Allgemeine Berichte | 05.11.2019

Rotznasentheater in der Brenker Phonolith-Halle: Die fixe Idee der Nixifee

Mit Witz und Enthusiasmus gegen Umweltverschmutzung

Das Unterwasserreich des Meereskönigs ist vermüllt. Aber die Nixifee hat eine fixe Idee... Fotos: BE

Brenk. Die vier Darsteller des bekannten Rotznasentheaters machten bei ihrem Auftritt in der Brenker Phonolith-Halle gleich zwei überraschende Erfahrungen: Schon die jüngsten Besucher ihrer Vorstellung in der kleinsten Gemeinde des Brohltals wussten genau, wie wichtig Müll sammeln und -trennen für die Umwelt ist. Und auch das ist offensichtlich nicht

überall bei Aufführungen so: Die Kids zeigten ein großes Herz für reuige Übeltäter und überraschten mit Toleranz, an der sich mancher Erwachsene ein Beispiel nehmen könnte.

Eine brandaktuelle Thematik

Aber der Reihe nach. Am Samstag gastierte das Tournee-Mitmach-Theater aus dem südlichen Rheinland-Pfalz mit dem neuen Programm „Die fixe Idee der Nixifee“ in der Brenker Phonolith-Halle. Ein aktuelles Programm, das die Vermüllung der Weltmeere und die Gefahren für das Leben im Wasser thematisiert. Das Ensemble ist bekannt dafür, aktuelle Themen pädagogisch verständlich für junge Zielgruppen aufzubereiten. Eingängige Melodien und griffige Texte („Ich pfeif auf das, was Papa sagt“)

sorgten auch in Brenk dafür, dass die kleinen Zuschauer schnell von der Thematik gefangen wurden und während des gesamten Programms begeistert bei der Sache waren. So bangten sie mit der jungen Tochter des Meeresgottes um die Zukunft der Meereslebewesen, begleiteten die Nixe auf ihrer Suche nach der Liebe ihres Lebens und einer Lösung für das Müllproblem, solidarisierten sich gegen den Umweltsünder Willi Wegwerf und setzten sich schließlich für die Rehabilitation des Übeltäters aus, nachdem der erst mal zur Strafe in eine Qualle verwandelt wurde.

Und am Ende halfen alle, die Bühne beziehungsweise die Weltmeere und den Froschteich vom Plastikmüll zu befreien. Die gelben Säcke lagen schon bereit! Da konnten die aufgeweckten Kinder gemeinsam mit den Darstellern zeigen, dass sie es mit dem Müllsammeln und dem Schutz der Natur ernst meinen.

Das junge Publikum glänzte mit seinem Vorwissen

Eltern, Großeltern, die Darsteller und auch VG-Bürgermeister Johannes Bell staunten bisweilen nicht schlecht, was schon die Jüngsten an Umweltwissen einbringen konnten. Es war ein kurzweiliger, unterhaltsamer Nachmittag in der Phonolith-Halle, an dem die Schauspieler und Sänger ihre Zuschauer nicht einfach bespielten, sondern immer wieder geschickt in die Handlung einbezogen. Rainer Jannusch, Jürgen Bräutigam, Julia Schmitt und Justine Kreutzer sind erfahrene Profis auf der Bühne. Bürgermeister Christoph Stenz hat allen Grund, zuversichtlich in die Zukunft der kleinen Gemeinde zu schauen. Denn in Brenk hat sich mit den Steinbruch-Kids und -Teens eine starke Gemeinschaft von Kindern und Jugendlichen gebildet, die schon in jungen Jahren aktiv am Gemeindeleben teilnimmt. An diesem Samstag sorgten die rührigen Kids dafür, dass alle Besucher mit Getränken und Kuchen versorgt wurden. Da wächst eine Generation heran, die in Brenk und im Brohltal noch für viel Aufmerksamkeit sorgen dürfte!

Mit Witz und Enthusiasmus gegen Umweltverschmutzung

Der Schuldige ist entlarvt: Willi Wegwerf wird zur Strafe in eine Qualle verwandelt und erlebt selbst, wie die Lebenswelt im Meer durch Müll zerstört wird.

Der Schuldige ist entlarvt: Willi Wegwerf wird zur Strafe in eine Qualle verwandelt und erlebt selbst, wie die Lebenswelt im Meer durch Müll zerstört wird.

Auf der Suche nach der wahren Liebe!

Auf der Suche nach der wahren Liebe!

Das Unterwasserreich des Meereskönigs ist vermüllt. Aber die Nixifee hat eine fixe Idee... Fotos: BE

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