Selbstverteidigungskurs an der Realschule Plus Puderbach
Mit mir doch nicht!
Puderbach. Kürzlich fand für die Jungen der Klassenstufe 8 ein etwas anderer Schultag statt. Die Schulsozialarbeiterin, Frau Schlechtendahl-Fröhlich hatte einen Selbstverteidigungskurs organisiert.
Ende letzten Jahres hatten bereits die Mädchen , ermöglicht durch die Gleichstellungsbeauftragte der Verbandsgemeinde Puderbach Birgit Musubahu, Gelegenheit, Wichtiges zu diesem Thema in Theorie und Praxis zu erfahren und selbst zu trainieren.
Das Trainerteam mit Armin Denecke (Polizeibeamter und Kampfsporttrainer seit 30 Jahren) sowie Wessna Engels-Denecke (Erzieherin und Übungsleiterin) leitete in beiden Fällen dieses Training. Beide bieten im gesamten Westerwald unter dem Motto „Mit mir doch nicht!“ Seminare zur Gewaltprävention, Selbstbehauptung, Selbstverteidigung und Kampfkunst an.
An diesem Tag galt es, 31 hochmotivierten und engagierten Schülern zunächst wichtige grundsätzliche Informationen zum Thema Gewalt als auch der Bedeutung der Deeskalation zu vermitteln. Durch praktische Übungen kam es schnell zu lebhaften und wertvollen Diskussionen, zum Beispiel das Gewalt teils unterschiedlich wahrgenommen und empfunden wird.
Es schlossen sich wertvolle Tipps und Verhaltensweisen in Gefahrensituationen, unter Beachtung der rechtlichen Voraussetzungen der Notwehr, an. Mut kann gutes tun, Übermut tut bekanntlich selten gut. Durch die Trainer wurde mehrfach verdeutlicht, dass Flucht und Hilfe-Rufen keine Feigheit sind. Einem Kampf sollte jeder grundsätzlich aus dem Weg gehen, sind die möglichen Folgen für sich und andere unübersehbar.
Kaum noch zu bremsen waren die Schüler beim Training von Selbstverteidigungstechniken. Hier wurde aber auch dem ein oder anderen deutlich, dass Kraft allein nicht alles ist. Eine effektive Technik verhilft auch einem vermeintlich Schwächeren, sich aus einer gefährlichen Situation zu befreien. Gezeigt wurden verschiedene effektive Techniken zur Befreiung aus Angriffen, wie zum Beispiel einem Schlag oder Würgen.
Eine Feedbackrunde ergab, dass die Mehrzahl der Jungen das Training sehr gut fanden. Reflektiert wurde dabei, dass durch die Vermittlung von theoretischen Grundlagen, u.a. der Notwehr, viele neue Informationen erfahren wurden.
