Der St.-Josefs–Pfad in Bandorf
Namensgebender Verein renoviert den Panoramaweg
Herbstwanderung und Einweihungsfest am 21. September
Bandorf. Schon Leonardo da Vinci erkannte: „Wasser ist die treibende Kraft aller Natur.“ Vor vielen Jahren hat der St.-Josefs-Verein die Patenschaft für den Bandorfer Bach übernommen. Begehungen und Reinigungen, wo es nötig war, gehörten lange zum Jahresprogramm. Teilstücke des Bachs werden von einem Weg begleitet. Als nun dieser Abschnitt Bestandteil der öffentlichen Wanderwege wurde, hat der Verein sich auf die Fahnen geschrieben, dieses Stück besonders zu beachten. Im Jahr des 100. Geburtstags des Vereins 1993 wurde dieser Bereich hergerichtet. Neben dem Ausbau des Gehwegs wurden Ruhebänke mit Blick ins Oberdorf aufgestellt, und Vereinsmitglied Helmut Tinter, der die Kunst des Schnitzens beherrschte, spendete zwei wunderschöne Wegeschilder. Der „St.-Josefs-Pfad“ war geboren. Unter Mitwirkung des Musikvereins „Rheinhöhe Karbach“ aus dem Hunsrück, der zum Jubiläum aufspielte, gab es eine schöne Einweihungsfeier, die durch den Segen des aus Bandorf stammenden Ehrenmitglieds Pfarrer Ralf Schmitz ihren Höhepunkt fand.
Die Natur entwickelte sich entlang des wasserführenden Bachs prächtig, mehr und mehr wucherten die Naturkräuter am und über den Weg, und Bänke und Schilder aus Holz wurden nicht nur unansehnlich, sondern auch marode. Der Verein beschloss daher eine Grundsanierung. Eine kleine, aber tatkräftige Gruppe um den Ehrenvorsitzenden Franz-Rudolf Ölschläger wurde gebeten, die notwendigen Bemühungen voranzutreiben. Alle Akteure waren sich schnell einig, dass es ohne Geräte und neue Materialien nicht bewerkstelligt werden konnte. Der Bauhof der Stadt Remagen war immer ein Garant für Unterstützung, wenn es um Aktionen des Vereins ging. Ein Gespräch mit dem Leiter des Bauhofs, Wolfgang Weitzel, war das Gebot der Stunde, und wie zu erwarten war, kam ein kurzes: „Ja, da sind wir dabei!“ Allerdings gab Weitzel zu bedenken, dass die Arbeiten im Stadtgebiet Priorität haben. Anfang des Jahres kam aber dann erfreulicherweise die Rückmeldung, dass die Maßnahme nun realisiert werden könne.
Schnell waren die überholungsbedürftigen Holzbänke und das Schild mit Pfahl demontiert und wanderten in die Malerwerkstatt von Vereinsmitglied Fritz Ullrich. Mit Schneidemaschinen wurden Weg, Randgebebiete des Wegs und des Bachs freigeschnitten. Der Seniorentrupp wechselte sich täglich ab, wobei jeder, der aktiv war, für das leibliche Wohl der Mithelfer der Stadt Remagen sorgte. Bei Kaffee und Verpflegung wurden jeweils die nächsten Schritte besprochen. Nach Säuberung und Entsorgung rückte ein Lkw mit Split an, und der städtische Bagger versorgte den Schaufellader, der das Material verteilte.
Die Montage der Banklatten, diesmal aus Kunststoff, wurde parallel zu den Arbeiten durch weitere Senioren durchgeführt. Zum Abschluss erfolgte dann noch die Montage des renovierten Wegeschildes. Zufrieden und stolz blickt der St.-Josefs-Verein auf eine gelungene Maßnahme.
Im Anschluss an die Herbstwanderung des Vereins am 21. September bietet sich ab dem Nachmittag bei einem kleinen und hoffentlich gemütlichen „Einweihungsfest“ am St.-Josefs-Pfad die Gelegenheit für die Ortsbevölkerung aber auch für Interessierte aus den benachbarten Ortsteilen, den instand gesetzten Weg in Augenschein zu nehmen und ihn in geselliger Runde entlang zu wandern.
Ein erster Blick auf den instand gesetzten St.-Josefs-Pfad.
