Erschließung der Entwicklungsmaßnahme Fachhochschule abgeschlossen
„Mobilitätsgarten“ als Generationentreff
„Am Blümlingspfad“ können sich die Bewohner des neuen Stadtquartiers an Sportgeräten fit halten
Rheinbach. Mit dem „Mobilitäts
garten“, der jetzt offiziell eingeweiht wurde, haben die Bewohner des Fachhochschulviertels in Rheinbach die Möglichkeit zur kostenlosen sportlichen Betätigung in ihrem direkten Wohnumfeld. Die knapp 1000 Quadratmeter große Freizeitfläche „Am Blümlingspfad“ soll künftig ein Treffpunkt für Jung und Alt in unmittelbarer Nähe sowohl des Kindergartens als auch des Seniorenwohnheimes werden.
„Der Mobilitätsgarten bietet sowohl Kindern als auch der älteren Generation die Möglichkeit zur körperlichen Betätigung“, erklärte Bürgermeister Stefan Raetz unter dem Beifall zahlreicher Anwohner. Die probierten die bereits aufgestellten drei stabilen Sportgeräte gleich aus. Vor allem der Walker für zwei Personen fand allgemeine Zustimmung, aber auch die „Taillen-Station“ zur Ertüchtigung von Taille und Bauch-Bereich sowie die Beinpresse wurden intensiven Tests unterzogen. Erstes Fazit: „Macht Spaß und Laune, sowohl beim Selbermachen wie auch beim Zugucken!“
Qualitätvolles Wohnen sicherstellen
Raetz wies darauf hin, dass die Inbetriebnahme des Mobilitätsgartens den offiziellen Abschluss aller Erschließungsmaßnahmen im Umfeld der Entwicklungsmaßnahme Fachhochschule darstelle und somit den Schlusspunkt unter die Bildung eines gänzlich neuen Stadtquartiers in den vergangenen 15 Jahren setze. Im Bereich des „Blümlingspfades“ seien mittlerweile einige Hundert Wohneinheiten entstanden, außerdem hätten sich rund um die Fachhochschule zahlreiche neue Firmen angesiedelt. Um ein qualitätvolles Wohnen für die Neubürger sicherzustellen, habe die Stadt hier einen eigenen Kindergarten, einen großen Kinderspielplatz sowie einen Quartiersplatz schon in den vergangenen Jahren fertiggestellt. Der Mobilitätsgarten sei nun das „Tüpfelchen auf dem i“ und lade ein zur gemeinsamen Betätigung im öffentlichen Raum.
Die Stadtverwaltung wünsche sich, dass sich an dieser Stelle ein generationsübergreifender Treffpunkt herausbilde, wo sich Jung und Alt zu Sport und Freizeitaktivitäten aller Art treffen könnten. Dafür sollen insgesamt fünf Mobilisierungsspielgeräte aufgestellt werden, von denen drei bereits an Ort und Stelle sind. Für zwei weitere, einen Hüftschwinger und einem Gesäßtrainer, werden noch Sponsoren gesucht.
Mit Bocciabahn und Kleinspielfeld
Auch die mit Grauwacke edel eingerahmte Bocciabahn und das Kleinspielfeld mit der Möglichkeit, ein Volleyball- oder Badminton-Netz aufzuhängen, sollten die Zielsetzung der Mobilisierung der Bevölkerung unterstützen. Wer aber keine Lust habe, sich selbst sportlich zu betätigen, könne ebenso gut auf einer der zahlreichen Bänke Platz nehmen und den anderen bei ihren schweißtreibenden Betätigungen zuschauen, bemerkte Raetz mit einem Augenzwinkern.
Wenn die derzeit in Bau befindlichen Mehrfamilienhäuser in direkter Nachbarschaft fertiggestellt seien, entstehe ein gewisser Innenhofcharakter, der Schutz und Aufsicht zugleich biete. Raetz gab nämlich seiner Hoffnung Ausdruck, dass dieser schöne Platz und seine frei zugänglichen Sportgeräte möglichst lange unbeschadet überstehe.
Die Rechnung kommt vor Weihnachten
Besonders erfreulich sei es, dass die Verwirklichung dieses Projekts durch die Unterstützung der angrenzende Anwohner erst ermöglicht worden sei, denn diese hätten die Herstellung der Fußwege zum Mobilitätsgarten finanziell getragen.
Erst diese aktive Unterstützung aus dem direkten Umfeld habe dieses zukunftsweisende Modellprojekt der Freiflächengestaltung in Wohnquartieren erlaubt. Erfreulicherweise habe die Stadt aufgrund dieses bürgerschaftlichen Engagements im Wettbewerb der Stiftung „Lebendige Stadt“ zum Thema „Barrierefrei Stadt, Eigenständigkeit, Mobilität und Teilhabe“ für dieses Projekt eine lobende Erwähnung und Urkunde erhalten.
Der Bürgermeister dankte aber auch dem Landschaftsplanungsbüro Esser aus Rheinbach, das sowohl die planerische Vorarbeit als auch die aufwändige Koordination vor Ort für dieses Projekt übernommen habe und für die gelungene Ausführung verantwortlich zeichne. Einen Wermutstropfen hatte Bauamtsleiterin Sigrid Burkhart jedoch noch zu verkünden: „Vor Weihnachten kommen noch die Abrechnungen ins Haus - aber es kostet weniger als ursprünglich geplant!“
VJ
