Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Schwerdonnerstag in Mülhofen

Möhnen zündeten Sitzungsfeuerwerk

Möhnen zündeten Sitzungsfeuerwerk

Auch ein wenig Wehmut mischte sich ins fröhliche Programm, als Monika Brink von der Bühne verabschiedet wurde. Foto: privat

15.03.2019 - 16:40

Bendorf. Am Schwerdonnerstag zeigten die Mülhofener Möhnen einmal mehr ihr karnevalistisches Können. Obermöhn Annika Müller zündete eine karnevalistische Rakete nach der anderen: Büttenreden, Tänze, Sketche und Stimmungsmusik fügten sich in einem viereinhalbstündigen Programm zu einem grandiosen Feuerwerk der guten Laune. Übrigens konnte sie in diesem Jahr ein kleines „Jubiläum“ feiern: Zum fünften Mal leitete sie die Sitzung des Möhnenvereins.

Um 15.11 Uhr hieß es „Jetzt geht’s los“ und Obermöhn Annika zog mit Solomariechen, Garde, Tanzpaar, Möhnenelferrat und Ehrendamen in die Narrhalla voller bunt kostümierter Narren ein. Nach einer schwungvollen Antrittsrede sangen die Möhnen zum Auftakt erst einmal ein schmissiges Lied. Die Ehrengäste wurden begrüßt und Ditmar Balzen für seine langjährige Hilfe bei den Sitzungen geehrt.

Als dieser offizielle Teil vorbei war, startete Ursel Freisberg als „Müllowener Botin“ in das karnevalistische Programm. Egal ob politische oder gesellschaftliche Ereignisse – kein Thema war vor ihrer kritischen Betrachtung sicher.

Gleich im Anschluss machte der Festausschuss Bendorfer Karneval den Möhnen seine Aufwartung. Die vielen bunten Bendorfer Karnevalsfarben vereint auf einer Bühne ergaben ein prächtiges Bild. Alexandra Patzig nutze dieses und animierte das Publikum in einem „Flashmob“ zu Kasalla-Klängen, sich zu bewegen und bei der Sitzung mitzumachen.

Anschließend eroberten die Kleinsten des Möhnenvereins, die „Stoppelhopser“, als Cowgirls und Cowboys die große Bühne. Eine „Stadtfrau und eine Landfrau“ warten auf den Zug. Was man in der Zeit so alles erledigen kann, boten Monika Boos und Marie Emme in ihrem gekonnt gespielten Sketch dar. Dabei kamen sie gänzlich ohne Worte, jedoch mit vielen Lachern des Publikums, aus.

Schon stand der nächste Tanz auf dem Programm. Die Mülhofener Strolche präsentierten ihren diesjährigen Tanz „Diva“ in glitzernden Kostümen und mit viel Begeisterung. Die Strolche zählen zu den jungen Aktiven des Vereins, ganz im Gegenteil zu dem „alternden Funkenmariechen“, das sodann die Bühne betrat. Obermöhn Annika Müller glänzte in der Rolle des in die Jahre gekommen Mariechens. Und auch wenn sie dafür die erste Rakete des Nachmittags erhielt, so überließ sie das Gardetanzen lieber doch der jüngeren Generation und gab die Bühne frei für die Möhnengarde, die einen schmissigen und mitreißenden Tanz zu kölschen Liedern auf das Parkett legte.


Gravierte Tafel als Dank


Es folgte ein etwas wehmütiger Punkt, denn nach 47 aktiven Jahren auf der Möhnenbühne wurde das Büttenass, die ehemalige zweifache Obermöhn und langjährige 2. Vorsitzende Monika Brink in den wohlverdienten Redner-Ruhestand verabschiedet. Der Verein bedankte sich bei ihr mit einer gravierten Steintafel.

Doch für Wehmut blieb nicht lange Zeit, denn ruckzuck ging es weiter. Rolf Kuppler betrat als „Chili-Tester“ zum ersten Mal die Möhnen-Bütt und berichtete über eine Reise nach Texas zum Chili-Wettbewerb, bei dem es teilweise ganz schön scharf zuging. Ebenso feurig war der nächste Programmpunkt: der Solotanz von Emily Nebendahl. Erst zum zweiten Mal stand sie als „Solomariechen“ auf der Bühne, doch ihren Tanz brachte sie sehr gekonnt und mit viel Charme dar.


