Allgemeine Berichte | 17.02.2016

Lesung im Kultur-Café Germania in Cochem

„Mord in Öl“

Erfolgsautor Peter Friesenhahn stellte seinen neuen Krimi vor

Erfolgsautor Peter Friesenhahn (li.) stellte im Kultur-Café Germania seinen neuen Kriminalroman „Mord in Öl“ vor. Herbert Budweg machte sich hierzu seine „kulinarischen Gedanken“.TE

Cochem. Allrounder Peter Friesenhahn, seines Zeichens Musiker und Filmemacher, Kabarettist und Buchautor, war im Kulturcafé Germania in Cochem zu Gast und stellte hier einem treuen Publikum seinen neuen Kriminalroman „Mord in Öl“ vor. Darin steht selbstredend wieder einmal sein in jeder Beziehung linkischer Chefermittler „Bodo Kröber“ im Mittelpunkt des Geschehens, der schon in zwei von Friesenhahns Krimis überwiegend amüsant-gefährliche Abenteuer bis zur endgültigen Klärung des jeweiligen Falles erlebte. Gerne daran teilhaben lässt der Erfolgsautor seine Zuhörer, die er am Leseabend in einigen spannenden Auszügen diverse Spitzen der Geschichte miterleben lässt, ohne dabei etwas Entscheidendes über den „kriminellen Showdown“ zu verraten. Diesen sollen die Zuhörer schließlich beim späteren Lesen genießen. Appetit darauf macht Friesenhahn bei seinen vorgetragenen Buch-Intermezzi allemal, weiß er doch mit der derben Wortgewandtheit eines Pündericher Moselbarden, zum Teil in Mundart, sein Publikum zu fesseln und durchweg zu begeistern. So outet sich der schreibende Moselaner auch gerne als absoluter Krimifan, was er beim Lesen von entsprechenden Lektüren und beim Anschauen von diversen Genre-Filmen auslebt. Natürlich ermittelt sein „Bodo“ wieder an der Mosel, wobei sich ihm diesmal mit dem Kloster Stuben ein Tatort gegenüber dem steilsten Weinberg Europas bietet. Von diesem, dem „Bremmer Calmont“ aus, beobachtet ein Landschaftsmaler einen Mord, den er unisono in Öl auf seiner Leinwand verewigt. Da er laut Script Täter und auch Opfer kennt, hüllt er sich bezüglich des brutalen Geschehens künftig in Schweigen. Der Mord wäre wohl nie aufgeklärt worden, gäbe es da nicht den farbig gepinselten Beweis des versierten Tatzeugen, den Bodo Kröber Jahre später als Gemälde auf einer Vernissage in Zell entdeckt. Seine verschrobenen Gedankengänge lassen ihn diesbezüglich alsbald eigene „Cold-Case“-Ermittlungen aufnehmen, erinnert er sich doch im Angesicht des Kunstwerks an das seinerzeit ungeklärte Verbrechen. Gleich zu Beginn der Ermittlungsarbeit von Bodo Kröber überschlagen sich dann die Ereignisse in der Kriminalgeschichte, in welcher der ungeschickte „Privatdetektiv“ nicht nur von einem Hochsitz und wenig später gar samt Auto in die Mosel stürzt, sondern in diesem Zusammenhang auch noch die schlimme Entführung seines treuen Vierbeiners beklagen muss. Bezüglich der tollen Mosellandschaft und der örtlichen Begebenheiten bleibt Friesenhahn explizit in der Realität und bindet diese sowie die Menschen aus der Region gekonnt in seine Kriminalgeschichte mit ein. Auch gerade deshalb hat sein neues Werk nicht nur einen Hauch von Authentizität, sondern könnte sich aufgrund des hohen Wiedererkennungswertes von Land und Leuten tatsächlich abgespielt haben.

Die Neugier geweckt

Als die Spannung einen gewissen Höhepunkt erreicht hat, bricht Peter Friesenhahn lächelnd ab und verspricht seinen erfreuten Zuhörern weitere Hochspannung beim Lesen des neuen Krimis.

Ein pikantes Krimi-Süppchen begleitet von Canapés mit leckerem Knoblauch-Püree gab es am Abend noch aus der Germania-Kombüse von Herbert Budweg, bevor der Krimiautor sein neuestes Werk zuklappte und zu einer Autogrammstunde einlud.

Der Roman „Mord in Öl“ ist im Rhein-Mosel-Verlag erschienen und kostet 9,90 Euro.

Erfolgsautor Peter Friesenhahn (li.) stellte im Kultur-Café Germania seinen neuen Kriminalroman „Mord in Öl“ vor. Herbert Budweg machte sich hierzu seine „kulinarischen Gedanken“.Foto: TE

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