Allgemeine Berichte | 16.06.2023, 12:35 Uhr

„Das aktuelle Bild ist peinlich“: Bürgermeister Ingendahl möchte nicht, dass Remagen demnächst den Beinamen „dreckigste Stadt am Rhein“ bekommt

Müll-Problem in Remagen wird immer schlimmer

Bierflaschen, Plastik und sogar eine Radkappe: Jegliche Art von Müll wird achtlos in die Natur geworfen.  Fotos: Stadt Remagen
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Remagen. Immer wieder fallen in Remagen Schmutzecken auf. Abfall und Müll werden achtlos in Landschaft und Natur geworfen. Das nervt viele Remagener, darunter auch Bürgermeister Björn Ingendahl. Nun wendet sich Ingendahl an die Einwohner Remagens.

Klare Worte vom Bürgermeister

„Schlendern Sie genauso gerne durch unsere schöne Stadt wie ich? Dann ist Ihnen sicherlich auch aufgefallen, wie dreckig und vermüllt es seit einiger Zeit regelmäßig an mehreren Ecken in unserer Stadt ist. Und es ist über die letzten Jahre leider immer schlimmer geworden. Auch mehren sich die Beschwerden aus der Bevölkerung. Hausmüll in und neben den öffentlichen Mülleimern. Achtlos weggeworfene Verpackungen und Zigarettenstummel. Illegale Entsorgung von Sperrmüll und Sondermüll. Unkraut entlang Hausmauern und wuchernde Hecken und Sträucher aus Gärten…Das aktuelle Bild ist geradezu peinlich! Zumindest mir als Bürgermeister einer jungen Welterbestadt ist es hochgradig peinlich. Peinlich unseren BesucherInnen gegenüber. Aber auch peinlich all denjenigen Bürgerinnen und Bürgern gegenüber, die ihren Müll vorschriftsmäßig entsorgen und Bürgersteig und Straße vor ihrem Haus oder ihrer Wohnung sauber halten.

Ich frage mich oft, wie es bei den Menschen zuhause aussieht, die durch unsere Stadt laufen und ihren Müll einfach fallen lassen, wo sie gehen und stehen. Kommt dort auch jemand gelaufen und räumt hinter ihnen her? Denn genau das müssen wir als Stadt machen. Jeden Tag werden die Mülleimer geleert. Und an jedem Wochentag wird illegaler Müll eingesammelt. Das produziert enorme Kosten. Kosten die von uns allen als BürgerInnen unserer Stadt getragen werden.

Es ist sehr traurig, dass wir ein derart beschämendes Bild abgeben, weil sich einige Wenige nicht benehmen können. Denn am Ende des Tages ist es eine Frage der Erziehung, wo und wie ich meinen Müll entsorge!

Als Stadt müssen wir handeln, weil dieses peinliche Bild nicht hinnehmbar ist. Daher werden wir in der Innenstadt über die Sommermonate ab sofort zusätzliches Personal zur Müllentsorgung einsetzen. Auch wird das Ordnungsamt verstärkt Präsenz in der Stadt zeigen und Kontrollen durchführen. Zudem werden wir erneut alle AnwohnerInnen an ihre Pflicht zur Säuberung der Straße erinnern. Darüber hinaus wird sich der Stadtrat mit der Frage beschäftigen müssen, ob die Straßenreinigung - zumindest in einigen Bereichen - nicht künftig durch die Stadt erfolgen soll, verbunden mit einer unumgänglichen Gebührenerhebung bei den entsprechenden AnwohnerInnen.

Am Ende des Tages liegt es an uns allen, wie sich unsere Stadt präsentiert und was für ein Bild wir abgeben. Bitte helfen Sie daher alle mit, dass Remagen demnächst nicht den Beinamen ‚dreckigste Stadt am Rhein‘ bekommt“, sagt Ingendahl.

Der Müll gehört in die Tonne und nicht daneben.

Der Müll gehört in die Tonne und nicht daneben.

An einem Glascontainer wurde auch Hausmüll entsorgt.

An einem Glascontainer wurde auch Hausmüll entsorgt.

Falsch entsorgter Müll produziert hohe Kosten.

Falsch entsorgter Müll produziert hohe Kosten.

Bierflaschen, Plastik und sogar eine Radkappe: Jegliche Art von Müll wird achtlos in die Natur geworfen. Fotos: Stadt Remagen

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