Eine Veranstaltung von „KulturGut Dieblich“
„Mundart näher gebracht“
Dieblich. Die Verantwortlichen von KulturGut Dieblich hatten wieder eingeladen, und Alle kamen. Der Saal im Hotel Pistono war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Melanie Brüschke den Kulturabend eröffnete. Sie begrüßte Yvonne Treis, eine Sprachwissenschaftlerin und Mundartautorin aus St. Aldegund sowie die bekannte Mundartgruppe „Niederfeller Schdaifledea“, es sollte ein Abend werden mit Lesungen und Liedern in Moselfränkischer Mundart. Frau Treis zeigte anhand von vielen Beispielen die Schönheit unserer Mundart, sie zeigte aber auch auf humoristische Art und Weise, welche Probleme Andere damit haben können. Die Musikgruppe untermalte das Ganze mit ihren Mundartliedern, die alle einen Bezug zur Heimat an der Mosel hatten, und machte den Zuhörern deutlich, wie schön es ist, „Muuselaner ze sejn“. Jedenfalls fühlten sich viele Zuhörer an ihre Kindheit erinnert, auch kam bei Manchem die Erinnerung an das eine oder andere „Problemchen“ zurück, das aus dem Unverständnis der Lehrer oder Ausbilder erwachsen war. Die hatten nämlich kaum Verständnis dafür, dass wir hier und da im Aufsatz so schrieben, wie uns „der Schnabel gewachsen war“, Hochdeutsch war doch viel schwieriger, als Viele dachten. Das Fazit dieses abends kann eigentlich nur lauten: „Wir sollten bemüht sein, auch unseren Kindern und Enkeln ein Stück Tradition zu bewahren und das Moselfränkische an sie weiterzugeben. Wer Hochdeutsch und Moselfränkisch lernt, wächst mehrsprachig auf.“
Zu erwähnen ist noch, dass neben den Lesungs- und Liedbeiträgen auch das Kulinarische nicht zu kurz kam. „Grombieresopp und Zwiewelskooche“ passten sehr gut und rundeten einen tollen Abend ab. Ein Lob an die „Macher“ von KulturGut Dieblich, ihre Veranstaltungen haben sich im Jahresverlauf so etabliert, dass heute schon davon ausgegangen werden kann, dass auch die für das kommende Jahr geplanten Events erfolgreich werden. Beate Schmitt ließ in ihrer Abschlussrede schon einmal etwas „Hinter die Kulissen blicken“ und stellte für 2018 eine neue Art, Kultur zu pflegen, in Aussicht.
