Gemeinde Alken
Moosemann daheim
Am Sonntag, 7. März
Alken. Das diesjährige 773. Moosemannsfest muss aufgrund der aktuellen Coronasituation anders ablaufen als gewohnt.
Natürlich wollen die Heimatfreunde Alken aber auch in diesen Zeiten den ältesten Brauch bewahren und an die Geschichte des Moosemann erinnern. Zum gewohnten Termin, dem dritten Fastensonntag, in diesem Jahr der 7. März, wird ab 14 Uhr die Geschichte des Moosemann über die Ortssprechanlage zu hören sein.
Ein Ritter zu Pferd wird durch die Alkener Straßen ziehen, gefolgt von dem traditionell geschmückten Baum. Im Anschluss werden die Heimatfreunde an alle Kinder bis zwölf Jahren die gewohnten Brezeln verteilen.
Um der Aktion einen schönen Rahmen zu geben, werden alle Einwohner, vor allem natürlich die Familien mit Kindern, gebeten, sich vor ihren Häusern einzufinden.
Es wird darum gebeten, die Coronaauflagen unbedingt zu beachten, vor allem bitte ausreichenden Abstand zu allen nicht zum eigenen Haushalt gehörenden Personen zu halten.
Die Geschichte des Moosemanns
Hier zur Erinnerung die Geschichte des Moosemanns: Der Ursprung des Festes geht zurück auf das Jahr 1248, als die Burg Thurant nach über einjähriger Belagerung durch die Erzbischöfe zu Trier und Köln in Besitz genommen wurde.
Nachdem die Burg Thurant bereits seit ihrer Erbauung mehrfach im Mittelpunkt verschiedener Erb- und Besitzstreitigkeiten war, begann im Jahr 1247 ein Angriff über den Bleidenberg und später auch über den Schafsberg auf die Burg hoch über Alken. Obwohl die Burginsassen sich tapfer gegen eine Übernahme wehrten, gingen nach der langen Belagerungszeit die Vorräte zur Neige und die Bedrängnis der Eingeschlossenen wurde immer größer.
In Ihrer Not griffen sie zu einer List und der tapfere Junker Emmerich von Leiningen durchbrach in Moos gehüllt am Nordhang der Burg die feindlichen Linien. Im Alkener Bachtal angekommen befreite er sich aus dem Moosballen und machte sich auf den Weg nach Heidelberg. Als die Belagerer am nächsten Morgen den Moosballen fanden, suchten sie mit ihren Piken nach dem Entkommenen. Die Mühe war jedoch vergeblich, weil vor Eintreffen der Hilfe die Erzbischöfe von Trier und Köln die Burg in gemeinsamen Besitz eingenommen hatten.
Zur Erinnerung an die mutige Tat des Junkers Emmerich wird seither jeweils am dritten Fastensonntag in Alken das Moosemannsfest gefeiert.
Pressemitteilung der
Gemeinde Alken