Männer mussten einstecken


„Frauen sind einfach die Besten“, wusste Monika Boos. In ihrem Vortrag, den offensichtlich viele Frauen im Publikum sehr gut nachvollziehen konnten, ließ sie an der Männerwelt kein gutes Haar. Aber es gibt nun Mal Tatsachen, die lassen sich einfach nicht schönreden.

Als Nächste eroberten die „Freixnett Girls“ mit ihrem Showtanz „Kölsche City“ die Bühne. Reiseführerin Marie Emme führte die Tänzerinnen von einem kölschen Hit zum nächsten. Ein schmissiger Tanz mit tollen Hebefiguren rundete diesen hervorragenden Auftritt ab.

Das darauf folgende Zwiegespräch „Blond und Blöd“ passte perfekt in die gute Stimmung. Nicole Fischer und Björn Kuppler, beides Mülhofener Büttenasse, lieferten sich als Ehepaar, das auf dem Weg zur Möhnensitzung den Bus verpasst hat, ein Zwiegespräch, bei dem wirklich kein Auge trocken blieb.


Rockende Rollatoren


Die „Golden Girls“ warteten anschließend auf ihren Auftritt. Warteten sie etwa schon zu lange? Denn sie kamen sichtlich gealtert, mit greisem Haar und Rollator auf die Bühne. Doch dann ging es richtig ab. Mit ihrer Darbietung „Omas Rock“, auch Rollatoren können rocken, begeisterten sie das Publikum. Als „freche Putzfrauen“ sorgten Trixi Wingender und Ursel Freisberg danach erst einmal für Sauberkeit auf der Bühne. Doch statt viel zu arbeiten, tauschten sie sich lieber über ihre Männer und das, was bei ihnen daheim so los ist, aus. Da blieb kein Auge trocken.

Anschließend wurde es stockduster im Saal, bis plötzlich auf der Bühne vier LED-Strichmännchen zu sehen waren, die zu flotter Musik eine kesse Sohle aufs Parkett legten. Nach ihrer tänzerischen Pause standen die Crazy Girls endlich wieder auf der Möhnenbühne und begeisterten mit ihrem Tanz und den Lichteffekten das Publikum.

„Hilde und Herbert“ haben sich bei Dieter Bohlen für DSDS beworben, sind jedoch nur in der Mülhofener Möhnensitzung gelandet. Dort versuchten sie ihr Glück und drehten mit dem Titel „Je ne regrette rien“ ein Bewerbungsvideo. Das war so komisch, dass die Zuschauer sich die Lachtränen wegwischen mussten. Zum ersten, aber hoffentlich nicht zum letzten Mal standen Sabine Becker-Hoffmann und Wolfgang Geil bei den Möhnen auf der Bühne.

Karibisches Flair brachten anschließend die „Fanta 10“ der KG Mülhofen in die Halle. Für ihre ausgefallenen Show-Tänze mit tollen Hebefiguren sind sie bekannt. Rhythmus haben sie im Blut. Das bewiesen sie auch in diesem Jahr wieder mit ihrem Super-Tanz „Karibische Nächte“.


Zum Finale auf die Wiesn


Doch auch Münchner Nächte können heiß sein, besonders zum „Oktoberfest“. Wiesn-Stimmung herrschte bei der großen Abschluss-Show. Nach einem zünftigen Einzug der Musikkapelle eroberten Andreas Gabalier (Trixi Wingender), Marianne und Michael (Sabine Bendel und Medi Kostka) und DJ Ötzi (Karin Friemel) die Bühne. Obermöhn Annika bewies mit ihrem Schuhplattler einmal mehr, dass sie ein absolutes Allround-Bühnentalent ist. Auch ein Tanz um den Maibaum durfte nicht fehlen. Dieser gutgelaunte Schlusspunkt brachte den Saal so richtig zum Kochen und so konnte die Obermöhn die Sitzung in bester Party-Laune beenden.

Das Duo „Mario und Nico“ übernahm ab jetzt die Regie und sorgte bei der anschließenden „After-Show-Party“ noch für Stimmung.

