Allgemeine Berichte | 28.01.2025

Senioren-Union Wachtberg besucht Ausstellung im Haus der Geschichte

„Nach Hitler“ – Die deutsche Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus“

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Foyer des Hauses der Geschichte in Bonn.  Foto: privat

Wachtberg. Prof. Dr. Harald Biermann, Präsident der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, begrüßte persönlich die Gäste im Foyer und stimmte sie auf den Besuch der aktuellen Ausstellung ein.

Der junge Historiker Cornelius Lilie M.A., derzeit Doktorand an der Universität Bonn bei Prof. Dr. Martin Aust, übernahm mit viel Engagement und profundem Hintergrundwissen die Begleitung der Teilnehmer. Strukturiert in vier Kapitel werden die unterschiedlichen Blickwinkel der Generationen auf die nationalsozialistische Zeit bis heute beleuchtet. Dabei fordern gleich zu Beginn der Ausstellung insbesondere persönliche und private Gegenstände von ermordeten Menschen und Kurzfilmdokumente über Konzentrationslager alle Sinne der Besucher. Bilder, Plakate, Schreiben und Berichte ergänzen das Bild.

Mit der Einteilung in vier (Generationen-)Kapitel gelingt es der Ausstellung, die Entwicklung der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in beiden Teilen Deutschlands zu strukturieren: Die Kriegs- bzw. Erlebnisgeneration, die Generation der Kinder (insbesondere die Rebellion der sog. 68er), die Enkelgeneration und schließlich die nach dem Mauerfall geborene Generation, jede Generation ist geprägt durch die zeittypischen Lebenssituationen. Die Ausstellung zeigt eindrücklich, wie die Menschen mit dem schweren Erbe umgegangen sind, auf privater wie auch auf politischer Ebene – vom Verschweigen und Vergessen bis zur kritischen Nachfrage und zur Übernahme von Verantwortung.

Nach einer Pause bei Kaffee und Kuchen konnten die Teilnehmer im Bereich des Foyers Memorabilien aus der politischen Karriere von Dr. Wolfgang Schäuble besichtigen. Aus den Reihen der Senioren Union Wachtberg übernahmen zwei Teilnehmer, die zeitweise beruflich eng mit Dr. Schäuble im Bonner Bundeskanzleramt zusammenarbeiteten, die Erläuterungen zu den Ausstellungsstücken und Fotos. Mit teils persönlichen Anmerkungen und kleinen Anekdoten aus dieser Zeit endete dieser hoch interessante und informative Nachmittag.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Foyer des Hauses der Geschichte in Bonn. Foto: privat

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