren viele, der konnte sich bestens weiter amüsieren zur Musik von DJ Blechkonserve.

So waren die vier Tage Kirmes in Wölle durch die Junggesellen ein Supererfolg, mit dem nach zwei Jahren Pause keiner gerechnet hatte. Aber die Menschen wollten einfach nur Freude haben und zusammen feiern. Das zeigte sich bei der Oberwinterer Junggesellen-Kirmes ebenso wie bei weiteren Festen im Remagener Stadtgebiet. Alle Feste waren weit überdurchschnittlich besucht.

AB

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