Allgemeine Berichte | 21.09.2016, 14:44 Uhr

Jetzt geht’s los!

Nach dem Unwetter im Juni wird die Brücke in Arzdorf erneuert

Bagger schaffen den Schutt der alten Brücke aus dem Bachbett

Der Baustellen-LKW steht genau vor dem vollständig unterspülten Abschnitt. -CEW-
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Wachtberg-Arzdorf. Nachdem in der Woche zuvor die Sperrung, Aufhebung der Sperrung und die erneute Sperrung zu einiger Verwirrung in Arzdorf und der Umgebung geführt haben, ist es nun soweit: Die Sperrung steht und schon werden die ersten Überbleibsel der alten Brücke von Baggern ausgehoben.

Das Rinnsal, das normalerweise durch den alten, gemauerten und seinerzeit mit Beton verstärkten Durchlass fließt, war am 4. Juni diesen Jahres bei einem Unwetter bisher ungekannten Ausmaßes auf eine Breite von fast hundert Metern angeschwollen. Dass die Schafe auf der Nachbarwiese in den schnell anschwellenden Fluten an diesem Tag nicht ertranken, war dem beherzten Eingreifen eines Nachbarn zu verdanken. Er hatte an einem für die Tiere noch erreichbaren Wiesenstück den Zaun geöffnet und sie von der Weide geholt.

Solche Zustände sollen zukünftig nicht mehr so schnell entstehen können. Auch wenn es für derartige Katastrophen keine hundertprozentige Vorsorge gibt, so hat man doch aus dem Ereignis einiges gelernt. Der neue Durchlass wird erheblich größer als der alte werden und er wird vollständig aus vorbereiteten Betonteilen bestehen. Man legte Wert darauf , dass die Betonteile als Fertigteile vorbereitet wurden, um den Zeitraum für die Sperrung möglichst kurz zu halten. Wenn der Zeitplan eingehalten werden kann, sollte die neue Brücke ab Mitte November befahrbar sein. Bis dahin gilt die bekannte Umleitung über die Pecher Landstraße für die stark befahrene Strecke.

Die Brücke, die das Technische Hilfswerk kurz nach dem Unwetter innerhalb weniger Stunden über dem defekten Abschnitt aufgebaut hatte, wurde nach dem verspäteten Entfernen der Rampen genauso schnell und professionell wieder abgebaut. Mancher Ortskundige, der die Sperrung bisher wegen der Verzögerung konsequent ignoriert hatte, stand damit plötzlich tatsächlich vor einem unpassierbaren Abschnitt. Von Adendorf aus kommend wird die Sperrung in Richtung Villip zur Pecher Landstraße umgeleitet, von Berkum aus kommend soll ebenfalls am Gewerbegebiet Villip vorbei über diese Landstraße gefahren werden. Die Abkürzung durch Villip hindurch ist wegen der dort vorhandenen Sperrung der Hauptstraße nicht zu empfehlen.

Diese Betonteile und das gemauerte Gewölbe waren von den Wassermassen einfach weggesprengt worden.

Diese Betonteile und das gemauerte Gewölbe waren von den Wassermassen einfach weggesprengt worden.

Neben dem zerstörten Brückenteil heben Bagger die Reste der alten Brücke aus dem Bachbett.

Neben dem zerstörten Brückenteil heben Bagger die Reste der alten Brücke aus dem Bachbett.

Der Baustellen-LKW steht genau vor dem vollständig unterspülten Abschnitt. Fotos: -CEW-

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