Gesellschaft für Stadtgeschichte und Kultur e.V., Höhr-Grenzhausen
Mitgliederversammlung war sehr gut besucht
Höhr-Grenzhausen. Der Vorsitzende der Gesellschaft für Stadtgeschichte und Kultur e.V., Jürgen Johannsen, hatte die Mitglieder eingeladen. Wegen den Corona Beschränkungen fand die Versammlung in der Gaststätte „Til Eulenspiegel“ statt. Hier hatte der Wirt, Guido Kröff und sein Team, den Versammlungsraum entsprechend den gesetzlichen Vorgaben bestens hergerichtet.
Nach der Begrüßung bat der Vorsitzende zunächst die Mitglieder sich zu Ehren und zum Gedenken an die in den Jahren 2019, 2020 und 2021 elf verstorbenen Vereinsmitglieder von ihren Plätzen zu erheben. In das Totengedenken bezog Johannsen auch die Opfer der Flutkatastrophe vom gleichen Tag mit ein.
Vor Eintritt in die Tagesordnung begrüßte der Vorsitzende den Bürgermeister der Verbandsgemeinde. Thilo Becker, und den Stadtbürgermeister, Michael Thiesen, und bedankte sich für die ideelle und finanzielle Unterstützung der GSK.
Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Gesellschaft in diesem Jahr bedankte sich Johannsen bei den vier anwesenden Gründungsmitgliedern Frieda Krebs, Michael Thiesen, Uwe Christian Finke und Marianne Popp für die Unterstützung und die langjährige Treue zum Verein.
In seinem Bericht ging der Vorsitzende zunächst auf die Entwicklung der Mitgliederzahlen ein. Seit ihrer Gründung im August 1996 konnte die Gesellschaft die Mitgliederzahlen stetig erhöhen und die altersbedingten Abgänge durch neue Mitglieder ausgleichen. In den Berichtsjahren 2019 bis heute waren 13 Abgänge zu beklagen. Die Liebe zur Heimat und die Erforschung der Geschichte von Höhr-Grenzhausen liegt vielen Bürgerinnen und Bürgern am Herzen. So konnten im vorgenannten Zeitraum 12 neue Mitglieder begrüßt werden. Die aktuelle Mitgliederzahl betrug zum 1. Januar 91 Mitglieder. Das war eine Steigerung gegenüber dem Jahr 2015 um fast 100 %.
Betreuung des Stadtmuseums
In seinem Tätigkeitsbericht betonte der Vorsitzende, dass ein gewichtigter Teil der Arbeit der GSK nach wie vor die Betreuung und Unterhaltung des Stadtmuseums sei. Er bedankte sich besonders bei Frieda Krebs und Carla Rech, die dafür sorgen, dass die Räumlichkeiten gepflegt und die Ausstellungsstücke beschriftet sind und auch am richtigen Platz stehen, damit sich die Besucher beim Aufenthalt im Stadtmuseum wohlfühlen. Allerdings gäbe es auch immer wieder Diskussionen über die Gestaltung des Museums. Tatsächlich könnten die Räumlichkeiten mindestens doppelt so groß sein, um die gesammelten Gegenstände zu präsentieren. Leider war das Museum wegen der Corona-Pandemie seit über einem Jahr geschlossen. Seit Juli dieses Jahres kann das Museum wieder Besucher zu den Öffnungszeiten (2. und 4. Sonntag im Monat, 14 bis 17 Uhr) empfangen. Der Vorstand der GSK wünscht sich eine Steigerung der Besucherzahlen, vor allem aus der eigenen Bevölkerung. Für Schulklassen oder Gruppen seien auch außerhalb der Öffnungszeiten Besuche möglich (Kontakt: 02624/3259 oder 016097552685 oder unter www.gsk-hg.de).
Im weiteren Verlauf der Mitgliederversammlung berichtete Johannsen über das Projekt „Schaufenster Innenstadt“. Seit Juli 1997 präsentiert die GSK im Schaufenster des ehemaligen Modegeschäfts Himmerich Fotoaufnahmen aus früheren Zeiten. Ursprünglich als einmalige Veranstaltung gedacht, wurde, aufgrund der großen Resonanz in der Bevölkerung, aus der einmaligen eine Dauerausstellung. Ein Dankeschön richtete der Vorsitzende an die Fotogruppe der GSK und lobte deren Einsatz beim Auf- und Umbau der historischen Fotoausstellung. Bisher wurde 17 mal das Ausstellungsthema gewechselt, die Dekoration angepasst und eine Auswahl unter den gesammelten Fotos getroffen. Engagiert und motiviert arbeiten die Mitglieder der Foto-AG mit der Überzeugung für das Stadtbild etwas Gutes zu tun.
