Brohler Kulturverein
Museumsfahrt nach Worms
Brohl.Trotz schlechter Witterung machten sich zwei Dutzend kunst- und geschichtsinteressierte Damen und Herren ab Bahnhof Brohl auf die diesjährige Museumsreise. Die Organisatoren hatten die Nibelungenstadt Worms als Ziel auserkoren.
Gebucht war zunächst ein geführter Rundgang „Zu Fuß durch zwei Jahrtausende“. In gut zwei Stunden wurden die reichlich vorhandenen Sehenswürdigkeiten, die Worms zu bieten hat vermittelt. Die Außen- und Innenbesichtigung des Doms St. Peter mit romanischer Basilika war ein erster Höhepunkt. Ein Lutherdenkmal erinnert an die Zeit als der verbannte Luther im Jahre 1521, am Rande des Reichstages sich weigerte, seine Thesen zu widerrufen. Das imposante Werk zeugt von der großen Verehrung der Wormser damaliger Zeit. Auf dem weiteren Wege lag das jüdische Viertel mit Synagoge und dem Friedhof „Heiliger Sand“.
Die Sagengestalten der Nibelungen sind in der Stadt jederzeit gegenwärtig. Das Hagendenkmal, der Siegfried Brunnen, Krimhilds Rosengarten und der Nibelungenturm. Der Nibelungenweg entlang der mächtigen Stadtmauer zeigt die Schönheit der Stadt. An Hauswänden und Plätzen prägen Drachen und Drachenköpfe jeglicher Form das Stadtbild.
Nach einer notwendigen Aufwärmphase in einem Café stand das Stadtmuseum, im Andreasstift gelegen, auf dem Programm. Man hatte wiederum einen guten Führer ergattert und das Glück, eine gerade vorhandene Sonderausstellung erleben zu können. „Spiel um die Macht - Von Canossa nach Worms“. Die blutigen Intrigen und Ränkespiele zwischen dem Kaiser und dem Papst wurden beeindruckend vermittelt und wir Gäste wurden durch Aufgabenstellungen in das Geschehen mit eingebunden, gelebte Geschichte.
Jenseits der Sonderausstellung waren Funde aus 7000 Jahren Besiedelungsgeschichte zu bewundern, eigene Abteilungen mit Exponaten aus der Bronze- sowie Jungsteinzeit. Ebenso war eine römische Abteilung vorhanden. Die Neuzeit und die Entwicklung der Stadtgeschichte konnten an Hand von Filmbeiträgen erschlossen werden. Eine wiederum interessante und lehrreiche Museumsfahrt fand ihr Ende bei einem Abendessen in der Altstadt mit Pfälzer Spezialitäten, bevor es wieder erschöpft aber glücklich nach Hause ging.
Zwei Dutzend kunst- und geschichtsinteressierte Damen und Herren machten sich auf den Weg nach Worms. Foto: privat
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