Kurzfreizeit für Familien entdeckte die grüne Seite von Essen
Naturfreunde im Pott
Essen. Kann man denn eine Freizeit unter dem Motto „Naturfreunde“ im schwarzen Pott verbringen? Man kann – wenngleich sich der Ort nicht unbedingt dafür aufdrängt.
Schon zum vierten Mal entsandte das Dekanat Ahr-Eifel, in enger Zusammenarbeit mit dem Diözesanverband Kolping, ein „Himmelfahrtskommando“ in die Natur. Natur pur, Wind in den Haaren und Sonne um die Nase – das ist das Markenzeichen genau dieser Familientouren. Die Schöpfung zu erleben und für die Umwelt zu sensibilisieren, ist in Zeiten von „Fridays for Future“ ein Muss und für Christen höchste Pflicht. Dies versuchen die Familienfreizeiten der Familienpastoral an der Ahr spielerisch und durch Wissensvermittlung.
Dass die Fahrt über den Himmelfahrtstag diesmal ins Ruhgebiet führte, war aus der Not geboren. Das lange und ursprünglich geplante Haus schloss überraschend seine Pforten. Zugleich sorgte das neue Quartier für eine Überraschung, denn niemand rechnete mit so viel Wald und Wiesen rund ums Haus.
So setzte auch diesmal das Programm einen starken Akzent in Sachen Natur und lockte Große und Kleine im Rahmen einer Rallye in den benachbarten Wald und sorgte für entspannte Zeiten im Gruga-Park, der viele Inspirationen für die heimischen Gärten mitgab.
Anregungen gab auch der Ort in direkter Nachbarschaft zur Grablege des Heiligen Liudgers, einem frühen Missionar dieser Region. Auch er wurde zum Ausflugsziel und die Abtei Werden lud zu einer spannenden Entdeckungstour ein. Liudgers Leben und Wirken waren Gegenstand der geistlichen Impulse, die die Tage rahmten.
Daneben blieb viel Zeit für die eigene Familie, für Austausch und Spiel und auch die eigenen Talente zu entdecken, denn der abschließende „Bunte Abend“ fordert jede und jeden, das Äußerste zu geben. Für lebendige „Kinderzeiten“ sorgte Nadine Kreuser, Ahrweiler, die ideenreich die Schar der „Pänz“ zwischen eins und 13 zu aktivieren wusste.
An der Freizeit nahm auch wieder eine syrische, christliche Familie teil. Die Fahrt konnte günstig angeboten werden, da sie durch die Rektor Scho Stiftung im Bistum Trier, die Stiftung des „Andere Zeiten“-Verlags und die Lotto-Stiftung Rheinland-Pfalz wohlwollend unterstützt wurde.