Übrigens: Es sind noch einige Gewinne übrig geblieben. Diese können bei Ellen Degen, Tel. (0 26 22) 92 31 40, abgeholt werden.

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Weitere Berichte

Katholische Frauengemeinschaft kfd „St. Luzia" Löf

Verbundenheit mit Frauen in Slowenien

Löf. „Kommt, alles ist bereit!“ Unter diesem Motto des Weltgebetstages hatten Frauen aus Löf und Brodenbach zur Feier in den Bürgerraum in Löf eingeladen, zu der 40 Frauen aus dem näheren Umfeld gekommen waren. mehr...

Mitgliederversammlung des Wachtberger Wander-Vereins (WWV) e.V.

Bildervortrag und Buchvorstellung

Niederbachem. Der Wachtberger Wander-Verein (WWV) e.V. lädt für Freitag, 5. April, Beginn 18 Uhr, zu seiner diesjährigen Mitgliederversammlung ein. Die Versammlung findet im Hotel Dahl in Wachtberg-Niederbachem, Heideweg 17 statt. mehr...

Weitere Berichte
Unterstützung für
Mütter und Kinder in Not

Lions Club Bonn-Rhenobacum

Unterstützung für Mütter und Kinder in Not

Königswinter. Das Haus Heisterbach ist aus „Bausteinen für das Leben“ aufgebaut worden: Seit 25 Jahren finden Mütter mit ihren Kindern einen Neubeginn für ihr Leben in eigener Verantwortung. Dazu verhelfen... mehr...

Ehrung langjähriger Mitglieder

Musikverein Kobern

Ehrung langjähriger Mitglieder

Kobern. Auf der Jahreshauptversammlung des Musikvereins Kobern wurden Lena Homburg für zehn Jahre, Julia Müller für 20 Jahre, Ralf Dötsch für 40 Jahre und Franz-Josef Brohl für sage und schreibe 50 Jahre Mitgliedschaft im Musikverein Kobern geehrt. mehr...

Fleißige Helfer
bei der Müllsammlung

Heimatverein Pech e.V.

Fleißige Helfer bei der Müllsammlung

Pech. Bei trübem, aber angenehm mildem Wetter sammelten ungefähr zwanzig Freiwillige jeden Alters Straßenmüll in Pech an einem von zwei Samstagen, an denen im ganzen Rhein-Sieg-Kreis Aufräumaktionen stattfanden. mehr...

Politik
Kandidaten für die Wahl
des Gemeinderates aufgestellt

Mitgliederversammlung der CDU Burgen-Brodenbach

Kandidaten für die Wahl des Gemeinderates aufgestellt

Brodenbach. Die CDU Brodenbach hat kürzlich im Rahmen einer Mitgliederversammlung die Weichen für die Kommunalwahl gestellt. Sichtlich erfreut konnte der Vorsitzende Jens Firmenich neben zahlreich erschienenen... mehr...

Johannes Liesenfeld
Bürgermeisterkandidat für Löf

CDU-Ortsverband Hatzenport-Löf-Kattenes

Johannes Liesenfeld Bürgermeisterkandidat für Löf

Löf. Die CDU-Mitglieder wählten Johannes Liesenfeld bei der gutbesuchten Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes Hatzenport-Löf-Kattenes einstimmig zum Kandidaten für die anstehende Ortsbürgermeisterwahl. mehr...

Liste für die
Kommunalwahlen aufgestellt

Wählervereinigung Für Kobern-Gondorf-Dreckenach

Liste für die Kommunalwahlen aufgestellt

Kobern-Gondorf. Die Wählervereinigung Für Kobern-Gondorf-Dreckenach hat in ihrer Mitgliederversammlung ihre Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahlen zum Gemeinderat und für das Amt des Ortsbürgermeisters in Kobern-Gondorf festgelegt. mehr...

Sport
Knappe
Heimniederlage für die Erste

SV Untermosel Senioren-Fußball

Knappe Heimniederlage für die Erste

Kobern. Im Heimspielauftakt 2019 ging es gegen den Tabellenzweiten RW Koblenz II, gegen den man zwar nicht favorisiert, aber nicht chancenlos war. Mit Windunterstützung erarbeitete die Erste sich eine leichte Feldüberlegenheit, musste aber immer wieder auf die Konter der Gäste aufpassen. mehr...

