Maibaumstellen in Ahrweiler
Mit viel Muskelkraft wurden die Maibäume aufgestellt
Ahrweiler. Das Maibrauchtum in Ahrweiler ist eine mehrere Jahrhunderte alte Tradition und gehört vor allem für die Mitglieder der Junggesellenvereine zu den echten Höhepunkten im Veranstaltungskalender. Das Maibaumaufstellen hat sich in Ahrweiler zu einem Event entwickelt, das von Bevölkerung und Touristen verfolgt wird und bei dem Junggesellen und Gäste mit Kaffee, Kuchen, Bier und alkoholfreien Erfrischungsgetränken sowie Würstchen und Steaks vom Grill bewirtet werden. Die um die 30 Meter hohen Bäume werden dabei jeweils mit Bändern und Fähnchen in den Farben der jeweiligen Hut geschmückt. Beim Aufstellen der Maibäume ist die Muskelkraft der Junggesellen gefragt. Die Bäume werden mit Muskelkraft und ohne die Hilfe von Maschinen aufgerichtet. Dabei werden sogenannte „Micken“, das sind jeweils zwei Holzstämme, die im oberen Bereich über Kreuz zu „Gabeln“ zusammengebunden werden, verwendet.
Den Anfang machten am Samstagabend die „Addemechshöde Jonge“ und die „Ovvehöde Jonge“. Trotz einiger Windböen wurde der Baum hier wie dort auf althergebrachte Weise mit den sogenannten „Micken“ aufgerichtet – Muskelkraft und Koordination waren gefragt. Neben zahlreichen ehemaligen Junggesellen erhielten die Addemechshöde Jonge, deren Baum gelb-weiße Farben trägt, tatkräftige Unterstützung der Niddehöde Jonge und des Junggesellenvereins Bachem. Auch in der Oberhut hatten sich etliche Helfer, auch von der Ahrhut eingefunden, sodass der mit schmuckem Kranz und blau-weißen Fähnchen verzierte Riese in den Himmel gestemmt werden konnte.
Da steht er der große Maibaum der die „Ovvehöde Jonge“.
