Gemeinde Erpel lud in den Erpeler Bürgersaal ein
Närrischer Nachmittag der Senioren
Neben den Jüngsten des Ortes trugen Tambourcorps, Gesangverein, WiSu-Duo und GEK zum Gelingen bei
Erpel. Et Ännchen Paulus und der Thisse Ott waren die betagtesten Besucher aus Erpel, die am Sonntag der Einladung der Gemeinde gefolgt waren, um im Bürgersaal einen beschaulich-närrischen Nachmittag zu verbringen. Als erste Gruppe konnte Bürgermeisterin Cilly Adenauer den Besuchern, unter diesen auch Ex-VG-Chef Werner Zimmermann und Pfarrer Günter Lülsdorf, die kleinen Jecken aus dem „Regenbogenland“ ansagen. Als dann et Trömmelche jing, standen auch schon die Zweitklässler aus der Johannes-Grundschule parat. Die „süßen Früchtchen“ fragten kesse: „Tango, Tango, hörst du den Bango?“
Dann zogen die Sänger von Cäcilia Eintracht ein, die Ende November an gleicher Stelle unter Leitung von Tristan Kusber mit ihrem tollen Jahreskonzert „Liebe & Leben“ eine Woche nach dem Cäcilientag Triumphe gefeiert hatten. Ohne ihr damaliges Abschlusslied „Liebeskummer lohnt sich nicht“, in dem schon 1964 Siw Malmquist gewarnt hatte, dass es „schade um die Tränen in der Nacht“ sei, „weil schon morgen ein neuer Tag uns lacht“, wurde der Chor auch dieses Mal nicht entlassen.
Platz machte er den Altaktiven des Tambourcorps unter Leitung von Josef Wester, denen es janz ejal war, ob man Huhn oder Hahn war. Dafür erreichten sie im Nu das Herz der Senioren, als sie erklärten: „Und sollt ich im Leben ein Mädel mal frei’n, dann muss es am Rhein nur geboren sein!“ Abgelöst wurden sie „Horch, was kommt von draußen rein“, von den Aktiven um Dirk Wester, der mit Daniel Ott nicht nur seinen neusten, sondern auch jüngsten Stellvertreter vorstellen konnte, der im Gegensatz zu ihm als Flötist et Trömmelche jehn ließ.
„Mir sin zwei ahle kölsche Sänger“, stellte sich das WiSu-Duo vor, obwohl das Günter Witten und Bernd Süßmilch längst nicht mehr nötig haben. Schon gar nicht, wenn sie als Chronisten und Bewahrer der Lieder aus und über Erpel die „Sorgenbrecher“ zitieren: „Em Hendehovve steht ene Prommebaum, prima Prümmche, prima Prümmche, Prommebaum“, der nach dem Nascher den schönsten Liebestraum verspricht. Und als die beiden dann auch noch ihr Lied von den „Drei Künnije“ anstimmten, die „net no Hünnije un schon janet no Unkel“, sondern nur nach Erpel wollten, waren die Senioren nahezu restlos glücklich.
So aufgekratzt empfingen sie stürmisch Martina I. mit ihrem Hofstaat, die von der kleinen und der großen Prinzengarde sowie von den Stadtsoldaten und dem Elferrat eskortiert wurde. „Denn mir sin all, all, all nur Minsche, et Hätz om rechte Fleck!“ versicherten die jüngsten Tänzerinnen, bevor sie die größeren Grüße „aus der schönsten Stadt der Welt mit dem geilsten Fußballverein“, eben Kölle, in den Saal schickten. „Alle Jläser huh“ hieß es dann, bevor die staatse Kääls von Kommandant Felix Weber „Ritsch, ratsch, de Botz kapott“ zur Freude der Senioren mit de Stippeföttche wibbelten, was das Zeug hielt.
DL