Vom Winde verweht

Erste Mannschaft des SV Untermosel fuhr zum TuS Immendorf

Vom Winde verweht

Kobern-Gondorf. Zum Rückrundenauftakt ging es zum souveränen Tabellenführer nach Immendorf. Wo man genau stand, wusste man nach der durchwachsenen Vorbereitung nicht genau, jedoch war man sicherlich Außenseiter in dieser Partie. mehr...

Jugend-Handball JSG Welling/Bassenheim

Spiele der weiblichen E-Jugend

Welling. Während die E1 im letzten Saisonspiel gegen den TV Engers mit 25:15 gewann, verlor die E2 gegen Tabellenführer Grün-Weiß Mendig mit 5:15. mehr...

Wirtschaft
Janine – mein Platz im Leben

- Anzeige -Zweiter Teil der POCO-Serie mit TV-Star Janine Kunze läuft seit 20. März

Janine – mein Platz im Leben

Region. Film ab: Lustiges, Trauriges, Überraschendes und vor allem wieder Janine Kunze in der Titelrolle gibt es in der zweiten Folge der POCO-Serie „Janine – mein Platz im Leben“. Sie ist seit 20. März auf der Homepage des Einrichtungsdiscounters www.poco.de/dieserie und auf YouTube zu sehen. mehr...

5.000 Euro gespendet

- Anzeige -Koblenzer Hospizverein e.V.: Mobil dank PSD Bank

5.000 Euro gespendet

Koblenz. Die PSD Bank mit ihrer in Koblenz ansässigen Zentrale ist eine genossenschaftliche Direktbank inkl. Beratung mit Schwerpunkt Privatkundengeschäft. mehr...

Schuhe „Made in Kaisersesch“

Orthopädie Schuhtechnik Dünzen eröffnet in Kaisersesch

Schuhe „Made in Kaisersesch“

Kaisersesch. Die Firma Orthopädietechnik Dünzen hat ihr neues Ladenlokal eröffnet. Sie wurde ursprünglich in Zell an der Mosel gegründet. Auf der Suche nach einem neuen geeigneten Ladenlokal ist Herr Dünzen in der Koblenzer Straße in Kaisersesch fündig geworden. mehr...

 
Lesen Sie Jetzt:
Umfrage

Fridays for Future - Schüler streiken fürs Klima: Was sagen Sie?

Find ich gut!
Streiken ja, aber nicht in der Schulzeit.
Das bringt eh nichts.
Es darf nicht bei Protesten bleiben, es muss gehandelt werden.
zusteller gesucht
Anzeige
 
 
Kommentare
Uwe Klasen:
Windräder töten täglich 5 bis 6 Milliarden Insekten! Eine aktuelle Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) „Interference of Flying Insects and Wind Parks“ vom 30.10. 2018 kommt nun zu dem Ergebnis, dass in den deutschen Windparks, mit ca. 25.000 Windkraftanlagen, etwa 1.200 Tonnen Insekten oder ca. 50 kg an Insekten pro Windkraftanlage und Jahr getötet werden.

Treibt in Plaidt ein Hundehasser sein Unwesen?

Lothar Schmitz:
Habe vor ca. 2 Jahren jemand dort beobachtet, der vergiftete Köder ausgelegt hat. Es handelte sich eine mir bekannte, und keineswegs um eine geistig verwirrte Person. Habe die Polizei benachrichtigt und diesen auch vor Ort die Adresse des Täters genannt. Hatte leider den Eindruck, dass man es bei einem erhobenen Zeigefinger beliess.
Wallykarl:
Warun wird hier der "Undercut" erklärt, damit die Bevölkerung ihrer mittlerweile zwanghaften Rolle als Hilfspolizist gerecht wird?
Service
LESETIPPS
GelesenEmpfohlen
Anzeige Online bestellen

Geben Sie Ihre Anzeige in wenigen Schritten einfach selbst auf - Rund um die Uhr auf unserer Online-Anzeigenaufgabe! Wählen Sie hier einfach die passende Rubrik aus.