Als dritten Aufgabenschwerpunkt bezeichnete Jürgen Johannsen den Aufbau eines elektronischen Archivs und gab das Wort an den Sprecher der EDV-Gruppe, Werner Münzel, ab. In seinem Vortrag informierte er die Versammlung über die vor gut einem Jahr begonnene Einrichtung eines elektronischen Netzwerkes. Die Arbeiten sind inzwischen abgeschlossen und es wurde mit der Eingabe der Dokumente, Zeitungsberichten und Bücher begonnen. Die Geräte seien untereinander vernetzt, sodass an allen Arbeitsplätzen gleichzeitig gearbeitet werden kann. Außerdem sei der Zugriff auf das Netzwerk sowohl intern (Katharinenstraße 5) wie auch extern von zu Hause möglich. Anhand einer praktischen Video-Vorführung zeigte Werner Münzel die Funktionsweise der Datenerfassung, die Möglichkeiten der Suchfunktion und über weitere Anwendungen der angeschafften Archivierungs-Software. Dieses Projekt wurde von der NASPA-Stiftung mit 1850 Euro und von der Günter-Schwebsch-Stiftung mit 800 Euro gefördert.
Ausblick
Abschließend gab der Vorsitzende einen Ausblick auf die vom Vorstand vorgesehenen Aktionen. Im Oktober 2021 plane man aus Anlass des 25-jährigen Bestehens der GSK ein kleines Museumsfest auf dem Laigueglia-Platz. Über das Programm wird zur gegebenen Zeit berichtet.
Für das nächste Frühjahr möchte die GSK eine Gemäldeausstellung heimischer Maler im CTC präsentieren. Die Vorbereitungen laufen nach den Sommerferien an.
Auf der Tagesordnung stand nun der Bericht der Kassiererin Doris Berners und der Kassenprüfer.
Zunächst trug die Kassiererin ausführlich und detailliert die Positionen der Jahresabschlüsse 2019 und 2020 vor. Sie informierte die Mitgliederversammlung über die im Berichtsjahr getätigten Einnahmen und Ausgaben. Sie wies insbesondere darauf hin, dass die Gesellschaft von der Höhe der Zuschüsse abhängig sei. Aus diesem Grund müssten die Ausgaben immer kritisch betrachtet und neue Sponsoren gewonnen werden. Das Berichtsjahr schloss mit einem positiven Ergebnis von 8,40 Euro ab. Einnahmen von 14.585,89 standen Ausgaben von 14.577,49 Euro gegenüber.
Im Geschäftsjahr 2020 wurden Ausgaben von 19.075,87 Euro getätigt. Auf der Einnahme-Seite wurden 18.595,53 Euro verbucht. Somit entstand ein Verlust von 480,34 Euro. Die Kassenprüfung erfolgte durch Bernhard Grimm und Michael Dombek. Der Kassenprüfer Michael Dombek trug das Ergebnis der Kassenprüfung vor und stellte fest, dass sich bei der Prüfung keine Beanstandungen ergeben hätten. Die Kassenprüfer lobten ausdrücklich die übersichtliche und beispielhafte Kassenführung. Die Mitgliederversammlung entlastete einstimmig die Kassiererin.
Anschließend stellte Michael Thiesen den Antrag auf Entlastung des Vorstandes und bedankte sich, auch im Namen der Stadt Höhr-Grenzhausen, für die gute und segensreiche Arbeit der GSK. Der Vorstand wurde ebenfalls einstimmig entlastet.
Bei den anstehenden Neuwahlen wurden für die nächsten drei Jahre Jürgen Johannsen zum 1. Vorsitzenden, Uwe Christian Finke zum stellvertretenden Vorsitzenden, Doris Berners zur Kassiererin und Werner Münzel zum Schriftführer gewählt. Zu Beisitzern wählte die Versammlung Jürgen Zöller, Michael Dombek und Stephan Bläsner. Alle Gewählten nahmen die Wahl an.
Jürgen Johannsen schloss die Versammlung mit einem Vierzeiler aus einer Hochzeits-Zeitung vom 27. März 1913 zur Vermählung des Fräul. Emilie Sanner mit Herrn Otto Schmidt zu Grenzhausen: „Grenzhausen liegt im Nassauer Land, am Rhein liegt Oberwesel, zum Bessermachen gehört Verstand, kritisieren kann jeder Esel!“
