Allgemeine Berichte | 10.03.2016

Frühjahrsdelegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Mayen-Koblenz e.V.

Moderne Brandverläufe – koordinierte Taktik

V.l.n.r. Vorsitzender Horst Helmes, stellvertretende Geschäftsführerin der Unfallkasse Rheinland-Pfalz Klaudia Engels, Referent Christian Emrich, Landrat Dr. Alexander Saftig.Privat

Andernach. Der Einladung des Kreisfeuerwehrverbandes Mayen-Koblenz e.V. zu der diesjährigen Frühjahrsdelegiertenversammlung zur Unfallkasse in Andernach sind rund 150 Feuerwehrangehörige aus dem gesamten Kreisgebiet sowie Landrat Dr. Alexander Saftig, eine Vielzahl von Bürgermeistern aus dem Kreisgebiet und der Kreisfeuerwehrinspekteur Rainer Nell mit seinen Stellvertretern Stefan Voigt und Andreas Faber gefolgt. Die stellvertretende Geschäftsführung der Unfallkasse Rheinland-Pfalz Klaudia Engels hob als Gastgeberin die Kooperation mit den Feuerwehren hervor: „Die Beziehung zum Kreisfeuerwehrverband Mayen-Koblenz ist schon fast in Stein gemeißelt und die Tür der Unfallkasse ist für die Feuerwehren stets geöffnet.“ Auch Landrat Dr. Alexander Saftig bekräftigte, dass „der Landkreis für die Anliegen der Feuerwehr stets ein offenes Ohr hat“. Claus Peitz als Bürgermeister der Stadt Andernach würdigte insbesondere das Engagement der Feuerwehren für die Gesellschaft. „Diese sorgen dafür, dass helfen wollen und helfen können lebendig bleibt.“, so Claus Peitz in seinem Grußwort.

Fachvorträge

Traditionsgemäß steht die Frühjahrsdelegiertenversammlung im Zeichen der Information durch Fachvorträge zu verschiedenen Themengebieten. So konnten in den vergangenen Jahren Vorträge zur technischen Unfallhilfe an Fahrzeugen, zum richtigen taktischen Vorgehen zur Vermeidung von Schäden und zu den Gefahren im Einsatz durch Kohlenstoffmonoxid den Feuerwehrangehörigen wichtige Informationen für den Einsatzalltag vermitteln. In diesem Jahr konnte Christian Emrich von der Berufsfeuerwehr München mit dem Vortrag „Moderne Brandverläufe – koordinierte Taktik“ anhand wissenschaftlicher Dokumentationen einen Überblick zu der Entwicklung von Bränden in zeitgemäß eingerichteten Wohnung im Vergleich zu den noch vor Jahrzehnten üblichen Wohnungseinrichtungen geben. Aufgrund der Verwendung von Kunst- und Verbundstoffen in einer Vielzahl von Einrichtungsgegenständen ergeben sich heute bereits in kurze Zeit nach dem Ausbrauch eines Brandes in einer Wohnung immense Mengen an Rauch und bedingt durch die immense Hitze die vermehrte Produktion Pyrolyse Gase, die schließlich zu einer Brandausbreitung im der gesamten Wohnung führen können. Ferner ging der Referent auf die hieraus erforderliche Änderung der Einsatztaktik mit der zielgerichteten und zum richtigen Zeitpunkt durchgeführten Belüftung von Brandstellen in Gebäuden ein.

V.l.n.r. Vorsitzender Horst Helmes, stellvertretende Geschäftsführerin der Unfallkasse Rheinland-Pfalz Klaudia Engels, Referent Christian Emrich, Landrat Dr. Alexander Saftig.Foto: Privat

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