„Blaulichtfamilie Montabaur“ traf sich beim Maimarkt in Montabaur
Nachwuchskräfte zeigten ihr Können auf Blaulichttag
Zahlreiche Mitglieder verschiedener Sicherheitsorganisationen aus Montabaur und Umgebung kamen zusammen
Montabaur. Wer engagiert sich, meist ehrenamtlich, im Alltagsleben und besonders in Notfällen, um für Wohlergehen und Sicherheit sorgen? Vor Kurzem fand der perfekte Anlass statt, sich umfassend zu informieren. Während des Maimarktes im Industriegebiet Montabaur Heiligenroth / Westerwaldkreis traf sich die „Blaulichtfamilie“ auf dem Dehner-Parkplatz, um unter anderem bei einer Einsatzübung zu zeigen, welche großartigen Leistungen sie gemeinsam bewältigen können. Das Besondere an dem Treffen: Es war überwiegend der Nachwuchs, der diesen Übungseinsatz vorführte. Bereits in jungen Jahren wird gelernt, umsichtig, weitsichtig und gemeinschaftsübergreifend zu handeln. Vor Ort zeigten die Jugendfeuerwehr Niederelbert, das Jugend-Rot-Kreuz des Ortsverein Nentershausen und das Jugend THW Montabaur eine interessante Übung. Unterstütz wurde der Nachwuchs durch die BRH Rettungshundestaffel Westerwald.
Es gab ein Szenario, in dem sich im Leben niemand wiederfinden möchte: Zwei verletzte „Personen“ sind in einem Trümmerhaufen eingeklemmt. Es galt, die Verletzten mit den Rettungshund zu finden, die Gefahrenstelle zu sichern, die „Verletzten“ zu betreuen, die Räumung der Trümmer vorzubereiten und das alles für alle Beteiligten möglichst gefahrenlos durchzuführen. Zum Einsatz kamen Rettungshund, Gerätewagen, Hebekissen, Hydraulikheber, Unterbaumaterial und vieles mehr. Ziel war natürlich die verletzten Personen zu retten, auf lange Sicht jedoch besonders Kinder und Jugendliche für die Arbeit in den Sicherheitsorganisationen zu gewinnen.
Über den Tag verteilt präsentierten sich das DRK Daubach-Stahlhofen, DRK Montabaur, DRK Nentershausen, die Deutsche-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Montabaur mit Rettungsboot und Unterwasser und Flugdrohnen, das THW Montabaur mit Jenga XXL, die Rettungshundestaffel Westerwald des Bundesverbandes der Rettungshunde (BRH), die Polizei Rheinland-Pfalz (Montabaur) mit Pylonen werfen, die Feuerwehr Montabaur sowie die Firma SOS-Verkehrssicherung aus Heiligenroth. Bei der Jugendfeuerwehr Niederelbert gab es eine Spritzwand und einen Popcornstand.
Für die Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V. wurde an zwei Infowänden Werbung gemacht. Der Paulinchen e.V. wurde 1993 gegründet, um Familien nach Verbrennungs- und Verbrühungsunfällen ihrer Kinder zu beraten. Die Hüpfburg wurde vom Dehner Garten Center gestellt. Und damit niemand Durst leiden musste, kümmerte sich der Karnevalsverein Niederelbert um die Getränke. Organisator Olaf Höbelt hatte schon immer die Idee gehabt, die einzelnen Organisationen der Blaulichtfamilie mal zusammen auf eine Veranstaltung zu bekommen. Durch seine langjährige Zugehörigkeit zur Feuerwehr Holler und der Feuerwehr Niederelbert, sowie in seiner Zeit als Jugendwart und als Bambiniwart in Niederelbert festigte sich dieser Gedanke.
Es sollte mehr als nur eine normale Veranstaltung sein. Wenn man die einzelnen Bereiche zu einer Zusammenarbeit bewegen könnte, hätte das einen super Synergieeffekt. Auch für spätere Übungen, Einsätze und Veranstaltungen. Kurz gesagt, der Marktleiter des Dehner Heiligenroth, Herr Kadur zeigte sich sehr positiv bei dem Gedanken die Nachwuchsgewinnung bei einer Aktion zu ermöglichen und gab sofort einen Teil seines Parkplatzes für die Idee frei.
Die Teilnehmer waren sehr schnell überzeugt und aus einer kleinen Idee wurde ein Tag der Blaulichtfamilie. Die Firma SOS-Verkehrssicherung stellt für den Tag die Absperrung des Bereiches, einen Sperranhänger mit LED Begrüßung und der Geschäftsführer Marco Stuhl selbst betreute die Bobby-Car-Strecke für die Kleinsten.
Diese Aktion war keine Veranstaltung der Verbandsgemeinde Montabaur, sondern einfach eine Idee einer einzelnen Person. Trotzdem wurde der Blaulichttag auch von öffentlicher Seite unterstütz.
Pressemitteilung
Blaulichtfamilie Montabaur
