Oberwinterer Junggesellen feierten mit der Bevölkerung über vier Tage die traditionelle Pfarrkirmes Sankt Laurentius
Musik, Kulinarik und Unterhaltung
Oberwinter. Und wieder einmal gelang es den Oberwinterer Junggesellen des Katholischen Junggesellenvereins um den neuen Vorsitzenden Tom Seidenberg, eine tolle Pfarrkirmes Sankt Laurentius über vier Tage der Bevölkerung und den Gästen im Hafenort zu bieten. Und da war wirklich für jeden etwas dabei. Die Junggesellen des knapp 200 Mitglieder zählenden Vereins, darunter inzwischen erfreulicherweise neben den „weißhaarigen alten Hasen“ auch viele jüngere Junggesellen, gaben einfach alles. Und bei den Junggesellen Oberwinter scheint der Generationenwechsel durchaus gelungen zu sein. Rund 100 Helfer der Junggesellen, Junge und Junggebliebene gemeinsam, waren über vier Tage im Einsatz, um der Bevölkerung eine tolle Kirmes zu bieten, bei der für jeden, jung oder alt, etwas dabei war. Auch die Kinder kamen mit Karussell, Süßigkeitenbude und den von den Junggesellen angebotenen Spielen voll auf ihre Kosten. Und wer dann Hunger hatte, für den stand der Imbiss von Windolf bereit.
„Summer Night“ am Freitag
Begonnen hatte die Kirmes mit der Oberwinter-Dance-Night „Summer Night“ am Freitag im Festzelt auf dem Schulhof. DJ André fand wie gewohnt den richtigen Ton. Nicht nur aus Oberwinter, sondern auch aus den umliegenden Orten kamen die jungen und junggebliebenen Gäste und amüsierten sich prächtig im geschmückten Zelt. Um die Gäste nicht nur musikalisch, sondern auch kulinarisch bestens zu verwöhnen, waren die Junggesellen, wie auch an den folgenden Tagen, bestens vorbereitet. Sowohl im Zelt als auch auf dem Vorplatz am Getränkebrunnen herrschte Hochbetrieb. Und auch die Cocktailbar im Zelt fand ihre Fans. „Mit dem regen Betrieb am Freitag waren wir rundum zufrieden“, erzählte am Samstag der neue Vorsitzende Tom Seidenberg. Gefeiert wurde bis in die frühen Morgenstunden der Beginn der Kirmes mit der „Summer Night“.
Am Samstag begann die Kirmes nach der Festmesse, zelebriert von Pastor Heiko Marquardsen, am späten Nachmittag mit dem Fassanstich. Zuvor wurde von den Bonner Böllermeistern kräftig geböllert. Die Begrüßung beim Fassanstich übernahm Vorsitzender Tom Seidenberg, den Fassanstich vollzog Oberwinters Ortsvorsteher Jürgen Walbröl. Nach dem Freibier für die Gäste gab es am Abend erneut einen Festumzug, bevor die Junggesellen ins Festzelt zum Tanzabend mit der Coverband „Evergreen Collective“ einluden. Und erneut wurde im gut besuchten Festzelt bis in den Morgen gefeiert.
Der Kirmessonntag begann mit der Festmesse und der Kranzniederlegung am Ehrenmal, bevor die Junggesellen zum Frühschoppen mit Musik der Original Hohe Acht Musikanten ins Festzelt einluden. Bei bester Stimmung wurde im Festzelt gefeiert. Am Nachmittag gab es für die Freunde süßer Köstlichkeiten Kuchen und Kaffee, und für die Unterhaltung der Kinder war durch die Junggesellen bestens gesorgt. Den Abschluss am Sonntag markierte ein Tanzabend mit DJ Blechkonserve.
Tradition und Bräuche
Ein Festzug der Junggesellen, natürlich wie immer mit dem Tambourcorps Oberwinter, eröffnete den Kirmesmontag. Schöner Brauch ist es, dass der Festzug dann jedes Jahr Halt bei den Senioren des Franziskushauses macht. Dort saßen die Bewohner bereits im Garten und freuten sich auf die Musik und das Fähndelschwenken durch René Elbern. Im voll besetzten Festzelt zogen die Junggesellen mit dem Tambourcorps anschließend ein. Erneut begeisterte René Elbern mit dem Fähndelschwenken, bevor das spannende und traditionelle Hahneköppen begann.
Nach der Verlesung der sieben Aspiranten auf die Hahnekönigswürde vollzogen der scheidende Hahnekönig Justus Häger, Präses Pastor Heiko Marquardsen und Vorsitzender Tom Seidenberg die Ehrenschläge, bevor die Aspiranten antraten. Die Moderation gab es wie gewohnt von Fred Jonen, der den ein oder anderen Spruch unters Volk brachte und für eine Menge Gelächter sorgte. Vor jedem Schlag gab es ein Gläschen Hochprozentiges von und mit Ehrenvorsitzendem Heinz Holthoff. Letztlich gelang es Tim Wiest, die Hahnekönigswürde zu erringen. Unter großem Jubel der Gäste und auf den Schultern seiner Kameraden wurde er gefeiert. Beim anschließenden spannenden Bürgerhahnekönigs-Wettbewerb gelang es Bruder Justin Wiest, den Titel zu erringen.
Am Abend beim Königsball wurden Junggesellenhahnekönig Tim Wiest und seine Königin Luna Ehlen sowie Bürgerhahnekönig Justin Wiest mit seiner Königin Nina Köhler ausgiebig im Festzelt gefeiert. Die musikalische Unterhaltung lieferten wieder bestens die „Sunny Raindrops“. Bis in die späten Abendstunden wurde der letzte Tag der Oberwinterer Pfarrkirmes voller Freude gefeiert. Und wieder einmal hatten die Oberwinterer Junggesellen alles gegeben, um der Bevölkerung und den Gästen eine tolle viertägige Kirmes zu bieten.
Ein Festzug der Junggesellen, natürlich wie immer mit dem Tambourcorps Oberwinter, eröffnete den Kirmesmontag.
Der Fassanstich gehört traditionell dazu. Fotos:AB